Amtsgericht Aschaffenburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gebäude der Zweigstelle in Alzenau

Das Amtsgericht Aschaffenburg ist das zuständige Amtsgericht für die kreisfreie Stadt Aschaffenburg und den Landkreis Aschaffenburg. Es verfügt über eine Zweigstelle in Alzenau [1].

Das Hauptgebäude des Gerichts befindet sich in der Erthalstr. 3, ein weiteres Gebäude Schlossplatz 3. Die Zweigstelle Alzenau ist in der Burg Alzenau untergebracht.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Fürstentum Aschaffenburg bestand seit 1808 das Stadtgericht Aschaffenburg. Nachdem Aschaffenburg 1814 an das Königreich Bayern gefallen war, wurde das Stadtgericht aufrechterhalten und zusätzlich das Landgericht Aschaffenburg gebildet.[2]

Am 3. September 1858 wurde das Landgericht Schöllkrippen neu gebildet. Aus dem Landgerichtsbezirk Aschaffenburg wurden diesem Eichenberg, Feldkahl und Rottenberg angegliedert.

Zum 1. Juli 1862 wurden im Königreich Bayern Verwaltung und Justiz getrennt. Für die Justiz blieb nun das Landgericht Aschaffenburg zuständig. Der Landgerichtsbezirk blieb unverändert. Dem Landgericht war das Bezirksgericht Aschaffenburg übergeordnet.[3]

Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes am 1. Oktober 1879 wurde in Aschaffenburg ein Amtsgericht gebildet, dessen Sprengel aus dem vorhergehenden Gerichtsbezirks des Land- und des Stadtgerichtes Aschaffenburg war. Hinzu kamen folgende Gemeinden aus dem Landgerichtsbezirk Rothenbuch: Hain, Heigenbrücken, Heimbuchenthal, Hessenthal, Krausenbach, Laufach, Neudorf, Waldaschaff, Weibersbrunn und Wintersbach.[4][5] Übergeordnete Instanzen waren das Landgericht Aschaffenburg und das Oberlandesgericht Bamberg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Justiz in Bayern: Bezirk des Landgerichts Aschaffenburg
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799-1980, 1983, ISBN 9783406096693, S. 422-423, online
  3. Wilhelm Heinrich Riehl (Herausgeber): Bavaria: bd., 1. Abth. Unterfranken und Aschaffenburg, Band 4,Teil 1 von Bavaria: Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern, 1866, S. 440-441, online
  4. Königlich Allerhöchste Verordnung vom 2. April 1879, die Bestimmung der Gerichtssitze und die Bildung der Gerichtsbezirke betreffend (GVBl. S. 371)
  5. Landgericht Schöllkrippen. In: Königl. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Ackermann, München 1877, Sp. 1279–1282.

49.9781089.143284Koordinaten: 49° 58′ 41″ N, 9° 8′ 36″ O