Alzenau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Alzenau (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Alzenau
Alzenau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Alzenau hervorgehoben
50.0869444444449.0722222222222126Koordinaten: 50° 5′ N, 9° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Aschaffenburg
Höhe: 126 m ü. NN
Fläche: 59,32 km²
Einwohner:

18.697 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 315 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63755
Vorwahl: 06023
Kfz-Kennzeichen: AB
Gemeindeschlüssel: 09 6 71 111
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hanauer Straße 1
63755 Alzenau
Webpräsenz: www.alzenau.de
Bürgermeister: Dr. Alexander Legler (CSU)
Lage der Stadt Alzenau im Landkreis Aschaffenburg
Alzenau Kahl am Main Karlstein am Main Kleinostheim Stockstadt am Main Großostheim Mainaschaff Mömbris Johannesberg (Bayern) Glattbach Wiesener Forst Forst Hain im Spessart Geiselbacher Forst Huckelheimer Wald Heinrichsthaler Forst Heinrichsthaler Forst Waldaschaffer Forst Schöllkrippener Forst Sailaufer Forst Rohrbrunner Forst Rothenbucher Forst Dammbach Dammbach Goldbach (Unterfranken) Geiselbach Westerngrund Schöllkrippen Kleinkahl Wiesen (Unterfranken) Krombach (Unterfranken) Sommerkahl Blankenbach Hösbach Sailauf Haibach (Unterfranken) Heigenbrücken Heinrichsthal Laufach Weibersbrunn Rothenbuch Waldaschaff Bessenbach Mespelbrunn Heimbuchenthal Dammbach Weibersbrunn Aschaffenburg Hessen Landkreis Miltenberg Landkreis Main-SpessartKarte
Über dieses Bild

Alzenau (bis 31. Dezember 2006 amtlich Alzenau i. UFr.)[2][3] ist eine Stadt im Norden des unterfränkischen Landkreises Aschaffenburg. Sie ist eine von 13 sogenannten leistungsfähigen kreisangehörigen Gemeinden in Bayern.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geographische Lage

Alzenau gehört zu den östlichen Ausläufern des Rhein-Main-Gebietes und wird von der Kahl durchflossen. Die meisten Stadtteile schmiegen sich an oder zwischen die Hänge der westlichen Ausläufer des Spessarts mit dem Hahnenkamm (437 m ü. NN). Mit rund 2600 ha Wald und 85 ha Weingärten kann man wahrscheinlich zu Recht von der Stadt im Grünen sprechen. Trotzdem ist es über die benachbarte A 45 bzw. über die Kahlgrundbahn nur ein kurzer Fahrtweg bis Aschaffenburg, Hanau oder Frankfurt am Main.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Alzenau grenzt im Norden an die hessischen Gemeinden Rodenbach und Freigericht, im Osten und Südosten an die Gemeinden Mömbris und Johannesberg, im Südwesten an die Gemeinde Karlstein, und im Westen an die Gemeinde Kahl am Main.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Die politische Gemeinde Alzenau hat sechs amtlich benannte Ortsteile (in Klammern die Zahl der Einwohner[4])[5]:

Die Einöde Dörsthöfe und das Schloss Maisenhausen sind keine amtlich benannten Ortsteile.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Urgeschichte

In der Gemarkung Alzenau gibt es archäologische Fundstellen von Gräbern der Glockenbecherkultur (2600 v. Chr.), Brandgräbern der älteren Urnenfeldzeit (~1000 v. Chr.) und Siedlungen und Gräbern der Hallstattzeit (ältere Eisenzeit).

[Bearbeiten] Mittelalter

Die älteste erhaltene schriftliche Erwähnung von Alzenau stammt aus dem Jahr 950: Links der Kahl wird die Ortschaft Wilmundsheim erwähnt.

Alzenau war der Hauptort des gleichnamigen Gerichts Alzenau, und war eines der vier Gerichte, die das Freigericht Alzenau bildeten. Der älteste erhaltene Beleg für das Freigericht stammt von 1309. Die goldenen Reiser im Stadtwappen symbolisieren dieses Erbe. Das Freigericht war zwar reichsunmittelbar, aber das Reich verpfändete oder vergab das Gebiet immer wieder. So wechselten die Landesherren, zu denen die Herren und späteren Grafen von Hanau, die Herren von Randenburg und die Herren von Eppstein zählten.

Die Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz waren seit der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts im Besitz des Wildbanns und errichteten zum Schutz ihrer örtlichen Rechte zwischen 1395 und 1399 die Burg Alzenau, rechts der Kahl, gegenüber von Wilmundsheim. 1401 wurden der Siedlung unterhalb dieser Burg durch König Ruprecht von der Pfalz die Stadt- und Marktrechte verliehen, ohne dass es folgend auch zu einer städtischen Entwicklung kam.[6] Später verschmolz das alte Wilmundsheim mit der Siedlung rechts der Kahl, von der es den Namen übernahm.

[Bearbeiten] Neuzeit

Im Jahr 1500 belehnte der römisch-deutsche König Maximilian I. den Erzbischof von Mainz und den Grafen von Hanau-Münzenberg gemeinsamen mit dem Freigericht, das sie nun als Kondominat verwalteten. Da im Freigericht auch zur Zeit des Kondominats die kirchliche Jurisdiktion bei den Erzbischöfen von Mainz verblieb, konnte sich die Reformation – im Gegensatz zur Grafschaft Hanau-Münzenberg – hier nicht durchsetzen. Alzenau blieb römisch-katholisch.

Als Graf Johann Reinhard III. 1736 als letzter männlicher Vertreter Hauses Hanau starb, erbte die Grafschaft Hanau-Münzenberg, zu der seitens Hanau auch dessen Anteil am Kondominat Alzenau zählte, aufgrund eines Erbvertrages die Landgrafschaft Hessen-Kassel. Ob sich dieses Erbe auch auf das Kondominat erstreckte, war in den folgenden Jahren zwischen Kurmainz und Hessen-Kassel heftig umstritten. Der Streit endete in einem Kompromiss, der eine Realteilung des Kondominats vorsah. Alzenau fiel dabei an Kurmainz. Das Mainzer Rad im Stadtwappen erinnert noch heute daran.

Der Reichsdeputationshauptschluss des Jahres 1803 schlug das Amt Alzenau der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt zu, die es aber nur 13 Jahre behielt. Im Jahr 1816 trat das Großherzogtum das Amt an das Königreich Bayern ab, zu dem es seither gehört.

1862 wurde Alzenau zur Kreisstadt erhoben. Mit dem Bau der Kahlgrundbahn erhielt der Ort – und mit ihm der ganze Kahlgrund – ab 1898 Anschluss an das Schienennetz. Die Kahlgrundbahn begünstigte die Industrialisierung, insbesondere siedelten sich Zigarrenfabriken an, die letzte wurde erst in den 1960er Jahren geschlossen. 1902 bestanden im Kahlgrund 21 Zigarrenfabriken mit 850 Beschäftigten, einige davon in Alzenau.

[Bearbeiten] Eingemeindungen

1951 erhielt Alzenau vom Freistaat Bayern erneut das Stadtrecht. Im Zuge der Kreisreform wurden der Landkreis Alzenau und der Landkreis Aschaffenburg im Jahr 1972 zusammengelegt. Zum 1. Januar 1972 wurde zugleich Kälberau eingemeindet. Es folgten die Gemeinden Albstadt und Wasserlos zum 1. Juli 1972[7], Hörstein und Michelbach am 1. Juli 1975 .

[Bearbeiten] Religionen

  • Römisch-katholische Kirchengemeinde Sankt Justinus; der überwiegende Teil der Bevölkerung ist römisch-katholischen Glaubens.
  • Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Peter und Paul
  • Yavuz Sultan Selim Han Moschee

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Stadtrat

Der Alzenauer Stadtrat hat 24 Mitglieder plus den stimmberechtigten Bürgermeister.

Wahlen zum Alzenauer Stadtrat
Wahltermin Wahlbeteiligung CSU SPD FDP Grüne FW/PWG KL
03.03.2002 58.4% 12 Sitze 6 Sitze 2 Sitze 2 Sitze 2 Sitze --
02.03.2008 58,8% 11 Sitze 5 Sitze 2 Sitze 3 Sitze 2 Sitze 1 Sitz

KL: Kälberauer Liste (Ortsteilliste), erstmals 2008 angetreten.

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: In Rot über zwei gekreuzten goldenen Zweigen ein sechsspeichiges silbernes Rad.

Geschichte des Wappens: Das Wappen wird seit 1926 geführt. Das sechsspeichige silberne Mainzer Rad erinnert an die Zugehörigkeit Alzenaus zum Erzstift Mainz. Die beiden goldenen Zweige waren das Ernennungsymbol für die Beamten des Freigerichts, die von freien Märkern auf dem Märkerding gewählt wurden.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Die Stadt zeichnet sich auch durch eine außergewöhnlich hohe Anzahl an ansässigen Unternehmen aus, die zum großen Teil aus High-Tech-Branchen stammen. 1999 erhielt Alzenau den Qualitätspreis „Wirtschaftsfreundliche Gemeinde“ aus der Hand des Bayerischen Staatsministers für Wirtschaft, Verkehr und Technologie.

[Bearbeiten] Land- und Forstwirtschaft, Weinbau

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 62 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Es bestanden im Jahr 1999 82 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1429 ha. Davon waren 1096 ha Ackerfläche und 257 ha Dauergrünfläche.

In den Ortsteilen Michelbach, Wasserlos und Hörstein wird Frankenwein angebaut. Auch in Albstadt wurde bis Ende des 19. Jahrhunderts Weinbau betrieben. Daran erinnert noch die Gemarkung Wingertsberg. Der Weinbau wurde durch die Mönche des Klosters in Seligenstadt nach Alzenau gebracht. Insgesamt hat jedoch die Land- und Forstwirtschaft für die Gemeinde an Bedeutung verloren.

[Bearbeiten] Verkehr

Alzenau hat derzeit drei Abfahrten von der Bundesautobahn 45. Die neuste Anschlussstelle „Alzenau-Mitte“ wurde am 23. November 2007 nach vielen Jahren Planungszeit eröffnet, sodass von der Verbindungsstraße zwischen Alzenau und Kahl aufgefahren werden kann. Die Industriegebiete in Kahl und Alzenau erhalten so eine noch bessere Anbindung an die Autobahn. Die Kahlgrundbahn verbindet den Ort mit dem Bahnhöfen Kahl am Main und Hanau, wo eine direkte Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn nach Frankfurt am Main oder den Fernverkehrszügen besteht.

Die einzelnen Stadtteile werden durch die City-Bus-Linien angefahren. Eine Linie fährt in beiden Richtungen stündlich von Somborn über Albstadt, Michelbach, Kälberau, Alzenau und durch die Stadtteile Wasserlos und Hörstein als Regionalbus weiter nach Karlstein über den Bahnhof Dettingen, wo in die Regionalzüge nach Aschaffenburg und Würzburg (Sitze der Kreis- bzw. Bezirksverwaltung) umgestiegen werden kann, bis nach Aschaffenburg.

Die verkehrsgünstige Lage ist für die Stadt ein entscheidender Standortfaktor. Der Flughafen Frankfurt am Main mit Verbindungen in alle Welt lässt sich mit dem PKW innerhalb von 30 bis 40 Minuten Fahrtzeit erreichen.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

Eine Auswahl einiger Unternehmen, die in Alzenau ansässig sind:

[Bearbeiten] Einrichtungen

[Bearbeiten] Verwaltungseinrichtungen und Behörden

Rathaus von Alzenau (1860-62)

[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 764 Kindergartenplätze mit 705 Kindern
  • Volksschulen: vier mit 81 Lehrern und 1432 Schülern
  • Realschulen: eine mit 45 Lehrern und 1000 Schülern
  • Hahnenkammschule zur Lernförderung
  • Spessart-Gymnasium Alzenau mit ca. 1500 Schülern
  • Stadtbibliothek Alzenau
  • Städtische Musikschule Alzenau
  • VHS Kahl-Alzenau-Karlstein, Nebenstelle Alzenau
  • „Grünes Klassenzimmer“ im Stadtwald

[Bearbeiten] Freizeit- und Sportanlagen

In jedem Stadtteil befinden sich Hallen und Sportplätze für die zahlreichen Sportvereine. Es sind in jedem Stadtteil Spielplätze, sowie teilweise (in Alzenau) auch Bolzplätze, Basketballkörbe und Skateranlagen vorhanden. Im Sommer sind das Waldschwimmbad und der Meerhofsee geöffnet. Zudem ist das Schwimmbecken der Edith-Stein-Realschule an einigen Abenden der Woche für die Allgemeinheit geöffnet. Die aus dem stillgelegten Braunkohletagebau entstandenen Gewässer der Kahler Seenplatte befinden sich ebenfalls im Umkreis von fünf bis zehn Kilometer.

Der FC Bayern Alzenau trägt die Heimspiele im Städtischen Stadion am Prischoß aus.

[Bearbeiten] Gesundheit

  • Kreiskrankenhaus Alzenau-Wasserlos

[Bearbeiten] Senioren

  • Caritas Sozialstation
  • BRK Seniorenheim

[Bearbeiten] Jugend

  • Jugendtreff „Teestube“

[Bearbeiten] Entsorgung

  • Recyclinghof
  • 6 Grünabfallsammelplätze

[Bearbeiten] Natur

  • Ein bedeutendes landschaftliches Element ist in Alzenau die große Fläche an Streuobstwiesen, die mit ihren hochstämmigen einzelnen Bäumen einen wichtigen Lebensraum für selten gewordene Arten wie Neuntöter oder Steinkauz darstellen. Das Pflanzen hochstämmiger Obstbäume wird von der Stadt finanziell gefördert.
  • Ökologisch sehr bedeutend sind darüber hinaus die Sandmagerrasenflächen im Naturschutzgebiet „Alzenauer Sande“, auf denen einige bedrohte und gefährdete Ödlandarten einen Lebensraum finden.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Stadtkern

St. Justinus (1758)
Ältestes Gasthaus „Max“ (1744 erwähnt), seit 2004 Brauerei
  • Auf der Burg Alzenau finden im Sommer die Burgfestspiele, die AlzenauClassics und im Herbst die Fränkischen Musiktage im Rahmen des „Musikzaubers Franken“ des Bayerischen Rundfunks statt.
  • Zur Tradition der barocken Pfarrkirche St. Justinus schlagen die Alzenauer eine Brücke bis zum Jahr 834. Seinerzeit brachte der Erzbischof Otgar von Mainz die Gebeine des Heiligen Justinus aus Rom mit. Sie kamen in die Justinuskirche in Frankfurt-Höchst und von dort 1298 ins Stift St. Alban vor Mainz; ein Teil der Reliquie gelangte aber auch ins Kloster bei der Einhard-Basilika von Seligenstadt. Da die dortigen Benediktiner die alte Pfarrkirche von Wilmundsheim, die auf dem heutigen Friedhofsgelände lag, mit betreuten, wurde eine Querverbindung gezogen und der Heilige Justinus in Alzenau verehrt. Von der abgerissenen Wilmundsheimer Kirche ist nur noch ein einziges Kapitell übrig; der heutige barocke Kirchenbau am Marktplatz stammt von 1758.
  • Das 1860-62 errichtete Rathaus war als Schule geplant, wurde dann aber Königlich-Bayerisches Bezirksamt. Ein Anbau von 1974 in Buntsandstein bringt zeitgenössische Architektur mit dem klassizistischen Bau zusammen.
  • Das älteste Gasthaus der Stadt, allgemein „Max“ genannt, wurde 1744 erstmals als „Wirtshaus“ aus dem Besitz des Klosters Seligenstadt genannt; in dieser Urkunde wurde es an einen Alzenauer Wirt verkauft. Der heutige Besitzer, der das von Parthenocissus überrankte Gebäude 1995 erwarb, richtete 2004 hier ein Hotel mit kleiner Brauerei ein, die damit wirbt, Bier nach dem Reinheitsgebot von 1516 herzustellen.
  • Die Villa Meßmer beherbergt heute eine Gaststätte in einem Park mit historischem Baumbestand.
  • Der Solarparcours erläutert die Anwendungsbereiche der Photovoltaik anhand von 20 Beispielen im Innenstadtbereich (3,5 km langer Parcours) sowie außerhalb (Gesamtparcours 12 km). Bei diesem Solar-Lehrpfad handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Alzenau mit dem ortsansässigen Unternehmen Schott Solar (vormals: ASE), welches die Solarmodule in Alzenau großindustriell herstellt.
  • In Alzenau stand unweit des heutigen Maximilian-Kolbe-Hauses eine Synagoge der im Ort jahrhundertelang existierenden Jüdischen Gemeinde. Das dort aufgestellte Denkmal ruft in Erinnerung, dass das Gotteshaus zerstört und die jüdischen Einwohner zur Vernichtung deportiert wurden.[8]

[Bearbeiten] Ortsteile/Umland

Einige Fahrrad- und Wanderwege rund um Alzenau sind als Europäische Kulturwege Alzenau I, II und III (gestaltet von der Aschaffenburger Projektgruppe „Archäologisches Spessartprojekt“) eingebunden in das von 2000-2003 von der EU geförderte Projekt Pathways to Cultural Landscapes.[9] Auf diesen Routen sind die markanten Zielpunkte beschildert und dokumentiert. Beispiele:

  • Der Wallfahrtskirche Kälberau aus mehreren Bauphasen (14. bis 16. Jahrhundert) mit großem Erweiterungsbau von 1955 bis 1957 ist ein Pallottiner-Kloster angegliedert. Die Wallfahrtskirche beherbergt als Gnadenbild die Statue Maria zum rauhen Wind. Verbunden ist der Komplex mit einem 1,5 km langen Radweg zum Gedächtnis der Schmerzen Mariens zur Burg Alzenau und im weiteren Verlauf mit einem Wanderweg zum Aussichtsturm und Gastlokal auf dem Hahnenkamm (Zweiter Alzenauer Kulturweg „Wald und Wallfahrt“).
  • Im Schloss zu Wasserlos befindet sich heute das Kreiskrankenhaus.
  • Der Jüdische Friedhof zwischen Hörstein und Wasserlos ist einer der größten im Landkreis Aschaffenburg. Er wurde 1812 angelegt, im Nationalsozialismus schwer verwüstet und nach dem Zweiten Weltkrieg restauriert. Es sind 266 Grabsteine erhalten.
  • Die katholische Pfarrkirche zu Hörstein (1473) besitzt einen romanischen Wehrturm.
  • Die Burgstall Randenburg und Vergessene Burg sind zwei Bodendenkmäler aus dem Spätmittelalter.
  • Historische Weinberge erstrecken sich von Alzenau südlich über Wasserlos und Hörstein sowie nordöstlich über Michelbach und Albstadt (Thema des Ersten Alzenauer Kulturwegs „Wein und Herrschaft“).
  • Schloss Maisenhausen (1753) befindet sich in Privatbesitz im Ortsteil Albstadt.
  • Das barocke Schlösschen Michelbach (1730) ein ehemaliger adeliger Landsitz im Ortsteil Michelbach, beherbergt seit 2006 das Heimatmuseum der Stadt Alzenau.
  • Die Kirche St. Laurentius in Michelbach wurde 1777 an der Stelle eines Vorgängerbauwerks errichtet.

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

  • Gickelskerb des KTZV Hörstein (immer am letzten August Wochenende)
  • Ostereiersuchen und Kückenguggen beim KTZV Hörstein (immer am Ostermontag)
  • Orchesterkonzert des Musikvereins „Concordia“ Michelbach 1923 e. V. (Palmsonntag, Schulturnhalle Michelbach)
  • Weinfest am Park im Sommergarten des Parkhotels im Stadtteil Wasserlos jedes Jahr in der Woche von Fronleichnam
  • Wein, Käse und Blasmusik (Sonntag vor Christi Himmelfahrt, Schlösschen Michelbach)
  • Brückenfest des THW Alzenau an Fronleichnam
  • Weindorf des TV 1901 Michelbach vor dem Schlösschen am letzten Sonntag im Mai
  • Elmettsgässer Weinfest (MGV 1913 Harmonie Hörstein) am letzten Juni-Wochenende
  • Stadtfest auf dem Marktplatz und in der Innenstadt am zweiten August-Wochenende
  • Oktober-November: Fränkische Musiktage (Chor- und Kammermusik aus mehreren Jahrhunderten)
  • Melodien bei Kerzenschein in der Prischoßhalle (2. Wochenende im November)
  • Hoffest am Hotel Krone, jährlich am ersten Wochenende im September
  • Großer Weihnachtsmarkt am 1. Adventswochenende (also Anfang Dezember bzw. Ende November)
  • Michelbacher Winzerfest (September/Oktober)
  • Das „Pannfest“ ist das älteste Straßenfest im Herzen der „Pann“, dem ältesten Teil Alzenaus in der Wilmundsheimer Straße und wurde von 1978 bis 2008 gefeiert. Die Neuauflage findet nun am ersten Sonntag nach dem Schulanfang als Familienfest im Pfarrgarten am Maximilian-Kolbe-Haus statt. Der Erlös wird für soziale Zwecke in Nah und Fern gespendet. Veranstalter ist weiterhin die Kolpingsfamilie.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Ehrenbürger

Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Alzenau

[Bearbeiten] In Alzenau geboren

[Bearbeiten] Mit Alzenau verbunden

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Alzenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2007
  3. Die Unterscheidung „in Unterfranken“ wurde zur Abgrenzung von Alzenau in Schlesien, heute Polen, verwendet. Bis zum 1. Juli 1972 war sie Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.
  4. Einwohner Alzenau (Stand: 1. Mai 2009)
  5. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111121/213040&attr=OBJ&val=1528
  6. Heinrich Gottfried Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 32.
  7. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 417
  8. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 112 f.
  9. Archäologisches Spessartprojekt, eingesehen am 7. Juni 2011
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen