Andy Gibb

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Andy Gibb (* 5. März 1958 als Andrew Roy Gibb in Manchester, England; † 10. März 1988 in Oxford, England) war ein britisch-australischer Sänger.

Leben[Bearbeiten]

Andy Gibb wurde als Sohn von Hugh und Barbara Gibb geboren. Seine Mutter war Sängerin, während der Vater ein kleines Orchester leitete.[1] Seine älteren Brüder Barry, Robin und Maurice Gibb wurden als Bee Gees bekannt.

1979 hatte Andy Gibb einen Auftritt mit den Bee Gees (Spirits Having Flown Tour), jedoch war er selbst nie Mitglied der Gruppe. Stattdessen feierte er als Solosänger große Erfolge. Seinen ersten Nummer-eins-Hit in den USA hatte er 1977 mit dem von seinem Bruder Barry geschriebenen Titel I Just Want to Be Your Everything. Zwischen Mai 1977 und April 1978 schaffte er es mit insgesamt drei Liedern an die Spitze der US-Charts. Daneben war er 1978 als Gastsänger auf dem Album Thoroughfare Gap von Stephen Stills zu hören.

Grab von Andy Gibb, Forest Lawn Memorial Park Hollywood Hills, Los Angeles

In den folgenden Jahren hatte er weitere musikalische Erfolge und kam mit seiner Beziehung zu der Schauspielerin Victoria Principal in die Medien. Mitte der 1980er Jahre trennten sich die beiden, und der mittlerweile drogenabhängige Gibb wurde in die Betty-Ford-Klinik eingeliefert.

Gibb schloss Anfang 1988 einen neuen Vertrag mit der Plattenfirma Island Records. Zu den schon geplanten Aufnahmen für seine neue Platte kam es jedoch nicht mehr, da er Anfang März 1988 ins Krankenhaus eingeliefert wurde, wo er am 10. März 1988 an den Folgen einer Myokarditis starb. Er wurde auf dem Forest-Lawn-Friedhof in Hollywood beigesetzt.

Familie[Bearbeiten]

Bevor Gibb Australien verließ, hatte er seine Freundin Kim Reeder geheiratet. Als die gemeinsame Tochter, Peta Jaye, am 25. Januar 1978 geboren wurde, lebte Gibb bereits von seiner Ehefrau getrennt und ließ sich im Laufe des Jahres von ihr scheiden.[2][3] Gibb traf seine Tochter nur einmal im Jahr 1981.[4] Seine Tochter Peta J. Reeder-Gibb züchtet Staffordshire Bull Terrier und ist eine anerkannte Jurorin bei Hundeschauen in New South Wales, Australien.[5]

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[6][7][8] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1977 Flowing Rivers 19 Platin
(68 Wo.)
aufgenommen in den Criteria Studios, Miami
Produzenten: Albhy Galuten, Karl Richardson
1978 Shadow Dancing 15 Silber
(9 Wo.)
7 Platin
(43 Wo.)
aufgenommen in den Criteria Studios, Miami
Produzenten: A. Galuten, B. Gibb, K. Richardson
1980 After Dark 21 Gold
(15 Wo.)
aufgenommen in den Criteria Studios, Miami
Produzenten: A. Galuten, B. Gibb, K. Richardson

Kompilationen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[6][7][8] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1981 Andy Gibb’s Greatest Hits 46
(18 Wo.)
aufgenommen in den Criteria Studios und
den Middle Ear Studios, Miami
weitere Kompilationen
  • 1983: All About Andy Gibb
  • 1991: Andy Gibb
  • 2001: The Best of Andy Gibb: 20th Century Masters – The Millennium Collection
  • 2013: Mythology: The 50th Anniversary Collection (Box mit 4 CDs, Disc 4: Andy)

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[6][8] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1977 I Just Want to Be Your Everything
Flowing Rivers
26
(7 Wo.)
1 Gold
(31 Wo.)
Autoren: Andy Gibb, Barry Gibb
1977 (Love Is) Thicker Than Water
Flowing Rivers
1 Gold
(29 Wo.)
Autoren: Andy Gibb, Barry Gibb
1978 Shadow Dancing
Shadow Dancing
44
(4 Wo.)
42
(6 Wo.)
1 Platin
(25 Wo.)
Autoren: Andy Gibb, Bee Gees
1978 An Everlasting Love
Shadow Dancing
10
(10 Wo.)
5 Gold
(16 Wo.)
Autor: Barry Gibb
1978 (Our Love) Don’t Throw It All Away
Shadow Dancing
32
(7 Wo.)
9
(18 Wo.)
Autoren: Barry Gibb, Blue Weaver
1980 Desire
After Dark
36
(9 Wo.)
4
(15 Wo.)
Autoren: Bee Gees
1980 I Can’t Help It
After Dark
12
(13 Wo.)
mit Olivia Newton-John
Autor: Barry Gibb
1980 Time Is Time
Andy Gibb’s Greatest Hits
44
(6 Wo.)
17
(4 Wo.)
15
(17 Wo.)
Autoren: Andy Gibb, Barry Gibb
1981 Me (Without You)
Andy Gibb’s Greatest Hits
40
(8 Wo.)
Autor: Andy Gibb
1981 All I Have to Do Is Dream
All About Andy Gibb
51
(8 Wo.)
mit Victoria Principal, Autor: Boudleaux Bryant
Original: The Everly Brothers, 1958
weitere Singles
  • 1975: Words and Music
  • 1978: Why
  • 1979: Rest Your Love on Me (mit Olivia Newton-John)
  • 1982: Here Inside (mit Flower)
  • 1997: (Our Love) Don’t Throw It All Away (Live) (Bee Gees feat. Andy Gibb) (Promo)

EPs[Bearbeiten]

  • 1977: Shadow Dancing (Baile de la sombra)
  • 1979: (Our Love) Don’t Throw It All Away
  • 1980: No puedo evitarlo (mit Olivia Newton-John)

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten]

Land Silver.png Silber Gold record icon.svg Gold Platinum.png Platin Quellen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 0 4 3 riaa.com
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1 0 0 bpi.co.uk
Insgesamt 1 4 3

Quellen[Bearbeiten]

  1. Schwering, Stephan: Bee Gees. In: Pop-Archiv International 10/2001 vom 15. Oktober 2001, ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 20/2012 (abgerufen via Munzinger Online).
  2. http://www.comicgenius.com/DiscoFever/disco_profiles/andy_gibb/andy_gibb_profile.htm
  3. www.thebiographychannel.co.uk Andy Gibb
  4. Biografie bei IMDb
  5. Judges Resume - Peta Reeder-Gibb
  6. a b c Chartquellen: Singles Alben US
  7. a b The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7
  8. a b c Gold-/Platin-Datenbanken: UK US

Literatur[Bearbeiten]

  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia of Pop, Rock and Soul. 3. überarbeitete Auflage, St. Martin’s Press, New York City, 1989, S. 256–258, ISBN 0-312-02573-4.

Weblinks[Bearbeiten]