Anna Dogonadze

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Anna Dogonadze beim Empfang der Olympioniken in Hamburg, 2012

Anna-Alexandra Dogonadze[1], auch Anna Aleksandre Dogonadze[2] (georgisch ანა დოღონაძე, transkribiert Ana Doghonadse; * 15. Februar 1973 in Mzcheta, Georgische SSR), ist eine deutsche Trampolinturnerin georgischer Herkunft.

Anna Dogonadze lebt in der Nähe von Koblenz und trainierte beim MTV Bad Kreuznach. Sie ist von Beruf Diplomsportlehrerin. Dogonadze besitzt seit 1998 den deutschen Pass.

Ihr größter Erfolg war der Olympiasieg 2004 in Athen. Vier Jahre zuvor bei den Olympischen Spielen in Sydney hatte sie noch nach einer fiebrigen Erkältung das Zurückfallen vom ersten Platz im Vorkampf auf den achten Platz des Finales hinnehmen müssen. Bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 erreichte sie, durch Krankheit geschwächt, wiederum Platz 8.

Nach den Spielen legte Dogonadze eine kleine schöpferische Pause ein, fand danach jedoch in 2009 langsam wieder Anschluss an die Weltspitze. Bei den Welt-Cup Veranstaltungen in 2010 und 2011 zeigte sie mit Platzierungen unter den "TOP Ten", dass wieder mit ihr zu rechnen ist. Zusammen mit ihrer Partnerin Jessica Simon gewann sie bei den Weltmeisterschaften in Birmingham 2011 sensationell den Titel im Synchron-Wettbewerb. Bei den Europameisterschaften 2012 in St. Petersburg gewannen Dogonadze/Simon die Bronzemedaille im Synchronturnen. In der internen Ausscheidung des DTB (Olympiaqualifikation London 2012) qualifizierte sich die 39-jährige Anna Dogonadze zum vierten Mal für die Olympischen Spiele. Damit ist sie die erfolgreichste Trampolinturnerin der Welt. Bei den Spielen in London zeigte Dogonadze nochmals ihre Klasse. Das angestrebte Finale der besten Acht blieb ihr allerdings verwehrt. Trotz guter Leistung in Pflicht und Kür platzierte sie sich "nur" auf dem 10. Platz. Aufgrund der immer wieder auftretenden Rückenprobleme entschied sie sich, ihre Karriere nach dem Olympischen Wettkampf zu beenden. Der geplante Start bei den World Games 2013 in Kolumbien, zusammen mit ihrer Synchronpartnerin Jessica Simon ist somit hinfällig.

Anna Dogonadze konzentrierte sich nach der sportlichen Karriere auf ihre berufliche Weiterentwicklung. Seit dem 1. Mai 2013 war sie hauptamtliche Trainerin des MTV Bad Kreuznach und für die "Begabtenförderung Trampolin" im Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland verantwortlich. Zusammen mit ihrem langjährigen Trainer Steffen Eislöffel hatte sie den Nachwuchs betreut und zur Wettkampfreife geführt. Beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ist sie zudem als Integrationsbotschafterin tätig.

Nach nur einjähriger Tätigkeit beendete sie am 31. März 2014 überraschend ihre Trainerlaufbahn beim MTV Bad Kreuznach und dem Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland.

Im Januar 2014 wurde Anna Dogonadze als Karnevalsprinzessin von Bad Ems proklamiert. Als solche hatte sie über 60 Auftritte absolviert.[3]

Dogonadze war mit dem Trampolinturner Axel Lilkendey verheiratet. Sie ist Mutter einer Tochter.[4] Bei Wettkämpfen trug sie zeitweise den Namen Dogonadze-Lilkendey.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Olympische Spiele 2012 10. Platz
  • Olympiasiegerin 2004
  • Olympische Spiele 2000 8. Platz
  • Olympische Spiele 2008 8. Platz
  • Weltmeisterin 2001 (Einzelwettbewerb); 1998, 2011 (Synchron-Wettbewerb, mit Tina Ludwig bzw. Jessica Simon)
  • World-Games-Siegerin 2005 (Synchron-Wettbewerb, mit Jessica Simon)
  • Europameisterin 1997, 1998, 2000, 2010
  • Europameisterschaften 2012, Gewinn der Bronzemedaille, Qualifikation für die Olympischen Spiele in London
  • Deutsche Meisterin 2000, 2001, 2007
  • Deutsche Synchronmeisterin 2001, 2007
  • Deutsche Mannschaftsmeisterin mit dem MTV Bad Kreuznach 2002

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Niedersächsisches Institut für Sportgeschichte e.V.: Anna-Alexandra Dogonadze (Deutsch) In: nish.de. Abgerufen am 6. Juli 2012.
  2. Anna Dogonadzes Website: Mein ganz persönliches ABC (Deutsch) In: anna-dogonadze.de. Abgerufen am 6. Juli 2012.
  3. "Von der Trampolinkönigin zur Karnevalsprinzessin", Landesschau Rheinland-Pfalz vom 13. Januar 2014, aufgerufen am 14. Januar 2014
  4. Dem Albtraum davonspringen (Deutsch) In: welt.de. Abgerufen am 6. Juli 2012.