Koblenz

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Dieser Artikel behandelt die deutsche Großstadt Koblenz, zu weiteren Bedeutungen siehe Koblenz (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Koblenz
Koblenz
Deutschlandkarte, Position der Stadt Koblenz hervorgehoben
50.3566666666677.593888888888973Koordinaten: 50° 21′ N, 7° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Höhe: 73 m ü. NHN
Fläche: 105,02 km²
Einwohner: 109.779 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1045 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 56001–56077
Vorwahlen: 0261,
02606 (Lay)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: KO
Gemeindeschlüssel: 07 1 11 000
Stadtgliederung: 30 Stadtteile,
darunter 8 Ortsbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Willi-Hörter-Platz 1
56068 Koblenz
Webpräsenz: www.koblenz.de
Oberbürgermeister: Joachim Hofmann-Göttig (SPD)
Lage von Koblenz in Rheinland-Pfalz
Niederlande Belgien Frankreich Luxemburg Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Saarland Frankenthal (Pfalz) Kaiserslautern Koblenz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Ludwigshafen am Rhein Mainz Pirmasens Speyer Trier Worms Zweibrücken Landkreis Ahrweiler Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Landkreis Alzey-Worms Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Bernkastel-Wittlich Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Donnersbergkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Germersheim Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landkreis Mainz-Bingen Landkreis Mayen-Koblenz Neustadt an der Weinstraße Landkreis Neuwied Rhein-Hunsrück-Kreis Rhein-Lahn-Kreis Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Südliche Weinstraße Landkreis Südwestpfalz Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel WesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild
Offizielles Logo der Stadt Koblenz
Blick von der Festung Ehrenbreitstein auf Koblenz und das Deutsche Eck
Panorama der Koblenzer Innenstadt

Koblenz (mundartlich: Kowelenz) ist eine kreisfreie Stadt im nördlichen Rheinland-Pfalz. Sie ist mit rund 110.000 Einwohnern nach Mainz und Ludwigshafen am Rhein die drittgrößte Stadt dieses Landes und bildet eines seiner fünf Oberzentren. Koblenz ist Sitz des Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau, der Verwaltung des Landkreises Mayen-Koblenz, der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (bis 1999 Bezirksregierung Koblenz), des Bundesarchivs, des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz sowie der neuen Bundesoberbehörde Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr.

Die Großstadt Koblenz feierte im Jahr 1992 ihr 2000-jähriges Bestehen und gehört damit zu den ältesten Städten Deutschlands. Der ursprüngliche lateinische Name Confluentes (deutsch die Zusammenfließenden) leitete sich von der Lage der Stadt an der Mündung der Mosel in den Rhein am sogenannten Deutschen Eck ab. Bis 1926 war die Schreibweise der Stadt Coblenz. Im Jahr 1962 wurde Koblenz mit Erreichen von 100.000 Einwohnern zur Großstadt.

Teile von Koblenz gehören zum UNESCO-Welterbe. Seit 2002 ist die Stadt mit ihren Kulturdenkmälern das nördliche Tor zur Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal, das Kastell Niederberg wiederum steht seit 2005 als Teil des Obergermanisch-Rätischen Limes auf der UNESCO-Liste. Im Jahr 2011 fand in Koblenz die erste Bundesgartenschau in Rheinland-Pfalz statt.

Geographie[Bearbeiten]

Landschaften im Umkreis Mayen/Koblenz

Geographische Lage[Bearbeiten]

Koblenz liegt am „Deutschen Eck“, einer durch Mosel und Rhein gebildeten Mündungsspitze. Die nächstgelegenen Großstädte sind Bonn (etwa 60 km rheinabwärts) und Mainz (etwa 90 km rheinaufwärts). Koblenz wird begrenzt von den Ausläufern des Hunsrücks im Süden und der leicht hügeligen Landschaft des Maifeldes (Ausläufer der Eifel) im Westen. Die rechts des Rheins gelegenen Stadtteile im Osten des Stadtgebietes liegen in den Ausläufern des Westerwaldes und reichen, mit zum Teil starkem Gefälle, bis dicht an den Fluss heran.

Die zwischen Mosel und Rhein im Süden gelegenen Stadtteile sind teilweise mit üppigem Mischbaumbestand bewaldet und bilden die „Grüne Lunge“ und das Naherholungsgebiet von Koblenz. Dieser Abschnitt des Rheins gehört zum Mittelrhein.

Koblenz liegt laut Angabe des Bundesamt für Kartographie und Geodäsie auf 73 m ü. NHN.[2] Das Deutsche Eck liegt bei 64,7 m Höhe. Die höchste vollständig im Stadtgebiet gelegene Erhebung ist mit 382 m der Kühkopf im Stadtwald. Die höchste Stelle des Stadtgebietes mit 385 m befindet sich auf der Grenze zur Stadt Rhens am Nordhang des Maulbeerkopfes, dessen 395 m hoher Gipfel sich auf Rhenser Stadtgebiet befindet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Blick von der ISS auf Koblenz 2008

Die kreisfreie Stadt Koblenz grenzt an drei Kreise:

Im nahen Umfeld der Stadt befinden sich außerdem im Norden der Landkreis Neuwied sowie im Süden der Rhein-Hunsrück-Kreis.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Blick auf Güls und die Mosel

Das Stadtgebiet von Koblenz ist in 30 (statistische) Stadtteile gegliedert. Die Einteilung erfolgte im Rahmen der kleinräumigen Gliederung auf Empfehlung des Deutschen Städtetags. Eine Besonderheit bilden hierbei die Karthause, die statistisch in Karthause Nord, Karthause-Flugfeld und Karthäuserhofgelände, sowie die Südliche Vorstadt, die statistisch in Mitte und Süd untergliedert wird. Einen Beschluss des Rats der Stadt Koblenz über den Status als Stadtteil dieser statistischen Gliederungseinheiten gibt es jedoch nicht.

Neun Stadtteile bilden insgesamt acht Ortsbezirke, deren Anliegen gegenüber der Stadt durch einen Ortsbeirat und einen Ortsvorsteher vertreten werden. Die übrigen 21 Stadtteile haben keine Ortsbeiräte.

Die 30 Stadtteile von Koblenz sind Altstadt, Arenberg (Ortsbezirk zusammen mit Immendorf), Arzheim (Ortsbezirk), Asterstein, Bubenheim (Ortsbezirk), Ehrenbreitstein, Goldgrube, Güls mit Bisholder (Ortsbezirk), Horchheim, Horchheimer Höhe, Immendorf (Ortsbezirk zusammen mit Arenberg), Karthause (mit den statistischen Stadtteilen Karthause Nord, Karthause-Flugfeld und Karthäuserhofgelände), Kesselheim (Ortsbezirk), Lay (Ortsbezirk), Lützel, Metternich, Moselweiß, Neuendorf, Niederberg (mit Neudorf), Oberwerth, Pfaffendorf, Pfaffendorfer Höhe, Rauental, Rübenach (Ortsbezirk), Stolzenfels (Ortsbezirk), Südliche Vorstadt (mit den statistischen Stadtteilen Mitte und Süd) und Wallersheim.

Klima[Bearbeiten]

Klimadiagramm von Koblenz. Werte: 1978–1990

Koblenz liegt in der sogenannten gemäßigten Zone mit gemäßigt kühlem Klima und vorherrschenden Westwinden. Im westdeutschen Tiefland und im Rheingraben bringen diese Winde vom Atlantik und der Nordsee her jährlich etwa 700 mm Niederschlag. Koblenz ist mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 10,8 °C und einer jährlichen Niederschlagsmenge von 674 mm ganzjährig humid. Die Niederschläge sind niedrig. Sie liegen im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 23 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juli. Im Juli fallen 2,4-mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren stark. An 72 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert. Kältester Monat ist mit einer Temperatur von 2,7 °C der Januar, wärmster Monat der Juli mit einem Schnitt von 19,5 °C. Der Hitzerekord liegt bei 39,4 °C und wurde am 18. Juni 2002 in Koblenz gemessen.[3] Aufgrund seiner Lage im Tal der umgebenden Mittelgebirge Eifel, Hunsrück und Westerwald, bildet sich in Koblenz oftmals ein „Kesselklima“ aus, das im Sommer im Vergleich zum Umland oftmals recht schwül ist. In den Herbst- und Wintermonaten sind zähe Nebellagen keine Seltenheit, während auf den Höhen der Mittelgebirge wolkenfreier Himmel herrscht.[4]


Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Koblenz
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) 2,7 3,3 6,8 9,8 14,6 17,4 19,5 19,1 15,2 10,6 6,1 3,9 Ø 10,8
Niederschlag (mm) 45 38 48 48 62 74 75 63 57 55 55 54 Σ 674
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Geschichte[Bearbeiten]

Zugehörigkeit von Koblenz: Rheinland-Pfalz Preußen Frankreich Kurtrier Erzstift Trier Ostfränkisches Reich Lotharingien Fränkisches Reich Römisches Reich

Das zerstörte Koblenz 1945

Die Geschichte der Stadt Koblenz ist sehr wechselhaft und gekennzeichnet von kriegerischen Auseinandersetzungen bei zahlreichen Grenzkonflikten sowie einem großen baulichen Wandel. Bereits seit der Steinzeit ist das Gebiet von Koblenz besiedelt. Die Römer bauten hier erstmals eine befestigte städtische Siedlung. Es entstanden im heutigen Altstadtkern das Kastell Confluentes zur Sicherung der Rheinstraße MainzKölnXanten und in Niederberg das Kastell Niederberg zur Sicherung des Limes sowie erste Brücken über Rhein und Mosel. Koblenz gehört somit zu den ältesten Städten Deutschlands. Nach dem Rückzug der römischen Truppen im 5. Jahrhundert wurde Koblenz von den Franken erobert, die hier einen Königshof begründeten. In der 836 geweihten Kastorkirche fanden 842 Verhandlungen zwischen den drei Enkeln Karls des Großen statt, die schließlich zur Teilung des Fränkischen Reichs im Vertrag von Verdun 843 führten.

In der folgenden Herrschaft der Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier blühte Koblenz weiter auf und es entstand eine Vielzahl von kulturellen Schätzen in Form von Kirchen, Schlössern und Festungsanlagen. Aus der auf dem Ehrenbreitstein um 1020 erbauten Burg entstand nach und nach die Festung Ehrenbreitstein. In unsicheren Zeiten wurden in dieser sichersten Burg des Kurstaats die größten Heiligtümer aufbewahrt. Im 12. Jahrhundert erbauten die Erzbischöfe von Trier die Florins- und die Liebfrauenkirche. Im 13. Jahrhundert entstanden die Burg Stolzenfels als kurtrierische Zollburg am Rhein sowie die Alten Burg als eine Zwingburg gegen die nach mehr Unabhängigkeit strebenden Bürger. Im folgenden Jahrhundert wurde mit Bau der Balduinbrücke erstmals wieder seit den Römern ein fester Moselübergang ermöglicht. Im Dreißigjährigen Krieg verlegte Kurfürst Philipp Christoph von Sötern seinen Amtssitz von Trier in das neu erbaute Schloss Philippsburg am Fuße des inzwischen zur Festung ausgebauten Ehrenbreitsteins. Im Jahre 1786 zog Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen in das Kurfürstliche Schloss nach Koblenz um. Von hier regierte er den Kurstaat bis zu seinem Ende 1794 als das Land und Koblenz von der französischen Revolutionsarmee erobert wurden.

Die folgende französische Zeit prägte Koblenz (frz. Coblence) weit über deren Ende hinaus. Es entstand der Begriff des Schängel, mit dem bis heute jeder bezeichnet wird, der in Koblenz geboren ist. Im Frieden von Lunéville fiel Koblenz 1801 auch formal an Frankreich und wurde Hauptstadt des französischen Département de Rhin-et-Moselle. Das Ende dieser französischen Zeit kam 1814 mit der Besetzung von Koblenz durch russische Truppen.

Durch den Wiener Kongress 1814/15 gingen die rheinischen Besitztümer des Trierer Kurstaates und damit auch Koblenz auf das Königreich Preußen über. Die Stadt, zunächst Sitz des Oberpräsidiums der Provinz Großherzogtum Niederrhein, später Hauptstadt der preußischen Rheinprovinz, wurde als Festung Koblenz zu einem der stärksten Festungssysteme in Europa ausgebaut. Im 19. Jahrhundert entstanden nicht nur mächtige Festungswerke in Koblenz, so wurde auch das Schloss Stolzenfels neu aufgebaut und den Rhein überquerte nun eine Schiffbrücke. Die erste Eisenbahn fuhr 1858 über die neu erbaute Moseleisenbahnbrücke in Koblenz ein. Mit dem folgenden Ausbau des Eisenbahnnetzes entstanden mit Bau der Pfaffendorfer Brücke, der Gülser Eisenbahnbrücke und der Horchheimer Eisenbahnbrücke weitere Überquerungen über Rhein und Mosel. Wegen der fortschreitenden Kriegstechnik verloren die Festungen ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an Bedeutung. Seit 1890 brach man die Stadtbefestigung vollständig ab und das Siedlungsgebiet konnte nun erstmals über die engen Stadtgrenzen hinaus erweitert werden. Nach dem Tode Kaiser Wilhelms I., der mit seiner Gattin Augusta lange in Koblenz lebte, wurde an der Moselmündung 1897 zu seinen Ehren das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Deutschen Eck in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht.

Das 20. Jahrhundert war von großen baulichen Veränderungen sowie einer erheblichen Erweiterung des Siedlungsgebiets geprägt. So wurde an Stelle des ehemaligen Löhrtors 1903 die Herz-Jesu-Kirche eingeweiht. Bereits ein Jahr zuvor wurde in der neuen südlichen Vorstadt ein prächtiger Hauptbahnhof fertig gestellt. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde Koblenz erst von amerikanischen und dann von französischen Truppen besetzt. Im Jahre 1932 begann der völlige Umbau der Pfaffendorfer Brücke, aus der ein kompletter Neubau zu einer Straßenbrücke hervorging. Zwei Jahre später folgte die Einweihung einer neuen Moselüberquerung, da die Balduinbrücke dem wachsenden Verkehrsaufkommen nicht mehr genügte.

Einschneidend waren im Zweiten Weltkrieg die Luftangriffe auf Koblenz, bei denen die Stadt zu 87 % zerstört wurde. 1944 legten Lancaster-Bomber der britischen Royal Air Force das Zentrum von Koblenz in Schutt und Asche. Am 18. und 19. März 1945 nahm die 87. US-Infanteriedivision der US Army Koblenz ein.[5] Langsam erholte sich die Stadt von den Kriegsereignissen, das historische Stadtbild bleibt aber teilweise verloren. In der Nachkriegszeit kam Koblenz zur Französischen Besatzungszone und war Schauplatz der Gründung des Landes Rheinland-Pfalz. Auf der Rittersturz-Konferenz 1948 in Koblenz wurde eine der grundsätzlichen Entscheidungen für den Zusammenschluss der drei westlichen Besatzungszonen („Trizone“) zur Bundesrepublik Deutschland und damit für die einstweilige Trennung von der Sowjetzone getroffen. Infolge der westdeutschen Wiederbewaffnung seit Mitte der 1950er Jahre erhielt Koblenz erneut eine sehr große deutsche Garnison. Die letzten Teile der französischen Garnison zogen 1969 ab. Koblenz überschritt 1962 die Marke von 100.000 Einwohnern und wurde damit Großstadt. Ein großes Brückenbauprojekt wurde mit Vollendung der Südbrücke 1975 abgeschlossen. Beim Bau der Rheinbrücke kam es zu zwei tragischen Unfällen, bei denen 19 Arbeiter den Tod fanden. Im Jahr 1992 konnte die Stadt Koblenz den 2000. Jahrestag der Stadtgründung feiern.

Am 4. Dezember 2011 mussten etwa 45.000 Bewohner ihre Wohnungen verlassen. Der Grund für die umfangreichste Evakuierung einer deutschen Großstadt seit 1945 war der Fund einiger Kampfmittel, darunter eine britische Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg.[6]

Stadtansicht nach Braun und Hogenberg 1572

Religionen[Bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten]

In Koblenz leben 55.973 katholische und 20.243 evangelische Christen (Stand Juni 2011).

Katholisch[Bearbeiten]

Die Katholiken sind in Koblenz in 15 römisch-katholischen Pfarreiengemeinschaften organisiert und gehören zum Dekanat Koblenz innerhalb der Region Koblenz in der Diözese Trier.

Eine Vielzahl katholischer Vereine wie der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), der Leseverein, das Kolpingwerk mit dem Kolpinghaus, die DJK, Jugendverbände (Pfadfinder, KSJ, KaJu) und Einrichtungen wie die Caritas mit ihren vielfältigen sozialen Einrichtungen und Aktivitäten prägen das gesellschaftliche Leben in Koblenz mit. Eine der drei Bischöflichen Pressestellen befindet sich in Koblenz (neben Trier und Saarbrücken).

Evangelisch[Bearbeiten]

Durch die Zugehörigkeit zum Erzstift Trier wurde die Stadt über Jahrhunderte von katholischen Erzbischöfen regiert. Während der Reformationszeit gab es lediglich einige wenige protestantische Gemeindemitglieder in benachbarten Gemeinden. Durch das im Jahr 1784 durch den Trierer Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen erlassene Toleranzedikt wurden reiche Protestanten offiziell geduldet und ihr Zuzug gestattet. 1802 erhielten diese die Kapelle des ehemaligen Dominikanerinnen-Klosters St. Martin in der Görgengasse als Gottesdienstraum. Als Koblenz 1815 Hauptstadt der preußischen Rheinprovinz wurde, nahm die Zahl protestantischer Gemeindemitglieder stärker zu.1818 wies ihnen Friedrich Wilhelm III. die schon früher säkularisierte Florinskirche zu, die er gegen Entschädigung aus städtischem Besitz enteignet hatte.

Im Jahre 1902 erbauten sie sich schließlich die Christuskirche. Heute gehören die evangelischen Kirchengemeinden – sofern sie nicht einer Freikirche angehören – zum Kirchenkreis Koblenz der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Weitere christliche Religionsgemeinschaften[Bearbeiten]

In Koblenz gibt es eine Reihe weiterer Christlicher Gemeinschaften. Diese sind u. a. die Alt-Katholische Pfarrgemeinde St. Jakobus, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptistengemeinde), die Freie Christengemeinde/Christuszentrum, die Assemblée Évangelique de Koblenz, die Evangelische Stadtmission, die Freie evangelische Gemeinde, die Rumänisch Orthodoxe Kirchengemeinde Epiphania und die Neuapostolische Gemeinde.

Altkatholiken: In der St.-Jakobus-Kapelle Am Alten Hospital feiert die alt-katholische Pfarrgemeinde ihre Gottesdienste.

Die christlichen Konfessionen und Gemeinschaften vertreten ihre gemeinsamen Interessen in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Koblenz.

Klöster und Orden in Koblenz[Bearbeiten]

Im Ortsteil Arenberg steht das Kloster Arenberg, in dem die Arenberger Dominikanerinnen (Schwestern der heiligen Katharina von Siena) zu Hause sind. In den Pfarrer-Kraus-Anlagen zwischen Arenberg und Immendorf wurde von 1845 bis 1860 durch Pfarrer Johann Baptist Kraus die Landschaftsbilderbibel Die heiligen Orte zu Arenberg, genannt Roter Hahn geschaffen, die seit 1987 unter Denkmalschutz steht. In Pfaffendorf steht das Kloster Bethlehem der Klarissen-Kapuzinerinnen von der Ewigen Anbetung. Gegründet 1904 durch Mutter M. Ignatia von Herling wurde es 1944 zu zwei Dritteln zerstört und wird erst seit 1953 von den Schwestern wieder bewohnt. Im Ortsteil Ehrenbreitstein befindet sich seit 1628 das Kapuzinerkloster Koblenz. Im ehemaligen Jesuitenkloster am Jesuitenplatz lebt eine Gemeinschaft der Arnsteiner Patres. Im Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur und dessen Vorläufern arbeitet seit über 150 Jahren die Kongregation der Schwestern vom Heiligen Geist.

Judentum[Bearbeiten]

Denkmal an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden auf dem Jüdischen Friedhof

Unter französischer Herrschaft wurde 1808 das Consistoire Koblenz geschaffen, das die inneren Angelegenheiten der jüdischen Glaubensgemeinschaft regelte. Die Koblenzer Synagoge befand sich seit 1851 im vom Koblenzer Baumeister von Lassaulx umgebauten Bürresheimer Hof, einem Adelshof aus dem Jahre 1660. In der Reichspogromnacht vom 9./10. November 1938 wurde die Einrichtung völlig verwüstet, genau so wie der Jüdische Friedhof im Stadtteil Rauental.

In der dortigen 1925 errichteten Trauerhalle wurden aber noch bis zur Deportation Gottesdienste gehalten. Nach dem Kriege wurde diese Halle von französischen Soldaten wieder hergerichtet und dient seither als Synagoge und Gemeindehaus der kleinen Gemeinde. Der im Krieg zerstörte Bürresheimer Hof wurde in seiner barocken Form wieder aufgebaut und dient als Bücherei. Innerhalb der Bücherei wurde ein Gedenkraum für die Opfer des Nationalsozialismus eingerichtet. Am Gebäude befindet sich eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Synagoge.

Islam[Bearbeiten]

Moscheen betreiben die Islamverbände Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion / DITIB (Emir Sultan Camii), der Verband der Islamischen Kulturzentren / VIKZ (Süleymaniye Camii), die Islamisch Bosnische Gemeinschaft e. V. (Bosnische Moschee) und die pakistanische Gemeinschaft Pak Dar-ul-Islam e. V. (Aqsa-Moschee).

Im Mai 2004 wurde im Stadtteil Lützel die Tahir-Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat eröffnet. Dies ist der erste repräsentative islamische Sakralbau in Koblenz.

Sakralbauten[Bearbeiten]

Koblenzer Altstadt: Florinskirche (links), Liebfrauenkirche (rechts) und im Hintergrund die Basilika St. Kastor

Das älteste Kirchengebäude von Koblenz ist die von 817 bis 836 errichtete Basilika St. Kastor in der Koblenzer Altstadt. Diese Kirche, in der deutsche Geschichte gemacht wurde, ist wegen ihres umfassend erhaltenen romanischen Baubestandes und der zum großen Teil überlieferten Ausstattung sehenswert. Weitere bedeutende Kirchengebäude in der Altstadt sind die kath. Liebfrauenkirche und die ev. Florinskirche. Die beiden Kirchen gehen auf das 12. Jahrhundert zurück und beherrschen das Stadtbild von Koblenz. Die kath. Jesuitenkirche eines ehemaligen Jesuitenkollegs aus dem 17. Jahrhundert ist der vierte Kirchenbau im Altstadtbereich.

Mit Aufgabe der Stadtbefestigung und der folgenden Stadterweiterung nach Süden Ende des 19. Jahrhunderts entstanden die kath. Herz-Jesu-Kirche am ehemaligen Löhrtor, die kath. Kirche St. Josef in der neuen Südlichen Vorstadt und die Christuskirche, der erste evangelische Kirchenbau in Koblenz, am Friedrich-Ebert-Ring.

Seit dem Mittelalter gibt es eine jüdische Gemeinschaft in Koblenz. Eine Synagoge bestand bis zu ihrer Zerstörung in der Pogromnacht von 1938 im „Bürresheimer Hof“ im Herzen der Altstadt. Seit dem Zweiten Weltkrieg dient die ehemalige Friedhofshalle am jüdischen Friedhof im Rauental der jüdischen Kultusgemeinde als Gebetshaus.

Im Jahre 2004 wurde in Lützel die Tahir-Moschee (Moschee des Reinen), der erste muslimische Sakralbau, errichtet; 2012 im gleichen Stadtteil die Aqsa-Moschee.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Ehemals selbstständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Koblenz eingegliedert wurden:

Jahr Orte Zuwachs
in ha
Jahr Orte Zuwachs
in ha
1. Juli 1891 Neuendorf mit Lützel 547 7. Juni 1969 Kesselheim 484
1. April 1902 Moselweiß 382 7. Juni 1969 Kapellen-Stolzenfels 248
1. Oktober 1923 Wallersheim 229 7. November 1970 Arenberg-Immendorf 900
1. Juli 1937 Ehrenbreitstein 120 7. November 1970 Arzheim 487
1. Juli 1937 Horchheim 772 7. November 1970 Bubenheim 314
1. Juli 1937 Metternich 483 7. November 1970 Güls mit Bisholder 795
1. Juli 1937 Niederberg 203 7. November 1970 Lay 249
1. Juli 1937 Pfaffendorf mit Asterstein 369 7. November 1970 Rübenach 1288

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in Koblenz

Durch zahlreiche Eingemeindungen verdoppelte sich die Bevölkerung der Stadt von 45.000 im Jahre 1900 auf 91.000 im Jahre 1939. Im Zweiten Weltkrieg verlor Koblenz aufgrund der fast vollständigen Zerstörung der Stadt rund 80 % seiner Einwohner. Im April 1945 wurden im gesamten Stadtgebiet 19.076 Kartenempfänger durch das Ernährungsamt ermittelt. 1958 erreichte die Bevölkerungszahl wieder den Vorkriegsstand. 1961 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, was sie zur Großstadt machte.

Am 7. November 1970 stieg die Bevölkerungszahl der Stadt durch die Eingemeindung mehrerer Ortschaften um knapp 20.000 Personen auf rund 120.000 Einwohner – historischer Höchststand. 2004 betrug der Anteil der nichtdeutschen Bewohner an der Gesamtbevölkerung nach Angaben der Stadtverwaltung 9,3 % (10.021 Personen). Den größten Anteil daran stellen Mitbürger aus der Türkei (1.963), der Ukraine (872), Serbien und Montenegro (785) sowie Russland (711). Ende Juni 2005 lebten in Koblenz nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz 106.501 Menschen mit Hauptwohnsitz. Danach vor allem nach Abschluss der Bundesgartenschau 2011 stieg die Einwohnerzahl wieder stetig an und überschritt am 31. Mai 2014 die 110.000er Marke, so hoch wie seit 1992 nicht mehr.[7]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter[8] beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1469 1.193
1663 1.409
1778 7.475
1800 7.992
1808 11.077
1812 11.793
1820 11.324
1836 13.307
1. Dezember 1840 ¹ 18.387
3. Dezember 1846 ¹ 19.475
3. Dezember 1852 ¹ 22.033
3. Dezember 1861 ¹ 22.175
1. Dezember 1871 ¹ 24.902
1. Dezember 1875 ¹ 29.300
Jahr Einwohner
1. Dezember 1880 ¹ 30.500
1. Dezember 1885 ¹ 31.669
1. Dezember 1890 ¹ 32.664
2. Dezember 1895 ¹ 39.639
1. Dezember 1900 ¹ 45.147
1. Dezember 1905 ¹ 53.897
1. Dezember 1910 ¹ 56.487
1. Dezember 1916 ¹ 49.421
5. Dezember 1917 ¹ 50.067
8. Oktober 1919 ¹ 56.676
16. Juni 1925 ¹ 58.161
16. Juni 1933 ¹ 65.257
17. Mai 1939 ¹ 91.098
31. Dezember 1945 47.982
Jahr Einwohner
29. Oktober 1946 ¹ 52.414
13. September 1950 ¹ 66.444
25. September 1956 ¹ 84.275
6. Juni 1961 ¹ 99.240
31. Dezember 1965 103.425
27. Mai 1970 ¹ 101.374
31. Dezember 1973 120.564
31. Dezember 1975 118.394
31. Dezember 1980 113.676
31. Dezember 1985 110.843
25. Mai 1987 ¹ 108.246
31. Dezember 1990 108.733
31. Dezember 1995 109.219
31. Dezember 2000 107.950
Jahr Einwohner
30. Juni 2005 106.501
31. Dezember 2006 106.421
31. Dezember 2010 106.501
31. Mai 2013 109.209
31. Mai 2014 110.002

¹ Volkszählungsergebnis

Politik[Bearbeiten]

An der Spitze der Stadt Koblenz stand in kurfürstlicher Zeit der Schultheiß, der ab 1253 unmittelbarer landesherrlicher Beamter wurde. Daneben gab es einen Rat der Stadt, der im 16. Jahrhundert einem Amtmann unterstand. Ende des 18. Jahrhunderts, als die Stadt französisch besetzt wurde, erhielt sie die Mairieverfassung mit einem Maire an der Spitze. Koblenz war auch Sitz des Präfekten des Département de Rhin-et-Moselle. Nach dem Übergang an Preußen 1815 leitete ein Oberbürgermeister die Stadtverwaltung. Die Stadt wurde Sitz der Rheinprovinz, an deren Spitze der Oberpräsident stand. Ferner wurde sie Sitz des Landkreises Koblenz. 1856 wurde die preußische Städteordnung eingeführt. Bis zu diesem Zeitpunkt gehörten auch die Gemeinden Neuendorf, Moselweiß und Kapellen-Stolzenfels zur Bürgermeisterei Koblenz. Zum 1. Oktober 1887 wurde Koblenz eine kreisfreie Stadt, was sie bis heute auch im Land Rheinland-Pfalz ist. Lange Jahre war der Königsstuhl von Rhens der Ort, an dem die Koblenzer Bürgermeister ihre Amtskette überreicht bekamen.

Stadtrat[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Rat der Stadt Koblenz 2014

Der Stadtrat von Koblenz besteht aus 56 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern und dem hauptamtlichen Oberbürgermeister als Vorsitzenden. Die Ratsmitglieder werden alle fünf Jahre neu gewählt. Die letzten Stadtratswahlen fanden am 25. Mai 2014 statt.

Die Sitzverteilung und Wahlbeteiligung der letzten Stadtratswahlen lauten wie folgt:

Wahljahr CDU SPD Grüne FDP FBG Linke BIZ AfD SfK Gesamt Wahlbeteiligung
(in Prozent)
2014[9][10] 21 14 8 2 3 2 3 2 1 56 47,8
2009 19 14 6 5 5 1 6 56 45,3
2004 25 17 5 4 5 56 48,3
1999[11] 29 20 3 2 2 56 53,2
1994 24 23 5 2 2 56 68,2
Anmerkungen:
FBG = Freie Bürgergruppe Koblenz
SfK = Schängel für Koblenz

Stadtoberhäupter seit 1801[Bearbeiten]

Joachim Hofmann-Göttig, Oberbürgermeister seit 2010

Die Amtsbezeichnung für das Stadtoberhaupt lautet Oberbürgermeister, da Koblenz eine kreisfreie Großstadt ist. Der Oberbürgermeister wird von den Bürgern in einer Direktwahl für acht Jahre gewählt. Die letzte Wahl des Oberbürgermeisters fand (zeitgleich zur Bundestagswahl) am 27. September 2009 statt. In das Amt wurde mit 54,4 Prozent Joachim Hofmann-Göttig, als unabhängiger Kandidat der SPD, gewählt. Er setzte sich damit gegen seinen Konkurrenten Peter Labonte (CDU), Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein, durch. Dienstantritt des neugewählten Oberbürgermeisters war der 1. Mai 2010.[12]

Maire Oberbürgermeister

Stadtvorstand[Bearbeiten]

Der Stadtvorstand setzt sich zusammen aus dem Oberbürgermeister und den drei Beigeordneten (Bürgermeister, Kulturdezernent und Baudezernent), womit alle vier Dezernate der Stadtverwaltung im Stadtvorstand repräsentiert sind. Den Vorsitz im Stadtvorstand führt der Oberbürgermeister, der als einziger in einer Urwahl bestimmt wird. Die Beigeordneten hingegen werden vom Stadtrat gewählt. Seit 2007 heißt die Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein (CDU). Das Kulturdezernat wird bereits seit 1999 von Detlef Knopp (Grüne) geführt und Martin Prümm (CDU) leitet seit 2001 das Baudezernat.

Symbolik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Koblenz
Blasonierung:

„In Silber ein durchgehendes rotes Balkenkreuz, belegt mit einer goldenen Krone mit drei langstieligen rautenkleeblättrigen Zinken.“

Beschreibung:

Die Stadtfarben sind Rot-Weiß.
Das heutige Wappen taucht erstmals im 14. Jahrhundert auf. Das Kreuz auf silbernem Grund steht für das Wappen des Erzbistums Trier, dem Koblenz seit 1018 angehörte und dessen Residenzstadt Koblenz-Ehrenbreitstein etwa 1629 bis 1786 sowie Koblenz von 1786 bis 1794 war. Die auf den Kreuzungspunkt des Kreuzes gelegte goldene Krone ist das lokale Wappensymbol und steht für die Himmelskönigin Maria, die Schutzpatronin der Stadt, der die Stadtpfarrkirche „Unserer lieben Frau“ geweiht ist.

Partnerstädte von Koblenz

Im Jahr 1810 erhielt die Stadt ein neues Wappen, das jedoch offenbar nie zur Anwendung kam. Ab 1814 führte Koblenz definitiv wieder das vertraute Wappen.

In der Zeit, in der Koblenz eine königlich-preußische Residenzstadt war (1850–1918), fand auch eine Variante des bis heute üblichen Wappens Verwendung; bei ihr war eine zweite, königliche Krone über das Wappen gesetzt.

Siehe auch: Wappen von Koblenz

Partnerstädte[Bearbeiten]

Koblenz unterhält Städtepartnerschaften weltweit bisher zu acht Städten:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Theater Koblenz

Museen[Bearbeiten]

Das Forum Confluentes beherbergt seit 2013 das Mittelrhein-Museum, die Stadtbibliothek und das Romanticum

Musik[Bearbeiten]

Koblenz ist bekannt für eine sehr aktive alternative Musikszene, aus der unter anderem Bands und Projekte wie Blackmail, KEN, Scumbucket, Mill und The Grimes hervorgingen.

Das international bekannte Festival für klassische Gitarre Koblenz International Guitar Festival & Academy findet seit 1993 in Folge statt. Den Besucher erwarten Konzerte, Meisterkurse, Workshops, Vorträge sowie der Gitarrenwettbewerb Koblenz International Guitar Competition „Hubert Käppel“.

Koblenz ist darüber hinaus Sitz eines der drei rheinland-pfälzischen Landesorchester, dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie. Das Orchester, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1654 zurückreichen, spielt in Koblenz u. a. jährlich acht große Sinfoniekonzerte in der Rhein-Mosel-Halle, die vom Musik-Institut Koblenz veranstaltet werden. Eigene Konzertveranstaltungen finden im Görreshaus in der Koblenzer Altstadt statt. Das Görreshaus ist Proben- und Konzertsaal des Orchesters und zählt mit seinem historischen Görressaal zu den schönsten Profanbauten am Mittelrhein. Seit 1945 bestreitet die Rheinische Philharmonie alle Opernproduktionen des Theaters Koblenz.

Der Verein der Freunde und Förderer – Alte Musik am Mittelrhein e. V. fördert und organisiert Konzerte mit Alter Musik unter Berücksichtigung der historischen Aufführungspraxis. Die Cappella Confluentes und das Ensemble Cappella Musica Sacra spielen Alte Musik auf Originalinstrumenten der jeweiligen Zeit oder auf originalgetreuen Nachbauten.

Seit 1964 gibt es in Koblenz ebenfalls den Fanfarenzug Koblenz-Karthause, der 2007 die Landesmeisterschaft des Landesverbandes für Spielmannswesen nach Koblenz holte. Hier gelang es ihm, eine Silbermedaille zu erspielen. Somit kam der Vize-Rheinland-Pfalz Meister in der Naturtonklasse aus Koblenz. Im Jahr 2009 fand diese Veranstaltung erneut in Koblenz statt.

Schlösser und Burgen[Bearbeiten]

Deutsches Eck im Vordergrund, im Hintergrund die Festung Ehrenbreitstein
Ehemalige preußisches (Bezirks-) Regierungsgebäude in den Rheinanlagen in Koblenz, heute Sitz des BAAINBw
Münzplatz
Historiensäule auf dem Görresplatz

Ehemalige Burgen:

  • Burg Helfenstein: Verschwundene Höhenburg auf dem Ehrenbreitstein, die um 1160 errichtet wurde.
  • Burg Mühlenbach: Verschwundene Niederungsburg im Stadtteil Arenberg, die um 1300 errichtet wurde. Erhalten geblieben ist noch der Hauptturm der ehemaligen Burganlage.

Ehemalige Schlösser:

  • Schloss Philippsburg: Im 17. Jahrhundert verlegte Kurfürst Philipp Christoph von Sötern den Regierungssitz von Trier an den Rhein, in den Schutz der sichersten Festung des Kurfürstentums. Nachdem französische Revolutionstruppen Koblenz erobert hatten, sprengten diese 1801 die Festung Ehrenbreitstein. Dabei wurde das Schloss so in Mitleidenschaft gezogen, dass es abgebrochen werden musste.
  • Schloss Schönbornslust: Ehemaliges Jagdschloss in Kesselheim, erbaut 1748–1752 von Kurfürst Franz Georg von Schönborn. Im Zuge der Eroberung durch die französischen Revolutionstruppen 1794 zerstört und schließlich 1806 vollständig abgebrochen.

Festungen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Festung Koblenz

In Koblenz sind einige der preußischen Festungsanlagen aus dem 19. Jahrhundert erhalten geblieben. Die Preußen bauten damals die Stadt als eines der umfangreichsten Festungssysteme Europas aus. Bis heute thront die Festung Ehrenbreitstein als Nachfolgebau der kurfürstlichen Befestigung über dem Rheintal und ist als einzige der damaligen Anlagen fast vollständig erhalten geblieben. Weitere Bauten der Festung Koblenz sind zum Teil erhalten geblieben, so auf der Karthause das Fort Großfürst Konstantin, auf dem Asterstein das Fort Asterstein und die Feste Kaiser Franz in Lützel.

Profane Bauwerke[Bearbeiten]

Denkmäler[Bearbeiten]

Plätze[Bearbeiten]

Friedhöfe[Bearbeiten]

Denkmal für die deutschen Veteranen der Armee Napoleons auf dem Hauptfriedhof

Im Koblenzer Stadtgebiet gibt es 22 Friedhöfe:

Der 1821 begründete zentrale Friedhof in der Goldgrube am Nordhang zur Karthause gelegen hat den Charakter eines Landschaftsparks. Er ist Ruhestätte einiger bedeutender Personen.

  • Kleinere Friedhöfe befinden sich in vielen Koblenzer Stadtteilen.
  • Im Stadtteil Rauental befindet sich der jüdische Friedhof von Koblenz.

Parks[Bearbeiten]

Das Kaiserin-Augusta-Denkmal in den Rheinanlagen von Koblenz

Die deutsche Kaiserin Augusta ließ ab 1856 in Koblenz die Rheinanlagen als Park gestalten. Sie war auch Gönnerin des katholischen Pfarrers Kraus und unterstützte seine Bestrebungen im Stadtteil Arenberg die heute nach ihm benannten Pfarrer-Kraus-Anlagen, eine Landschaftsbilderbibel, zu schaffen. Im Stadtteil Lützel befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Bubenheimer Flesche der Lützeler Volkspark.

Die Stadt Koblenz war Austragungsort der Bundesgartenschau 2011. Der Bereich um das Deutsche Eck, das Kurfürstliche Schloss und die Festung Ehrenbreitstein waren Teil des Veranstaltungsgeländes. Auf dem Platz vor der Festung entstand ein großzügiger Landschaftspark mit einer hölzernen Aussichtsplattform. Um das Gelände am Deutschen Eck mit dem Plateau vor der Festung Ehrenbreitstein zu verbinden, wurde mit der Rheinseilbahn die größte Luftseilbahn Deutschlands errichtet. Nach Verlautbarung der Landesregierung war die Bundesgartenschau 2011 die größte Veranstaltung in der Geschichte von Rheinland-Pfalz. Mit einer erreichten Besucherzahl von über 3,5 Millionen Menschen war sie die erfolgreichste Bundesgartenschau seit Einführung des elektronischen Zählsystems im Jahr 1997.[13]

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

In Koblenz befinden sich die Naturschutzgebiete Eiszeitliches Lößprofil im Stadtteil Metternich und Tongrube auf Escherfeld im Stadtteil Horchheimer Höhe.

Sport[Bearbeiten]

Der Sportpark Oberwerth mit dem Stadion und der Conlog Arena 2011

Es gibt rund 150 Koblenzer Sportvereine mit insgesamt 42.000 Mitgliedern; etwa 50 verschiedene Sportarten werden angeboten. Rollstuhltanz beispielsweise kann man in der Rollstuhl-Sportgemeinschaft (RSG) Koblenz e. V. ausüben.[14]

Bedeutendster Club ist die TuS Koblenz. Der Fußballverein stieg mit Trainer Milan Šašić in den Jahren 2003 bis 2006 von der Oberliga Südwest über die Regionalliga Süd in die 2. Fußball-Bundesliga auf. Heimstätte des Clubs ist das Stadion Oberwerth, mit Platz für 9500 Zuschauer, die größte Koblenzer Sportstätte. Die Sportschule Oberwerth steht als Ausbildungs- und Tagungszentrum in unmittelbarer Nähe des Stadions Oberwerth Vereinen und anderen Verbänden zur Verfügung.

Der Standort Koblenz ist Olympiastützpunkt für die Sportarten Fechten und Rudern. Die Stadt war mehrfach Etappenstation der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt sowie 1992 Etappenziel der Tour de France. Koblenz ist außerdem Ziel des Mittelrhein-Marathon, der von Oberwesel bis ans Deutsche Eck führt. Der Koblenzer Stadtwald wird für sportliche Aktivitäten verschiedenster Art genutzt und entlang der rechten Rheinseite führt der Wanderweg Rheinsteig durch Koblenz.

In Koblenz gibt es fünf Schwimmbäder, das Beatusbad in der Goldgrube, das Schulbad auf der Karthause, das Freibad auf dem Oberwerth, das Freibad in Stolzenfels und ein Soldatenbad in der Falckenstein-Kaserne in Lützel. Das Stadtbad in der Altstadt wurde 2012 geschlossen und soll abgerissen werden.

Weitere große Sportvereine in Koblenz Sportart Gründung Mitglieder
Aero-Club Koblenz e. V. Segelflug, Motorflug/Motorsegler, Ultraleichtflug 1951 200
Coblenzer Turngesellschaft 1880 e. V. American Football, Cheerleading, Fechten, Gerätturnen, Kickboxen,
Leichtathletik, Rhythmische Sportgymnastik,
1880 1700
Koblenzer Ruderclub Rhenania 1877/1921 e. V. Rudern, Tennis, Volleyball 1877 / 1921  ?
Königsbacher SC Koblenz e. V. Fechten 1952  ?
Kunstturnvereinigung Koblenz e. V. Kunstturnen 60
Post-Sportverein Koblenz e. V. Basketball, Faustball, Fotografieren,
Gymnastik, Kanu, Rudern, Schwimmen,
Seniorensport, Skifahren, Tennis, Segeln
1931  ?
Schwimmclub Poseidon Koblenz e. V. Schwimmen, Triathlon, Wasserball 1920 1400
SRL Triathlon Koblenz e. V. Triathlon 1985 150
Tennisclub Oberwerth Koblenz e. V. Tennis 1892  ?
TTC Olympia Koblenz e. V. 1953 Tischtennis 1953 82
Turnverein 1891 Moselweiss e. V. Breitensport, Handball, Tischtennis, Turnen 1891  ?
Turn- und Sportfreunde Rot-Weiß Koblenz e. V. Badminton, Behindertensport, Boule, Boxen,
Faustball, Fußball, Hockey, Judo, Karate, Kendo,
Leichtathletik, Präventionssport, Skifahren,
Tischtennis, Turnen, Volleyball
1947 1800

Koblenzer Dialekt[Bearbeiten]

Der in Koblenz gesprochene Dialekt, das sogenannte Kowelenzer Platt, gehört zum Moselfränkischen. Er unterscheidet sich von anderen rheinischen Dialekten vor allem im Tonfall. Dem singenden, ja melodischen Sprechen der nördlichen Rheinländer steht eine ebene Tonlage mit einer besonderen Vorliebe für breite Laute und Verlängerung der Lautdauer im Koblenzer Dialekt gegenüber („dau“ = du). Die moselfränkischen Mundarten sind dann auch im Gegensatz zum Limburgischen und Ripuarischen keine Tonsprachen. In der Vergangenheit, vor allem aber in der Zeit der Zugehörigkeit zu Frankreich (1794–1814), flossen auch viele französische Dialektwörter mit ein, z. B. Plümo (Federbett), Filou (Lausbub), Monnie (Geld), Drottewaar (Bürgersteig). Interessant ist, dass die Lautverschiebungen von Stadtteil zu Stadtteil verschieden sind, was oft zu einem Mischdialekt führt.

Koblenz verfügt über die älteste Mundart-Wortsammlung im Rheinland. Schon 1787 publizierte der Koblenzer J.H. von Bleul eine Wortliste in mehreren Folgen im „Allgemeinen Churtrierischen Intelligenzblatt“. Hannelore Kraeber veröffentlichte mit dem „Neuen Wörterbuch der Koblenzer Mundart“ eine dokumentierte Koblenzer Sprachsammlung aus über 200 Jahren. Diese gilt als Rarität unter den Mundartaufzeichnungen.

Ein Beispiel für den Koblenzer Dialekt ist das Schängellied, die Hymne von Koblenz, sowie das identitätsstiftende Video Dau bist Kowelenz aus dem Jahre 2006, was als Parodie auf die Kampagne Du bist Deutschland verstanden werden kann.

Koblenzer Karneval[Bearbeiten]

Rosenmontagszug 2005
Hauptartikel: Koblenzer Karneval

Seit dem 13. Jahrhundert, verbürgt durch den Zisterziensermönch Caesarius, findet das Karnevalstreiben am Eck statt; in den ersten Jahrhunderten unter den Blicken sittenstrenger Kirchenvertreter, bis der religiös motivierte Karneval mit dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges zu Grabe getragen wird. Trotz Zerstörung, Brandschatzung und Tod gelang dem Koblenzer Karneval 1688 die Rückkehr in die Stadt, die nun aber neuzeitlich geprägt war. Prunk und kurfürstliche Pracht bestimmten bis zur Übergabe der Stadt an das napoleonische Frankreich seinen Charakter. Aus dem bisher aristokratischen Karneval wurde nun eine rein bürgerliche Veranstaltung.

Napoleons Niederlage und Preußens Aufstieg ab 1815 kennzeichnen einen weiteren, wahrscheinlich den wichtigsten Abschnitt der Koblenzer Karnevalsgeschichte: die von Köln ausgehende Karnevalsreform von 1823. Die Folge dieser Reform ist eine Institutionalisierung des Koblenzer Karnevals 1824 und damit zahlreiche Vereinsgründungen. Bürgerlicher Eigensinn und der Wille, sich selbst zu organisieren, standen damals schon im Widerspruch zur preußischen Staatsraison, was die weitere Entwicklung der fünften Jahreszeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts lähmte. Zwar gelingt es den Koblenzern 1827 einen ersten Fastnachtsumzug zu veranstalten, doch schon bald stoßen die veranstalterischen Freiheiten an ihre bürokratischen Grenzen.

Erst nach 1860 zeichnete sich eine Entspannung zwischen den Narren und der Obrigkeit ab. Immer wieder wird der Koblenzer Karneval durch politische Krisen und das um die Jahrhundertwende aufkommende Desinteresse unterbrochen. Wegen der wirtschaftlichen und touristischen Bedeutung erhielt während der 1920er das närrische Treiben in Koblenz einen zusätzlichen Antrieb. Unterbrochen durch den Zweiten Weltkrieg wächst das Interesse bis in die Gegenwart.

Der Koblenzer Karneval wird heute im Wesentlichen durch die engagierte Gemeinschaftsarbeit der „Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval“ (AKK) am Leben gehalten. Einige der bekanntesten Vereine im Koblenzer Karneval sind die Große Koblenzer Karnevalsgesellschaft von 1847 e. V., die KKG Rot-Weiß-Grün „Kowelenzer Schängelcher“ 1922 e. V., die K.K. Funken „Rot-Weiß“ 1936 e. V., die Narrenzunft „Gelb-Rot“ und das AHC. Das AHC besteht seit dem Jahr 1936, in dem der Koblenzer Kaufmann Willi Lescrinier diese Narrenvereinigung als „Reserve-Offiziers-Korps“ der Prinzengarde Infanterie der Großen Koblenzer Karnevalsgesellschaft gründete, ihr Kommandant wurde und Prinz Karneval als „Prinz Willi von Lescrinesien“ verkörperte. AHC bedeutet übersetzt Alt-Herren-Corps. Die beliebtesten Stationen des Karnevals sind neben einer Vielzahl von Saalveranstaltungen und Sitzungen, der Rosenmontagszug durch die gesamte Innenstadt, die Ernennung und Wahl des Prinzen und seiner „Dame Confluentia“, sowie die Erstürmung des Rathauses und der Falckenstein-Kaserne durch die Koblenzer Narren unter der Führung des Elferrates und der Tollitäten.

Der nicht-käufliche Grundsatz:

An dem Brauchtum lasst uns halten
eingedenk der Eigenart
dass die Welt nur kann gestalten
wer die Werte sich bewahrt!

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Lichtströme 2012, Hartung und Trenz
Rhein in Flammen 2011 in Koblenz, abgeschossen von der Festung Ehrenbreitstein, im Vordergrund das Deutsche Eck
Der Geysir Andernach, der höchste Kaltwassergeysir der Welt
Koblenz inmitten des Mittelrheintals

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Maschinen- und Autozulieferindustrie, Softwarefirmen, Versorger, Banken, Versicherungen und diverse Bundes- und Landesbehörden sind in Koblenz beheimatet:

Medien[Bearbeiten]

Das Funkhaus von Antenne Koblenz 98.0
  • In Koblenz befindet sich ein Studio des Südwestrundfunks (SWR), das Studio Rheinland des privaten Hörfunksenders Radio RPR, der Lokalsender Antenne Koblenz 98.0 und von Big FM. Als regionale Fernsehsender gibt es den TV Mittelrhein und den Offenen Kanal Koblenz.
  • Als Tageszeitung erscheint die Rhein-Zeitung, als Wochenzeitungen die Blick Aktuell, KoblenzErleben, der Koblenzer Schängel und der SuperSonntag. Für den größten Koblenzer Stadtteil Karthause erscheint monatlich das Stadtteilmagazin Der Karthäuser.
  • Die Online-Magazine Anarchique.de, konnect.de (Koblenzer Szenemagazin) und RZ-Online, sowie die städtische Internetseite koblenz.de informieren über Veranstaltungen in Koblenz und Umgebung.
  • Folgende Sendeanlagen versorgen Koblenz mit Hörfunk- und Fernseh-Programmen: Fernmeldeturm Koblenz, SWR-Sender Koblenz (Dieblich-Naßheck), Sender Bendorf-Vierwindenhöhe, Sender Koblenz (stillgelegt).
  • Das Landesmedienzentrum Rheinland-Pfalz (LMZ) betreut den Bildungsserver Rheinland-Pfalz, produziert didaktisch strukturierte Medien für Schulen und Bildungsträger, ist eine wichtige Bezugsquelle für audiovisuelle Medien und Geräte und beteiligt sich an den Multimedia-Schulungsinitiativen für Lehrkräfte. (Im Oktober 2010 wurde das Landesmedienzentrum zum Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz Koblenz umbenannt.)

Verkehr[Bearbeiten]

Bundesstraßen und -autobahnen
Eisenbahnanlagen im Großraum Koblenz

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Im Westen der Stadt führt die Bundesautobahn 61 Ludwigshafen-Mönchengladbach vorbei, im Norden die West-Ostverbindung der Bundesautobahn 48, die die A 1 Saarbrücken–Köln mit der A 3 Frankfurt–Köln verbindet. Ferner führen die Bundesstraßen 9, 42, 49, 416, 258 und 327 durch das Stadtgebiet. Der Glockenbergtunnel ermöglicht einen kreuzungsfreien Anschluss der Pfaffendorfer Brücke an die B 42. Folgende Brücken überqueren

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Koblenz Hbf mit ICE-Halt liegt an der Linken Rheinstrecke zwischen Bonn und Mainz, aber auch an der rechtsrheinischen Hauptstrecke WiesbadenKöln. In Koblenz zweigen die Moselstrecke nach Trier (und weiter nach Luxemburg sowie Saarbrücken) ab, ferner die Lahntalbahn Koblenz–Wetzlar, heutzutage weitergeführt bis Gießen. Zudem gibt es noch die Haltepunkte bzw. Bahnhöfe Koblenz-Ehrenbreitstein, Koblenz-Güls, Koblenz-Lützel, Koblenz-Moselweiß und Koblenz Stadtmitte; letzterer wurde am 14. April 2011 eröffnet. Bis 1988 war das Bahnbetriebswerk Koblenz-Mosel eine wichtige Drehscheibe in der Wartung von Lokomotiven im Raum Koblenz. Seit 2008 unterhält die trans regio Deutsche Regionalbahn GmbH an gleicher Stelle ein Betriebswerk.

Rad- und Wanderwegenetz[Bearbeiten]

Es gibt entlang der Hauptstraßen ein ausgebautes Radwegenetz in Koblenz. Vor allem die Radwege entlang der beiden Flüsse Rhein (Rhein-Radweg) und Mosel (Mosel-Radweg) sind gut ausgebaut und erfreuen sich großer Beliebtheit. Von Koblenz aus führen die Radwege in die Eifel, den Hunsrück und in den Westerwald.

In das rheinland-pfälzische Wanderwegenetz ist Koblenz gut eingebunden. So binden die Prädikatswanderwege Rheinsteig auf der rechten Rheinseite und RheinBurgenWeg im Süden von Koblenz-Karthause Koblenz an. Zusätzlich führt seit April 2014 der im Wechsel auf beiden Seiten der Mosel verlaufende Moselsteig bis zum Deutschen Eck.[15]

Luftverkehr[Bearbeiten]

Luftanbindung erfolgt durch die etwa eine Fahrstunde entfernten Großflughäfen Köln-Bonn („Konrad Adenauer“) und Frankfurt sowie durch den relativ nah gelegenen Flughafen Frankfurt-Hahn (Anbindung von Koblenz aus mit dem Shuttle-Bus). Der vor allem von Geschäftsreisenden genutzte Flugplatz Koblenz-Winningen bei Winningen ist moselaufwärts nur einige Autominuten entfernt. Koblenz selbst hatte bis Ende der 1960er Jahre einen eigenen Flugplatz im heutigen Stadtteil Karthause. Der Bezirk der Karthause heißt auch heute noch „Am Flugfeld“.

Schiffsverkehr[Bearbeiten]

Lasinsky: Floß bei der Durchfahrt durch die Koblenzer Schiffbrücke, 1828

In Koblenz beginnt oder endet die windungsreiche Engtalstrecke des Mittelrheins Bingen/Koblenz. Deshalb hatte Koblenz bis zu den 1950er Jahren noch eine Lotsenstation. Auch für die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts (vereinzelt noch bis zuletzt 1946) betriebene Flößerei war Koblenz eine wichtige Etappe. Ab hier wurden die Flöße zu größeren Holländerflößen von bis zu 400 m zusammengestellt, um dann bis nach Dordrecht gebracht zu werden.

Koblenz kann bequem per Schiff über die Bundeswasserstraßen Rhein und Mosel erreicht werden. Der nächstgelegene Güterhafen im Industriegebiet ist der Rheinhafen Koblenz, ein Drehpunkt des Schienen-, Straßen- und Wasserverkehrs. Die Rheinanlagen sind Anlegestelle der KD (Köln-Düsseldorfer) Flotte. Die KD-Schiffe und Schiffe lokaler Reedereien starten von hier ins romantische Mittelrhein- und Moseltal. An Stelle der ehemaligen Schiffbrücke verkehrt die Rheinfähre Koblenz. Seit der Kanalisierung der Mosel zwischen 1958 und 1964 und dem Bau der Staustufe Koblenz ist die Stadt neben Rotterdam und Duisburg-Ruhrort auch mit den Industriegebieten in Lothringen und Luxemburg verbunden.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Der öffentliche Personennahverkehr wird mit Bussen der Energieversorgung Mittelrhein Verkehrsgesellschaft GmbH, der Rhein-Mosel Verkehrsgesellschaft mbH (RMV) sowie deren Tochtergesellschaft Rheinhunsrückbus GmbH (rhb) und weiterer Privatunternehmen betrieben. Die Stadt gehört dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) an.

Von 1899 bis 1967 bestand in Koblenz ein ausgedehntes Netz der elektrischen Straßenbahn. Außerdem verkehrten von 1941 bis 1970 mehrere Obuslinien der Koblenzer Elektrizitätswerk und Verkehrs-AG.

Seilbahn[Bearbeiten]

Hauptartikel: Seilbahn Koblenz
Die Rheinseilbahn am Eröffnungstag

In Koblenz verkehrt mit der Rheinseilbahn seit dem 2. Juli 2010 die größte Seilbahn Deutschlands. Sie stellt schon nach ihrem dreimonatigen Testbetrieb mit 180.000 Fahrgästen eine der Hauptattraktionen der Bundesgartenschau 2011 dar. Die erste in einem städtischen Umfeld gebaute und 890 Meter lange Dreiseilumlaufbahn verbindet die Rheinanlagen in Höhe der Kastorkirche mit dem Plateau vor der Festung Ehrenbreitstein. Sie kann mit 18 Kabinen für jeweils 35 Passagiere pro Stunde etwa 3800 Menschen in jede Richtung befördern. Mit dieser Förderkapazität von insgesamt 7600 Menschen pro Stunde ist sie weltweit unübertroffen. Sie wurde als ökologisch sinnvolle Verkehrsverbindung zur Bundesgartenschau 2011 errichtet.[16] Um den UNESCO-Welterbe-Status der Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal nicht zu gefährden wurde zunächst in einem Konzessionsvertrag vereinbart, die Seilbahn bis November 2013 zu betreiben und danach wieder abzubauen. Die UNESCO hat aber am 19. Juni 2013 in Phnom Penh auf der 37. Sitzung des Welterbekomitees beschlossen, den Betrieb der Seilbahn bis 2026 zu erlauben. In diesem Jahr endet die technisch längstmögliche Betriebsdauer.[17]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Hochschulen[Bearbeiten]

  • Universität Koblenz-Landau, gegründet 1990 als Nachfolgeeinrichtung der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Rheinland-Pfalz (EWH) mit Standorten in Koblenz und Landau sowie dem Präsidialamt und der zentralen Verwaltung in Mainz. Aus den Wurzeln der EWH ergeben sich die erziehungswissenschaftlichen Studiengänge. Andere gut ausgebaute Studiengänge sind Informationsmanagement, Informatik und der Studiengang Computervisualistik, der in Deutschland sonst nur an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg (dort aber als Ingenieursstudiengang) angeboten wird. Als eine der wenigen Hochschulen Deutschlands betätigt sich die Universität Koblenz-Landau im Bereich Verwaltungsinformatik oder E-Government. Viele von der Europäischen Union initiierte Integrierte Projekte werden dort geleitet oder betreut.
  • Die Hochschule Koblenz, gegründet 1971 als Teil der Fachhochschule Rheinland-Pfalz, wurde 1996 verselbständigt. Angeboten werden die Studiengänge Architektur und Stadtplanung, Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Elektrotechnik und Informationstechnik, Maschinenbau sowie Sozialwesen in Koblenz. Zudem existieren ausgelagerte Fachbereiche. In Höhr-Grenzhausen existieren die Fachbereiche künstlerische Keramik und Werkstofftechnik Glas und Keramik. In Remagen existieren am RheinAhrCampus der Fachbereich Betriebs- und Sozialwirtschaft mit den Studiengängen Betriebswirtschaftslehre, Gesundheits- und Sozialwirtschaft, Logistik und E-Business, Bildungs- und Sozialmanagement, Sportmanagement, Wirtschaftsingenieurwesen sowie der Fachbereich Mathematik und Technik mit den Studiengängen Biomathematik, Optik und Lasertechnik, Mess- und Sensortechnik, Wirtschaftsmathematik, Applied Physics, Mathematics in Finance and Life Science, Biomathematik, Medizintechnik sowie Sportmedizinische Technik und Lasertechnik. Die Studiengänge werden als Präsenz- oder Fernstudiengänge sowie als Bachelor-, Diplom- oder Masterstudiengang angeboten, wobei die Diplomstudiengänge auslaufen.

Die Stadt Koblenz ist außerdem „Korporativ Förderndes Mitglied“ der Max-Planck-Gesellschaft.[18]

Schulen[Bearbeiten]

Gymnasien Berufsbildende Schulen Realschulen Gesamtschulen
  • Bischöfliche Realschule
  • Clemens-Brentano Realschule
  • Realschule Karthause
  • Albert-Schweitzer-Realschule plus Koblenz
  • IGS Koblenz mit gymnasialer Oberstufe

EDV-Versorgung der Schulen[Bearbeiten]

Die Stadt bietet mit ihrem Schulnetz Koblenz ein Intranet für alle Koblenzer Schulen. Die Schulen sind über schnelle, symmetrische Leitungen (SDSL) und stadteigene Funkstrecken mit dem Rechenzentrum verbunden. Durch die zentrale Verwaltung im kommunalen Gebietsrechenzentrum (KGRZ) werden damit allen Schulen gleichermaßen hochwertige Dienstleistungen zur Verfügung gestellt. Dazu zählen neben der Bereitstellung von Software auch der sichere (Jugendschutz), zentrale Zugang in das Internet (Firewall und Contentfilter) sowie die Bereitstellung von umfangreichen Möglichkeiten zum Blended Learning. Dabei werden allen Beteiligten sowohl Wikis und Moodle als auch ein Webkonferenzsystem (OpenMeetings) als zentrale Dienste angeboten.

Bibliotheken[Bearbeiten]

Behörden[Bearbeiten]

Das Bundesarchiv in Koblenz

Judikative[Bearbeiten]

Krankenhäuser[Bearbeiten]

Haupteingang des Bundeswehrzentralkrankenhauses

In der Stadt Koblenz befinden sich fünf Krankenhäuser. Das größte Klinikum, das Klinikum Kemperhof Koblenz, wird als Gemeinschaftsklinikum zusammen mit dem Krankenhaus Mayen zu gleichen Teilen von der Stadt als auch dem Landkreis Mayen-Koblenz betrieben. Das Bundeswehrzentralkrankenhaus (BwZK) wird von der Bundeswehr unterhalten. Durch kirchliche Trägerschaften werden die Häuser Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur (bestehend aus den Krankenhäusern Marienhof und Brüderhaus St. Josef in Koblenz und dem Brüderkrankenhaus Montabaur) und das Gesundheitszentrum Evangelisches Stift St. Martin Koblenz betrieben.

Am Standort des Bundeswehrzentralkrankenhauses ist der von Bundeswehr und ADAC gemeinsam betriebene Rettungshubschrauber Christoph 23 für die Luftrettung im nördlichen Rheinland-Pfalz stationiert.

Bundeswehr[Bearbeiten]

Bundeswehr

Koblenz war bis Ende der 1980er Jahre die größte Garnisonsstadt Europas. Trotz der Schließung einiger Kasernen befinden sich viele zentrale militärische und zivile Einrichtungen der Bundeswehr auf Koblenzer Gebiet:

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Valéry Giscard d’Estaing, Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Koblenz

Berühmte Persönlichkeiten aus Koblenz sind unter anderem der Staatsmann Fürst von Metternich, der Publizist und Herausgeber Joseph Görres, der Dichter Clemens Brentano, die Opernsängerinnen Cathinka Buchwieser und Henriette Sontag, der Eifelverein-Gründer Adolf Dronke, der Physik-Nobelpreisträger Max von Laue, der französische Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing sowie der Fußballtorhüter Bodo Illgner.

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Bücher chronologisch nach Erscheinungsjahr geordnet, ältestes zuerst.

  • Wilhelm Arnold Günther: Topographische Geschichte der S t a d t C o b l e n z von ihrem Entstehen bis zum Schlusse des 18ten Jahrhunderts, Coblenz 1813, Gedruckt und Verlegt bei Pauli und Comp., 252 S. (Weitere Auflage von 1815 - bei dilibri -)
  • Koblenz (Regierungsbezirk): Der Regierungsbezirk Coblenz nach seiner Lage, Begränzung, Größe, Bevölkerung und Eintheilung, samt einem doppelten Ortschafts Verzeichniße, Coblenz: Pauli 1815 (- bei dilibri -)
  • Julius Wegeler: Gallerie berühmter Coblenzer, Coblenz: Krabben'sche Buchdruckerei 1865
  • J. Wegeler: Wörterbuch der Coblenzer Mundart, Coblenz 1869, bei Rud. Friedr. Hergt
  • Albert Dominicis: Coblenz unter dem letzten Kurfürsten von Trier Clemens Wenzelslaus 1768 bis 1794. Coblenz 1869, online.
  • Julius Wegeler: Beiträge zur Geschichte der Stadt Coblenz. Coblenz 1881.
  • Jul. Wegeler: Beiträge zur Geschichte der Stadt Coblenz. Zweite vermehrte Auflage. Coblenz: Verlag von Johannes Schuth: 1882, 200S. Register, Tafeln und Illustrationen.
  • Max Bär: Aus der Geschichte der Stadt Koblenz. 1814–1914. Krabben, Koblenz 1922.
  • Fritz Michel: Die Kirchen der Stadt Koblenz (Die kirchlichen Denkmäler der Stadt Koblenz. Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, 20. Band, 1. Abt.), Düsseldorf 1937, 332 S., Ill.
  • Hans Roth: Chronik der Stadt Koblenz an Mosel und Rhein (Texte und Illustrationen von Hans Roth. Herausgegeben vom Oberbürgermeister der Stadt Koblenz), Berlin 1939: Curt Hermann Weise Verlag, Druck: Nationalverlag GmbH, Koblenz, 80 S.
  • Hans Bellinghausen sen.: Koblenz an Rhein und Mosel. Ein Heimatbuch. 2000 Jahre Koblenz. 4. Auflage. Görres Druckerei, Koblenz 1950.
  • Heinz Joachim Partikel: Koblenz (Die Kette - Bunte, mehrsprachige Bildbandreihe, Band 9), Osnabrück: Verlag A. Fromm 1960 (1. Aufl., 59 S., Ill.)
  • Erich Keyser (Hrsg.): Städtebuch Rheinland-Pfalz und Saarland. Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. IV Südwestdeutschland, 5. Teilband. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages. Stuttgart 1964.
  • Udo Liessem (Hrsg.): Coblenz. Eine Bildfolge aus dem Mittelrheinmuseum (10 Kupfer-, Stahlstiche und Zeichnungen des Alten Koblenz). Herausgegeben für die Görres-Buchhandlung Koblenz. Koblenz, Aachen o.J. (vermutlich 1970er Jahre).
  • Hans Bellinghausen jun. (Hrsg.): 2000 Jahre Koblenz. Geschichte der Stadt an Rhein und Mosel. Boppard 1971. ISBN 3-7646-1556-7
  • Magnus Backes: Koblenz mit Ehrenbreitstein und Stolzenfels (Deutsche Lande - Deutsche Kunst). München/Berlin 1973
  • Koblenz – Stadt der Brücken – Dokumentation zur Einweihung der Koblenzer Balduinbrücke. In: Dokumentation der Stadt Koblenz. Hrsg. v. d. Stadt Koblenz Presse und Informationsamt. Koblenz 1975
  • Stadt Koblenz (Hrsg.): Presse und Informationsamt: KOBLENZ - 30 Jahre danach, Koblenz 1975. Großformatiges Faltblatt mit Text und vielen Abbildungen sowie den Rubriken: Chronik der Zerstörung [vom 6. April 1942 bis 27. März 1945] und Chronik des Wiederaufbaus [Ende des Zweiten Weltkriegs bis 1974]
  • Werner Bornheim gen. Schilling: Schloss Stolzenfels (Führer der Verwaltung der staatlichen Schlösser Rheinland-Pfalz, Heft 4) Mainz 1975, 102 S., Ill.
  • Koblenz. Merian - Monatsblatt der Städte und Landschaften. Hoffmann und Campe, Hamburg 1978, Febr. ISSN 0026-0029
  • Landesbildstelle Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Ein Gang durch Koblenz – Ende des 19. Jahrhunderts. Aufnahmen des Königlichen Hofphotographen Otto Kilger mit 8 Gegenüberstellungen aus heutiger Zeit. Rhenania-Fachverlag, Koblenz 1980. ISBN 3-922755-03-8
  • Bolko Cruse (Hrsg.): Zur Mineralogie und Geologie des Koblenzer Raumes, des Hunsrücks und der Osteifel. VFMG, Heidelberg, Der Aufschluss, Sonderband 30, 118 Seiten, (pdf 13 MB)
  • Étienne Francois: Koblenz im 18. Jahrhundert. Zur Sozial- und Bevölkerungsstruktur einer deutschen Residenzstadt. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1982.
  • Karl Baedeker: Baedekers Koblenz. Kurzer Stadtführer von Karl Baedeker. 3. Auflage (1. Auflage ca. 1830 bei Carl Bädeker, Koblenz). Mit 16 Karten und Planen und 36 Zeichnungen, Karl Baedeker, Freiburg 1983, 94 S.
  • Karl Oster (Konzeption und Text): KOBLENZ - Vierzig Jahre Wiederaufbau (Dokumentation der Stadt Koblenz, mit Vorwort des Oberbürgermeisters W. Hörter), Koblenz o. J.: Druckhaus Koblenz [1984]
  • Kunstführer - Koblenz und der Mittelrhein - mit Sonderteil: Rheinromantik im 19. Jahrhundert, Hamburg 1984: HB - Band No 9, Verlags-und Vertriebs-GmbH, 99 S., mit zahlr. Farb.-Abb.
  • Stadt Koblenz: Presse und Fremdenverkehrsamt: Koblenz an Rhein und Mosel Stadtrundgang - Tour de ville - Tour of the city, Koblenz o. J. (um 1985). [Farbbroschüre mit Lageplan und Abbildungen aller wichtigen Gebäude und Anlagen, 12 S.]
  • Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Stadt Koblenz. Die profanen Denkmäler und die Vororte. Die Kunstdenkmäler von Rheinland-Pfalz. Unveränderter Nachdruck von 1954. Im Auftrage des Kultusministeriums von Rheinland-Pfalz. Deutscher Kunstverlag, München-Berlin 1986. ISBN 3-422-00563-3
  • Hartwig Neumann, Udo Liessem: Die klassizistische Großfestung Koblenz. Eine Festung im Wandel der Zeit. Koblenz 1989.
  • Herbert Gauls: Fotoband „Koblenz. Bewegte Zeiten – Die 50er Jahre“. Mit Texten von Gudrun Tribukait. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 1995. ISBN 3-86134-253-7
  • Helmut Kampmann: Wenn Steine reden. Gedenktafeln und Erinnerungsplatten in Koblenz. Fuck-Verlag, Koblenz 1992. ISBN 3-9803142-0-0
  • Energieversorgung Mittelrhein GmbH (Hrsg.): Geschichte der Stadt Koblenz. Gesamtredaktion: Ingrid Bátori in Verbindung mit Dieter Kerber und Hans Josef Schmidt
    • Bd. 1: Von den Anfängen bis zum Ende der kurfürstlichen Zeit. Theiss, Stuttgart 1992. ISBN 3-8062-0876-X
    • Bd. 2: Von der französischen Stadt bis zur Gegenwart. Theiss, Stuttgart 1993. ISBN 3-8062-1036-5
  • Erneuerung der Koblenzer Altstadt. Eine Dokumentation zur Sanierung. Im Auftrag der Stadtverwaltung Koblenz bearbeitet von Reinhard Kallenbach. Koblenz 1992.
  • Reinhard Kallenbach: Die Koblenzer Altstadt. Entwicklung, Planung und Schicksal der historischen Bürgerhäuser. Koblenz 1995.
  • Reinhard Kallenbach: Vom Ziehbrunnen zum Wasserwerk. Eine Dokumentation der „Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein“ anlässlich des 110-jährigen Bestehens der öffentlichen Trinkwasserversorgung in Koblenz. Koblenz 1995.
  • Renate Rahmel: KOBLENZ - Farbbildführer durch die Stadt, Pulheim O. J. (um 1995), 34 S., farb. Ill. und Karten
  • Manfred Gniffke: Koblenz – die Stadt an Rhein und Mosel. Stadtführung mit Manfred Gniffke. Koblenz-Touristik, Koblenz 1998.
  • Reinhard Kallenbach, Dieter Kerber, Marianne Schwickerath: Sanierung Ehrenbreitstein. Garwain-Verlag, Koblenz 1998.
  • Herbert Gauls: Fotoband „Koblenz. Bewegte Zeiten – Die 60er Jahre“ mit Texten von Christine Vary. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 1999. ISBN 3-86134-645-1
  • Reinhard Kallenbach, Thomas Frey: Koblenz – gebaut, zerstört, wiedererstanden. Das Stadtbild im letzten Jahrhundert. 2000, ISBN 3-89511-070-1
  • Thomas Tippach (Diss.): Koblenz als preussische Garnison- und Festungsstadt Wirtschaft, Infrastruktur und Städtebau. 2000 (Reihe: Städteforschung, Reihe A: Darstellungen Band 53), ISBN 3-412-08600-2
  • Petra Camnitzer, Dieter Kerber: Koblenz in Farbe. Landesmedienzentrum Rheinland-Pfalz, 2001, ISBN 3-86134-979-5
  • Wolfgang Schütz: Koblenzer Köpfe – Lebensbeschreibungen über Personen der Stadtgeschichte und Namensgeber für Straßen und Plätze; Mülheim-Kärlich o.J. (vermutlich 2002, Verlag für Anzeigenblätter)
  • Klaus T. Weber (Diss.): Die preußischen Festungsanlagen von Koblenz (1815–1834). (Reihe: Kunst- und Kulturwissenschaftliche Forschungen) 2003, ISBN 3-89739-340-9
  • Helmut Schnatz: Ganz Koblenz war ein Flammenmeer! 6. November 1944. Deutsche Städte im Bombenkrieg. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 2004. ISBN 3-8313-1474-8
  • Hans-Peter Kleber, Michael Koelges, Hans Josef Schmidt: Koblenz, Gestern und heute. Eine Gegenüberstellung. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 1997. ISBN 3-86134-390-8
  • Reinhard Kallenbach, Thomas Frey: Koblenz. Viele Gesichter – eine Stadt. Bildband zur Koblenzer Stadtgeschichte und Stadtentwicklung. Garwain-Verlag, Koblenz 1998.
  • Reinhard Kallenbach u. a.: 175 Jahre Karneval in Koblenz. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK). Garwain-Verlag, Koblenz 1999.
  • Reinhard Kallenbach: Koblenz. Die Reihe Archivbilder. Sutton-Verlag, Erfurt 2001.
  • Reinhard Kallenbach: Koblenz. Gebaut, zerstört, wieder erstanden. Betulius-Verlag, Stuttgart 2001.
  • Reinhard Kallenbach, Thomas Frey u. a.: Koblenz. Gesichter einer Stadt. Bildband zur Koblenzer Stadtentwicklung. Garwain-Verlag, Koblenz 2002.
  • Herbert Dellwing, Reinhard Kallenbach: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Bd 3.2. Koblenz Innenstadt. Worms 2004. ISBN 3-86134-390-8
  • Wolfgang Schütz: Koblenzer Köpfe. Personen der Stadtgeschichte – Namensgeber für Straßen und Plätze. Hrsg. v. Bernd Weber. Verlag für Anzeigenblätter, Koblenz 2005. ISBN 224-0-00345-226-2
  • Daniel Heimes: Sozialstruktur und soziale Mobilität der Koblenzer Bürgerschaft im 17. Jahrhundert. Diss. Kliomedia, Trier 2007. ISBN 978-3-89890-118-5
  • Reinhard Kallenbach: Koblenzer Abwasser-Geschichten. Eine Dokumentation des Eigenbetriebs Stadtentwässerung anlässlich des 125-jährigen Bestehens der modernen Kanalisation an Rhein und Mosel. Garwain-Verlag, Koblenz 2007.
  • Reinhard Kallenbach: Leben und Leiden in Koblenz. Ein Beitrag zur Entwicklung der Kommunalen „Gesundheits-Infrastruktur“ im 19. und 20. Jahrhundert. Krankenhauswesen, Trinkwasserversorgung, Abfall und Entwässerung. Garwain-Verlag, Koblenz 2007.
  • Reinhard Kallenbach: 200 Jahre Dienst am Menschen. Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen. Standort Kemperhof. 2 Bde. Koblenz 2005, 2007.
  • Berühmte Persönlichkeiten in Koblenz: Begleitbroschüre zur Ausstellung. Stadtbibliothek, Koblenz 2007. ISBN 978-3-926238-38-2
  • Manfred Böckling: Koblenz an Rhein und Mosel. Ein Stadtführer. Koblenz-Touristik, Koblenz 2008. ISBN 978-3-00-026157-2
  • Michael Imhof: Koblenz. Stadtführer. Michael Imhof Verlag, Petersberg [2011]. ISBN 978-3-86568-659-6
  • Beate Dorfey und Petra Weiß: Stadtführer Koblenz. Auf den Spuren des Nationalsozialismus. Stadtarchiv Koblenz und Landeshauptarchiv Koblenz, Koblenz 2012. ISBN 978-3-00-038494-3. Rezensionen: Bernsen, Bartz
  • Reinhard Kallenbach: Koblenzer Geschichte neu erzählt. Mittelrhein-Verlag, Koblenz 2012. ISBN 978-3-925180-03-3
  • Ulrike Weber: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Bd 3.3. Stadt Koblenz. Stadtteile. Mit Einbeziehung der erstmals 1986 separat veröffentlichten Stadtteile "Südliche Vorstadt und Oberwerth" bearb. v. Herbert Dellwing u. Udo Liessem. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2013. ISBN 978-3-88462-345-9
  • Franz-Heinz Köhler: Koblenz zur Kaiserzeit. Einwohnerentwicklung, Wirtschafts- und Sozialstruktur. Fölbach, Koblenz 2014. ISBN 978-3-95638-400-4
  • Manfred Böckling: Koblenz - Stadtwanderführer. Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2014. ISBN 978-3-8313-2339-5
  • Literatur über Koblenz in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie

Dokumente[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

  • Manfred Gniffke (Hrsg.): Mein Koblenz, Europastadt am Deutschen Eck (Video; VHS), 35 Minuten, 2000, ISBN 3-935286-97-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Koblenz – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Koblenz – Reiseführer
 Wikiquote: Koblenz – Zitate
 Wiktionary: Koblenz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Koblenz – Quellen und Volltexte
 Wikinews: Koblenz – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bundesamt für Kartographie und Geodäsie zur Ortslage Koblenz: Höhe 73 m ü. NHN
  3. Koblenz kochte bei 39,4 Grad in: Spiegel Online, 18. Juni 2002
  4. Zur Situation des Grüns in der Koblenzer Innenstadt, Seite 24 (PDF; 4,4 MB) in: Umweltkurier Koblenz, Herbst 2009
  5. youtube.de
  6. Video: Bombenentschärfung in Koblenz - Größte Evakuierung seit 1945 läuft in: n-tv, 2. Dezember 2011
  7. So viele wie seit 1992 nicht mehr: Koblenz hat 110.002 Einwohner in: Rhein-Zeitung, 2. Juni 2014
  8. Statistische Analysen des Statistischen Landesamt Rheinland-Pfalz Dezember 2007 (PDF; 1,9 MB)
  9. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz – Kreistagswahlen und Stadtratswahlen der kreisfreien Städte – Koblenz, kreisfreie Stadt. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz. Zuletzt abgerufen am 6. Juli 2014.
  10. Kommunal- und Europawahlen in Koblenz 2014 – Die Stadtratswahl am 25. Mai 2014 in Koblenz. Stadt Koblenz. Abgerufen am 6. Juli 2014.
  11. Ergebnis der Kommunalwahlen 1999 (PDF; 781 kB) in: koblenz.de
  12. Hofmann-Göttig wird neuer Stadtchef in Koblenz in: Rhein-Zeitung, 27. September 2009
  13. „Bye-bye BUGA“: Bundesgartenschau Koblenz 2011 endete mit einer emotionalen Abschlussfeier. Offizielle Webseite der Bundesgartenschau 2011, 17. Oktober 2011, abgerufen am 10. Juli 2012.
  14. RSG Koblenz abgerufen am 7.Dezember 2011
  15. Ab 2014: Wandern auf dem Moselsteig. Website von Rheinland-Pfalz Tourismus. Abgerufen am 16. April 2014.
  16. Die Größte! Koblenzer Buga-Seilbahn gondelt jetzt über den Rhein in: Rhein-Zeitung, 2. Juli 2010
  17. Rhein-Seilbahn darf bis 2026 bleiben in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Juni 2013
  18. siehe Liste der Korporativ Fördernden Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft (PDF)
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 6. April 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.