App Store

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Dieser Artikel behandelt den Begriff App Store. Für die App Stores der Firma Apple siehe App Store (iOS) oder Mac App Store.

App Store (von der englischen Kurzform für Application = Computerprogramm und Store = Geschäft; auch Appstore, Application Store, App Market, App-Marktplatz) ist die Bezeichnung für eine Internet-basierte digitale Vertriebsplattform für Anwendungssoftware. Diese stammt entweder vom Betreiber der Plattform selbst, oft aber überwiegend von Drittanbietern wie etwa freien Programmierern. Der Service ermöglicht es Benutzern, Software für Mobilgeräte wie Smartphones und Tabletcomputer oder auch für Personal Computer aus einem Anwendungskatalog herauszusuchen und herunterzuladen. Über den App-Marktplatz wird die Bezahlung der Apps abgerechnet. Dabei erhält der App-Store-Betreiber in der Regel eine Provision. Neben dem Herunterladen hält der App Store die Apps auf dem jeweiligen Gerät auf dem aktuellen Stand. Die Hersteller von Smartphone-Betriebssystemen, wie Apple, Google, Microsoft und Blackberry bieten für ihre Plattform jeweils einen App Store an. Es gibt aber auch Hersteller-unabhängige App Stores, wie z. B. den Amazon Appstore. Auf das Angebot kann üblicherweise über eine eigene App-Store-Software auf einem Mobilgerät oder über eine Website im Internet zugegriffen werden.

Apple war 2008 der erste Hersteller, der mit großem Markterfolg eine Online-Verkaufsplattform namens App Store für Anwendungsprogramme für sein Mobil-Betriebssystem Apple iOS betrieb. Andere Unternehmen im Mobilmarkt ahmten dieses Konzept nach. Der ursprünglich nur mit Apple verbundene Begriff App Store wurde damit tendenziell zum Gattungsbegriff, was jedoch noch rechtlich umstritten ist.[1] So wurde Amazon von Apple in den USA verklagt, weil es sein Angebot Amazon Appstore nennt.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Mit der Einführung von iPhone OS 2.0 wurde Apples App Store die erste bedeutsame Vertriebsplattform für Anwendungsprogramme auf Mobiltelefonen. Bei diesem konnte man sich mit der Apple-ID des iTunes Stores anmelden, Apps konnten direkt auf dem iPhone und iPod touch oder in iTunes auf dem Mac/PC gekauft und geladen werden. Zuvor war bereits durch ein Update der iTunes Music Store als eigenständiges Programm auf das iPhone und den iPod touch gekommen, mit welchem online Musik aus dem iTunes Store gekauft werden konnte. Mit der Einführung von Android und der Umbenennung von Windows Mobile in Windows Phone stieg auch die Bedeutsamkeit von deren Vertriebsplattformen. Im Laufe der Zeit etablierte sich der ursprünglich von Apple gebrauchte Begriff „App Store“ für eine Vertriebsplattform von Anwendungsprogrammen für Mobiltelefone.

Oberfläche[Bearbeiten]

Der App-Marktplatz ist in zwei Benutzeroberflächen aufgeteilt. Zum Einen die Oberfläche für die Konsumenten von Apps und eine zweite Oberfläche für die Anbieter von Apps.

Oberfläche für Konsumenten[Bearbeiten]

Über eine Suche, Vorschläge oder eine Auswahl von Kategorien können Apps vom Konsumenten gefunden werden. Die Apps werden in dem App-Marktplatz per Screenshot und einer Beschreibung dargestellt. Für eine bessere Einschätzbarkeit kann ein App-Marktplatz die Möglichkeit anbieten die Apps zu bewerten und Kommentare als Konsument zu hinterlassen.

Oberfläche für Anbieter[Bearbeiten]

Der Anbieter hat hier die Möglichkeit seine App hochzuladen, Screenshots und eine Beschreibung zu hinterlegen. Er kann die Bezahloptionen bearbeiten und bekommt in der Regel eine Statistik über die Anzahl der Downloads der App.

Bekannte App Stores[Bearbeiten]

App Store Verfügbar seit Anzahl Apps
Amazon Appstore 22. März 2011 200.000 (April 2014)
App Store (iOS) 10. Juli 2008 > 905.000 (Dezember 2013)
Blackberry World 1. April 2009 ca. 130.000 (Dezember 2013)
F-Droid 29. September 2010 > 1.000 (April 2014)
Google Play Store (früher Android Market) 22. Oktober 2008 850.000 (Dezember 2013)
Mac App Store 6. Januar 2011
Nokia Store (früher Ovi Store) 26. Mai 2009
Samsung Apps 14. September 2009 > 10.000 (Juli 2011)
Windows Phone Store (früher Windows Phone Marketplace) 21. Oktober 2010 > 250.000 (April 2014)
Windows Store 29. Februar 2012 > 150.000 (April 2014)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kann Apple den Begriff “App Store” markenrechtlich schützen lassen oder ist dieser bereits ein freihaltungsbedürftiger Gattungsbegriff? Rechtsanwälte Dr. Damm und Partner, 13. Januar 2011
  2. Kit Eaton: Apple sues Amazon over 'app store' name, CNN Tech. 22. März 2011. Abgerufen am 31. Januar 2014.