Arbeitsumgebung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt Computertechnik, zum allgemeinen Begriff siehe Arbeitsplatz.
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Unter einer Arbeitsumgebung (engl. work environment) versteht man in der Informationstechnik die für den menschlichen Benutzer des Computers zur Verfügung stehenden Werkzeuge für die Verrichtung einer Arbeit. Aufgabenabhängig gehören dazu unterschiedliche Komponenten der Hardware, der Systemsoftware und der Anwendungssoftware.

Bei enger Auslegung des Begriffs Arbeitsumgebung gehören die jeweiligen Komponenten technisch zur Ausstattung eines konkreten Arbeitsplatzes, während sie in einem erweiterten Sinn von ihm aus lediglich verfügbar sind, technisch jedoch zum Beispiel von einem Server bereitgestellt werden.

Kriterien für die Architektur der Arbeitsumgebung[Bearbeiten]

  • Im Wesentlichen die Anwendungssoftware ist häufig speziell auf die zu unterstützenden Arbeitsinhalte ausgerichtet. Beispiele: Für die Betriebswirtschaft im Allgemeinen, Finanzwirtschaft, Grafiker, Architekten, Konstrukteure, Filmemacher etc. Hierzu kann alternativ Standardsoftware oder Individualsoftware eingesetzt werden.
  • Aus denselben Gründen wird auch spezielle Systemsoftware eingesetzt, etwa zur Anwendungsentwicklung (siehe Integrierte Entwicklungsumgebung) oder für Systemadministratoren.
  • In Teilbereichen wird, ebenfalls auf Arbeitsinhalte ausgerichtet, auch spezielle Hardware verwendet (Scanner, CNC-Maschinen, Plotter usw.)
  • Weitere Differenzierungen können sich aus der geforderten Leistungsfähigkeit von Komponenten – wie Speichergröße, Prozessorleistung, Übertragungsraten etc. ergeben.
  • Grundsätzlich bestimmt die Zugehörigkeit zu bestimmten Typen an Systemarchitekturen (Hardware- und Betriebssystem-Varianten) die Ausstattung der Arbeitsumgebung – inkl. der Einsatzfähigkeit von Anwendungssoftware und dem möglichen Prinzip der Benutzeroberfläche.

Entsprechende Überlegungen führen im Rahmen der Unternehmensarchitektur bzw. der IT-Architektur zur Bereitstellung unterschiedlicher Systemumgebungen im Allgemeinen und Arbeitsumgebungen im Besonderen. Dabei reicht die Bandbreite von möglichst vielen einheitlichen Universal-Arbeitsplätzen (mit denen ein möglichst breiter Nutzungsrahmen abdeckbar ist) bis zu einzeln konfigurierten Umgebungen für spezielle Anforderungen.

Benutzeroberfläche[Bearbeiten]

Ein für die Benutzer bedeutsamer Aspekt ist, wie die Benutzer mit dem System und den bereitgestellten Komponenten in Interaktion treten können. Im Bereich der kommerziellen Anwendung kann diesbezüglich grundsätzlich nach grafischen und Kommando-orientierten Benutzerprinzipien unterschieden werden.

Desktop-Umgebung[Bearbeiten]

Übersicht über die populären Desktop-Umgebungen für Unix-artige Betriebssysteme

In Bezug zum Betriebssystem spricht man heute zumeist von der Desktop-Environment oder -Umgebung und meint damit die über die grafische Benutzeroberfläche erschlossenen Teile der Arbeitsumgebung. Die grafische Benutzeroberfläche sorgt für die technische Umsetzung der sogenannten Schreibtischmetapher, die grafische Benutzeroberfläche wird in Anlehnung an einen Büroarbeitsplatz "Desktop" genannt, was im englischen Tischplatte bedeutet. Das Desktop-Environment ist entweder vom Hersteller des Betriebssystems vorgegeben, wie bei Windows und OS X oder kann vom Benutzer frei ausgewählt werden, wie bei den meisten Linux-Distributionen, BSD- und Unix-Systemen. Weit verbreitete Desktop-Umgebungen auf unixoiden Systemen sind: GNOME, KDE, Xfce, Unity, LXDE, Cinnamon und MATE.[1]

Im engeren Sinn ist mit „Desktop Environment“ eine Sammlung von Gestaltungselementen, das „Toolkit“, gemeint, die einer grafischen Benutzeroberfläche ein typisches Look and Feel verleihen: Aussehen und Funktion von Fenstertiteln, Bedienelementen der Fenster, Menüdesign, Mauszeiger usw. werden den Anwendungsprogrammen zur Verfügung gestellt und sollten auch genutzt werden, um der Gesamtheit aller Anwendungen auf dem Desktop ein einheitliches Erscheinungsbild zu geben.

Fenstermanager: Ein Fenstermanager ist grundsätzlich nur für die Verwaltung der Fenster zuständig. Es existieren jedoch auch solche, die Teile einer Desktop-Umgebung – wie bspw. ein Panel – mit sich bringen. Trotzdem wird auch bei diesen nicht von einer Desktop-Umgebung gesprochen.

Kommandozeile[Bearbeiten]

Die Desktop-Umgebung grenzt sich zur Kommandozeile ab, welche betriebssystemnahe Werkzeuge und Anwendungen mit text- und zeichenorientierten Befehlen steuert und darstellt. Die Kommandozeile kommt ohne Mauszeiger, grafische Boxen und klickbare Auswahlflächen aus und bietet meist mächtigere und mehr Funktionen als eine grafische Benutzeroberfläche. Sie wird oft von Administrator bei der Analyse, Verwaltung oder Konfiguration von Computersystemen benutzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thorsten Leemhuis (heise open), 5. August 2012: Die Woche: Der Desktop zersplittert