Auditeur (Militär)

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Karl Liebisch, Ober- und Korps-Auditeur

Auditeure waren Angehörige der Militärjustiz.

Funktionen[Bearbeiten]

Zuerst in Gustav Adolfs Kriegsrecht[1] genannt, hatten die Militärjustizbeamten in Deutschland die stand- und kriegsgerichtlichen Untersuchungen zu führen, bei Stand- und Kriegsgerichten als Ankläger, Strafverteidiger oder Richter zu fungieren und überhaupt als juristischer Beirat der Militärbefehlshaber zu dienen.

Es gab Garnisons-, Divisions-, Korps-, Feld- und Gouvernements-Auditeure. Otto von Oehlschläger war General-Auditeur der Preußischen Armee und der Kaiserlichen Marine, bevor er der zweite Präsident des Reichsgerichts wurde. Ferdinand Perels war Auditeur der Kaiserlichen Admiralität.

Ab 1900 hießen die Auditeure Kriegsgerichtsrat und Oberkriegsgerichtsrat. Richterlicher Militärjustizbeamter konnte nach dem Reichs-Militärgesetz § 7, Abs. 1 vom 2. Mai 1874 nur werden, wer die Befähigung zum Richteramt in einem der deutschen Bundesstaaten erworben hatte.

In den Österreichisch-Ungarischen Streitkräften lautete die Bezeichnung Auditor mit dem vorangestellten Dienstgrad. (z.B. Oberstleutnant-Auditor)

Heutzutage tragen in der Schweizerischen Militärjustiz die Staatsanwälte noch den Titel Auditor.

Auditeure und Literatur[Bearbeiten]

Christian Dietrich Grabbe, der Dramatiker des Vormärz, war acht Jahre Auditeur in Detmold.

Die Affäre um Adolf Hofrichter 1909 in Wien nahm Maria Fagyas zur Vorlage für ihren verfilmten Roman „Der Leutnant und sein Richter“ (New York 1970). Eine zentrale Figur ist der Hauptmann-Auditor Kunze.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. General- und Ober-Gerichtsordnung, Tit. III

Literatur[Bearbeiten]

Maren Lorenz, Das Rad der Gewalt: Militär und Zivilbevölkerung in Norddeutschland nach dem Dreissigjährigen Krieg (1650-1700), Köln u. Weimar 2007, ISBN 978-3-412-11606-4. Zum Auditeurwesen S. 110-116.