Vormärz

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Vormärz ist eine nachträglich aufgekommene Bezeichnung für eine Epoche in der deutschen Geschichte, die die Jahre vor der Märzrevolution von 1848 beschreibt. Geographisch beschränkt sich der Begriff dabei auf die Bundesstaaten des 1815 gegründeten Deutschen Bundes.[1]

Hambacher Fest 1832, die bedeutendste politische Demonstration im Vormärz

Begriff[Bearbeiten]

Zeitlich sind zwei Definitionen gebräuchlich: Für manche Historiker beginnt die Periode des Vormärz bereits im Jahr 1815 (Vormärz im weiteren Sinne), mit dem das Zeitalter der Französischen Revolution und Napoleon Bonapartes endgültig zu Ende ging. Der Vormärz im engeren Sinne hingegen umfasst lediglich die Jahre von 1830 bis 1848. Maßgeblich für diese Einteilung ist die französische Julirevolution von 1830, die eine wichtige politische Zäsur darstellte. Insbesondere in der politischen Geschichte werden daher vor allem die Jahre von 1830 bis 1848 als Vormärz bezeichnet. Der Zeitraum von 1815 bis 1830 gilt als Zeitalter der Restauration. Daneben existiert noch - wesentlich seltener - die Definition von Vormärz als wirklich nur unmittelbare Vorgeschichte der Revolution von 1848: Demzufolge beginnt die Epoche ungefähr im Jahre 1840 mit der Thronbesteigung Friedrich Wilhelms IV. in Preußen.[2]

Die Epoche des Vormärz war in politischer Hinsicht durch das Aufkommen von Liberalismus und Nationalismus in einem Klima der Verfolgung und Unterdrückung gekennzeichnet. Stärkstes Bollwerk der konservativen Restauration waren die Mächte der sogenannten Heiligen Allianz. In der Formel „Einheit und Freiheit“ manifestierte sich die politische Grundforderung der jungen liberalen und nationalen Bewegung, die den konservativen Herrschern gegenüberstand. Die daraus resultierende Auseinandersetzung mit dem restaurativen Obrigkeitsstaat, der eine konträre Ideologie vertrat und diese mit harten Repressionsmaßnahmen zu verteidigen suchte, war charakteristisch für das politische Geschehen der gesamten Epoche.

Wirtschaftlich begann eine Phase zögernd einsetzender Industrialisierung. In der Übergangsphase vom Agrarstaat zum Industriestaat offenbarten sich nicht selten soziale Missstände – der Pauperismus, strukturell bedingte Armut weiterer Bevölkerungsteile, wurde so zu einer charakteristischen Erscheinung dieser Zeit.

Für denselben Zeitabschnitt wird als Epochenbezeichnung in der Kunst-, Literatur- und Kulturgeschichte eher Biedermeier oder Romantik verwendet (siehe auch Literatur der Restaurationsepoche).

Politische Geschichte[Bearbeiten]

Der Deutsche Bund im Vormärz, mit den Großmächten Österreich und Preußen, von denen je nur ein Teil des Staatsgebietes zum Bund gehörte

Seit der Französischen Revolution von 1789 blickten die Deutschen auf das Geschehen in Frankreich. Die einen waren von der Verheißung fasziniert, dass Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit verwirklicht werden könnten. Die anderen hatten vor allem Angst vor der Gewaltanwendung im Zuge der Revolution. Revolutionäre französische Truppen und später die Truppen Napoleons haben in der Folge große Teile Deutschlands besetzt oder in Abhängigkeit gebracht.

1815 haben die vereinten Armeen Russlands, Englands, Preußens und anderer Länder Napoleon endgültig besiegt, in der Schlacht bei Waterloo. Die Fürsten wollten eine erneute Revolution und einen weiteren Gewaltherrscher wie Napoleon unbedingt verhindern. Der Deutsche Bund im selben Jahr wurde als loser Staatenbund in Deutschland gegründet. Zu seinen Aufgaben gehörte letztlich auch die Unterdrückung politischer Unruhe.

Die Franzosenzeit hat direkt oder indirekt dafür gesorgt, dass die Zahl der einzelnen deutschen Staaten drastisch abgenommen hat, von über 300 auf wenige Dutzend. Preußen erhielt dann 1815 mit dem Rheinland und Westfalen große Gebiete im Westen, Bayern die Pfalz, außerdem gab es mit Baden, Württemberg und Bayern mittelgroße süddeutsche Staaten. Dies alles sollte, zusammen mit dem Königreich der Vereinigten Niederlande, Frankreich an neuen Eroberungen hindern. Im Vormärz wurde Deutschland geprägt durch die Konkurrenz der beiden Großmächte Österreich und Preußen, die erst 1866 zugunsten von Preußen entschieden wurde. Gerade diese beiden deutschen Großmächte galten als politisch besonders konservativ.

Die Ideen der Französischen Revolution blieben lebendig. Die Liberalen bildeten dabei die gemäßigte Richtung; sie wünschten sich ein Parlament mit Wahlrecht für die Reichen, das bei der Gesetzgebung im Land mitwirkte. Die Demokraten oder Radikalen forderten hingegen viel schärfer die Gleichheit für alle Staatsangehörigen, auch in politischer Hinsicht, und ein allgemeines Wahlrecht. Dieser Gegensatz zwischen Liberalen und Demokraten wurde allerdings erst in den kommenden Jahren deutlicher, teilweise dauerte dies bis in die 1840er-Jahre.

Gleichzeitig wollten die Konservativen wie der österreichische Staatsmann Fürst von Metternich die alten oder 1815 wiederhergestellten (restaurierten) Verhältnisse bewahren. Mit den Karlsbader Beschlüssen von 1819 begann ein System von Verfolgung und Unterdrückung, mit Zensur und Verbot von politischen Parteien. Manche Bürger verzagten und zogen sich ins Privatleben zurück, andere organisierten sich in scheinbar unpolitischen kulturellen Vereinen. Letztere waren die Grundlage dafür, dass 1848 so rasch politische Parteien oder Gruppen gebildet werden konnten.

Bestimmte Ereignisse in dieser Epoche haben Teile der Bevölkerung politisiert und mobilisiert. Eine erneute französische Revolution vom Juli 1830 führte zu Unruhen und Reformen in vielen Ländern Deutschlands und Europas; Belgien löste sich von den Niederlanden, Luxemburg wurde geteilt. Das Hambacher Fest von 1832 war eine Massendemonstration im Zuge dieser Zeit. Spannungen zwischen der katholischen Kirche im Rheinland und dem preußischen Staat machten die katholische Bevölkerung politisch bewusst. Die Rheinkrise 1840, als Frankreich den Rhein als natürliche Grenze zwischen Frankreich und Deutschland forderte, führte zu einer Welle des Patriotismus und der Feindseligkeit – in beiden Ländern. Aus dieser Zeit stammt das Lied der Deutschen, das seit 1922 die deutsche Nationalhymne ist.

Ende der Epoche und Nachwirken[Bearbeiten]

Gustav Heinemann sah sich auch verwandtschaftlich, über seinen Großvater, in der Tradition der 48er-Revolution. 1974 gründete der Bundespräsident im Schloss Rastatt die Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte.

Abermals war es eine Revolution in Frankreich, die Februarrevolution 1848, die entscheidende Impulse für Deutschland gab. Die deutsche Märzrevolution 1848/1849 führte anfangs zur Verwirklichung vieler Forderungen des Vormärz in den Einzelstaaten. Diese Neuerungen wurden allerdings 1849–1851 wieder rückgängig gemacht, in der sogenannten Epoche der Reaktion (Politik). Diese Phase dauerte bis 1858, als wieder Bewegung in die deutsche Frage kam und in Preußen ein neuer König sein Amt antrat. Viele Ideen des Vormärz, einschließlich des damals entstandenen deutschen Fünfparteiensystems, und das allgemeine Wahlrecht der Märzrevolution hatten großen Einfluss in der Zeit vor der Reichsgründung 1867/1871.

Im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik waren es die Linken, die auf den Vormärz zurückschauten und gewisse Traditionslinien aufrechterhielten. Dies gilt eher weniger für die Linksliberalen als für die Sozialdemokratie, die Schlagwörter wie „Trotz alledem“ übernahm. Durch Themen wie die wirtschaftliche Einigung dank Zollverein und die frühliberal-etatistischen Vorstellungen von Friedrich List blieb die Epoche jedoch auch außerhalb der eigentlich politischen Gruppen in Erinnerung.

In den 1960er- und 1970er-Jahren erfreute der Vormärz sich unter linken Intellektuellen großer Aufmerksamkeit, weil sie bei den Revolutionären des Vormärz das Gefühl wiedererkannten, in einer rückständigen und unterdrückenden Gesellschaft zu leben. Liedermacher wie Hannes Wader oder die Gruppe Zupfgeigenhansel spielten die politischen Lieder des Vormärz. Auch die Geschichtswissenschaft nahm sich verstärkt der Epoche an.

Sozial-, Wirtschafts- und Technikgeschichte[Bearbeiten]

Nachbau des Adlers

Die Französische Revolution brachte einen Schub der Modernisierung mit sich. In den besetzten Gebieten des deutschen Westens führte der Code civil die Gleichheit der Bürger vor dem Gesetz ein, die Verwaltung wurde verbessert. Dies strahlte auf die übrigen Gebiete Deutschlands aus. Um 1800 und in den folgenden Jahren wurde die Leibeigenschaft abgeschafft (Bauernbefreiung). Der Übergang von der traditionellen zur modernen Gesellschaft sah auch Anpassungsschwierigkeiten; für die Armut in den rückständigen Gebieten kam der Begriff Pauperismus auf. Vor allem die 1840er-Jahre sind für Hungersnöte und entsprechende Unruhen bekannt.

Der wirtschaftliche Fortschritt zeigte sich auch im Abbau von Zollgrenzen. 1818 schaffte Preußen die Zölle für Handelswaren zwischen seinen eigenen Provinzen ab. 1834 gründeten mehrere Staaten gemeinsam mit Preußen den Deutschen Zollverein. In einigen Gebieten kam es zu den ersten Zeichen der Industrialisierung, auch wenn diese erst in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts Deutschland grundlegend veränderte. 1835 fuhr die erste Lokomotive in Deutschland, der Adler. Andere bedeutende technische Entwicklungen der Epoche waren die Dampfschifffahrt, die Telegrafie und die Fotografie. Allerdings dauerte es Jahrzehnte, bis ein Eisenbahnnetz bzw. ein Telegrafennetz Deutschland flächendeckend vereinte, so dass deren voller Nutzen erst im Laufe der zweiten Jahrhunderthälfte eintrat. Eisenbahn und Telegrafie sorgten erstmals in der deutschen Geschichte dafür, dass Nachrichten, Personen und Waren innerhalb von Tagen oder schneller ihr Ziel erreichten und nicht mehr innerhalb von Wochen.

Literaturgeschichte[Bearbeiten]

Der Begriff des Vormärz ist eine unscharfe Sammelbezeichnung für die oppositionelle bis revolutionäre politische Literatur der Jahrzehnte vor der deutschen Märzrevolution von 1848. Der Beginn dieser Literaturepoche ist umstritten; einige setzen ihn bei 1815 (Wiener Kongress) an, andere bei 1819 (Karlsbader Beschlüsse), 1830 (Juli-Revolution) oder 1840 (Rheinkrise). Der Vormärz stand im Gegensatz zur Literatur des konservativen, restaurativen und politisch resignierten Biedermeiers. Wichtige Genres des Vormärz sind der Brief, der Reisebericht und das politische Gedicht.

Das Junge Deutschland, dessen Veröffentlichungen 1835 durch den Frankfurter Bundestag verboten wurden, ist die vielleicht wichtigste Autorengruppe dieser Zeit. Die Vertreter dieser Strömung wollten das politische Bewusstsein des Bürgertums erreichen und forderten eine engagierte Literatur, die sich an der gesellschaftlichen Wirklichkeit orientierte. Ihre Abkehr von den Idealen der literarischen Klassik fand Ausdruck in Heinrich Heines Wortschöpfung vom Ende der Kunstperiode. Die Hauptvertreter des Jungen Deutschland waren Karl Gutzkow, Heinrich Laube, Theodor Mundt und Ludolf Wienbarg.

Während sich die Jungdeutschen, deren literarisch-politische Wirksamkeit in der Mitte der 1830er-Jahre ihren Höhepunkt erreichte, vor allem verschiedener Formen der Prosa bedienten und eigene Zeitschriften gründeten, versuchten die eher in den 1840er-Jahren agierenden Vormärzdichter primär durch engagierte Lyrik für den Fortschritt zu wirken. Zu den wichtigsten Autoren dieser Richtung zählen August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Ferdinand Freiligrath (Ça ira, Neue politische und soziale Gedichte) und Georg Herwegh (Gedichte eines Lebendigen). In diesem Zusammenhang sind auch zu erwähnen Robert Eduard Prutz und Georg Weerth (Humoristische Skizzen aus dem deutschen Handelsleben, Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphanski), der von der marxistisch orientierten Literaturwissenschaft gern als erster „Dichter des deutschen Proletariats“ apostrophiert wurde.

Neben diesen Gruppen sind verschiedene einzelne Autoren und Autorinnen zu nennen, die zu unterschiedlichen Zeiten auf ihre Weise Anteil an den fortschrittlichen und vorrevolutionären Tendenzen der Vormärzliteratur hatten. Ludwig Börne mit seinem kritischen Journalismus (Briefe aus Paris) hatte für die Jungdeutschen eine Vorbild- und Vorreiterfunktion.

Zur Literatur des Vormärz zählt man auch das Werk Georg Büchners (Woyzeck, Lenz, Der Hessische Landbote, Leonce und Lena, Dantons Tod). Er stand zwar zeitweise in Kontakt mit Gutzkow, hielt aber die Strategie des Jungen Deutschland insgesamt für zu stark am Bürgertum orientiert. Büchner und Christian Dietrich Grabbe haben jeweils auf ihre besondere Weise der Gattung Drama neue Impulse gegeben.

Heinrich Heine distanzierte sich mit seinem hohen ästhetischen Anspruch von den Jungdeutschen, teilte aber weitgehend ihre Gesellschaftskritik. Es war daher kein Zufall, dass der Verbotsbeschluss des Bundestages gegen die Werke des Jungen Deutschland ihn mit einschloss. Die Vormärzdichter, die er bei ihrem ersten Auftreten als „Tendenzpoeten“ kritisierte und karikierte, inspirierten ihn in der Folgezeit zu politischen Zeitgedichten wie Die schlesischen Weber und dem Versepos Deutschland. Ein Wintermärchen, die zu seinen radikalsten Äußerungen gehören.

Weitere Autoren, die in den Kontext des literarischen Vormärz gehören, sind u.a. Ernst Dronke oder Adolf Glaßbrenner, nicht zu vergessen die in dieser Zeit stärker an die Öffentlichkeit drängenden Autorinnen, die wie Louise Aston (Meine Emanzipation) oder Fanny Lewald (Einige Gedanken über Mädchenerziehung) frauenspezifische oder wie Bettina von Arnim (Dies Buch gehört dem König) soziale Fragen zum Thema machten.

Autoren und Werke[Bearbeiten]

Autor(in) Werke
Bettina von Arnim (1785–1859) Dies Buch gehört dem König (Reportagen)
Ludwig Börne (1786–1837) Briefe aus Paris (Briefsammlung)
Heinrich Heine (1797–1856) Deutschland. Ein Wintermärchen (Verserzählung); Reisebilder; journalistische Texte; Gedichte
Friedrich Wilhelm Schulz (1797–1860) Der Tod des Pfarrers Friedrich Ludwig Weidig
Anton Johann Gross-Hoffinger (1808–1875)
Ferdinand Freiligrath (1810–1876) Ça ira. Neue politische und soziale Gedichte (Gedichtsammlungen)
Karl Gutzkow (1811–1878) Wally, die Zweiflerin (1835)
Georg Büchner (1813–1837) Dantons Tod, Woyzeck (Dramen), Leonce und Lena (Komödie), Lenz (Erzählung); Der Hessische Landbote (Flugschrift)
Louise Aston (1814–1871) Meine Emanzipation (Verteidigungsschrift nach ihrer Ausweisung aus Berlin)
Georg Herwegh (1817–1875) Gedichte eines Lebendigen
Georg Weerth (1822–1856) Humoristische Skizzen aus dem deutschen Handelsleben; Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski (satirische Feuilletons); Gedichte
Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848) Die Judenbuche (Erzählung). Droste-Hülshoff schlug zeitlebens schon einen realistisch-naturalistischen Weg ein.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Hardtwig: Vormärz. Der monarchische Staat und das Bürgertum. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1985, ISBN 3-423-04502-7.
  • Sibylle Obenaus: Literarische und politische Zeitschriften 1830–1848. Metzler, Stuttgart 1986, ISBN 3-476-10225-4 (Sammlung Metzler, 225).
  • Dieter Langewiesche: Europa zwischen Restauration und Revolution 1815–1849. 4. Auflage. Oldenbourg, München 2004, ISBN 3-486-49764-2 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte, 13).
  • Norbert Otto Eke: Einführung in die Literatur des Vormärz. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, ISBN 3-534-15892-X (Einführungen Germanistik).
  • Manfred Engel: Vormärz, Frührealismus, Biedermeierzeit, Restaurationszeit? Komparatistische Konturierungsversuche für eine konturlose Epoche. In: Oxford German Studies 40 (2011), 210-220.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Vormärz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Langewiesche, Dieter: Europa zwischen Restauration und Revolution 1815–1849, S. 1: „die Begriffe Restauration, Vormärz und Biedermeier, mit denen die Verhältnisse im Bereich des Deutschen Bundes meist benannt werden“
  2. Florian Vaßen (Hrsg.):Restauration, Vormärz und 48er Revolution. In: Die deutsche Literatur in Text und Darstellung., Band 10, S. 29