August Cieszkowski

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August Cieszkowski

Graf August Cieszkowski (manchmal: August von Cieszkowski, * 12. September 1814 in Sucha bei Warschau; † 12. März 1894 in Wierzenica bei Swarzędz) war polnischer Geschichtsphilosoph, Ökonom und politischer Aktivist. Er gründete die Liga Polska mit und vertrat die PosenerGesellschaft der Freunde der Wissenschaften“ (PTPN) als deren Präsident. Cieszkowski war Schüler des deutschen Philosophen Hegel, löste sich später und entwarf schließlich eine „christologische Weltauffassung“.

Philosophie[Bearbeiten]

Cieszkowski teilt die Weltgeschichte in drei Epochen: In der vorchristlichen Zeit beherrscht der Wille das Denken, in der Epoche von Jesus bis Hegel dominiert das Denken den Willen. Erst nach Hegel entfaltet sich der Idealismus: Nun wird sich die Philosophie des christlichen Willens bewusst. Dieser Willen ist nicht mehr nur ein „Filialausfluß der erkenntnis-theoretischen Tätigkeit“ (Cieszkowski), sondern hat ein eigenes Wesen. In der Epoche nach Hegel herrscht der Heilige Geist in einem „dritten Reich“. Er fordert von den Slawen, eine christlich-brüderliche Welt aufzubauen. Sonst droht eine Zeit des falschen „dritten Reiches“.

Werke[Bearbeiten]

  • Prolegomena zur Historiosophie (1838) auf Deutsch in Berlin erschienen, online
  • Gott und Palingenesie (1842) auf Deutsch in Berlin erschienen, online
  • Vater Unser, bestehend aus vier Bänden

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Kühne: Erlebnisse eines Polonisten. Die Besuche des Slawisten Walter Kühne bei Graf August Cieszkowski dem Jüngeren auf Schloss Wierzenica bei Posen in den Jahren 1924 und 1929. Zur Verständigung der Völker. Lohengrin-Verlag, Rendsburg 1995.
  • Stefan Leber: „... es mußten neue Götter hingesetzt werden.“ - Menschen in der Entfremdung: Marx und Engels, Cieszkowski, Bauer, Hess, Bakunin und Stirner. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1987, ISBN 3-7725-0730-1. Darin das Kapitel August Cieszkowski - Ausgleich und Evolution, S. 215–240.

Weblinks[Bearbeiten]