Böse Sieben

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Böse Sieben
Das Einzugsgebiet der Salza mit der Bösen Sieben als nördlichem Hauptarm

Das Einzugsgebiet der Salza mit der Bösen Sieben als nördlichem Hauptarm

Daten
Gewässerkennzahl DE: 56724
Lage Landkreis Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt, Deutschland
Flusssystem Elbe
Abfluss über Salza → Saale → Elbe → NordseeVorlage:Infobox Fluss/QUELLE_fehlt
Quellhöhe 205,4 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Lüttchendorf in den Kernersee51.482511.73555555555678.7Koordinaten: 51° 28′ 57″ N, 11° 44′ 8″ O
51° 28′ 57″ N, 11° 44′ 8″ O51.482511.73555555555678.7
Mündungshöhe 78,7 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied 126,7 m
Länge 15,2 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen 
(Ahlsdorf bis zum Süßen See)
Einzugsgebiet 167,9 km²[2]
Abfluss am Pegel Unterrißdorf[3]
AEo: 104 km²
NNQ
MNQ
MQ
Mq
MHQ
HHQ
15 l/s
46 l/s
145 l/s
1,4 l/s km²
3,35 m³/s
8,9 m³/s
Die Böse Sieben in Eisleben

Die Böse Sieben in Eisleben

Die Böse Sieben ist ein Bach, der am Ostrand des Harzes entspringt. Er fließt im Landkreis Mansfeld-Südharz durch die Lutherstadt Eisleben und mündet bei Lüttchendorf in den Süßen See, von welchem aus nördlich und südlich von Seeburg zwei weitere Mündungsarme in den Bindersee münden und von diesem aus dann einer in den Kernersee. Vom Letztgenannten aus wird das Wasser schließlich um einige Höhenmeter in die im Ober- und Mittellauf Querne und Weida genannte Salza gepumpt, die bei Salzmünde in die Saale mündet.

Höhenlagen[Bearbeiten]

Bis zum Süßen See fällt das Höhenniveau der Bösen Sieben von gut 200 m ü. NHN auf 92,6 m ü. NHN. Von dort aus fällt die Höhe vergleichsweise abrupt auf 79,9 m ü. NHN am Bindersee und 78,7 m ü. NHN am Kernersee, von wo aus es wiederum auf etwa 85,4 m ü. NHN zur Salza gepumpt wird.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Name des Baches hat sich erst seit dem 19. Jahrhundert durchgesetzt und seine Herkunft ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Vorher wurde er Willerbach (mansfeldisch für Wilder Bach) genannt.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Böse Sieben wird gespeist von den zwei Quellbächen Vietzbach, auch Goldbach genannt, und Dippelsbach, welche sich in Ahlsdorf vereinigen. Nach der hier stehenden Tafel des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) ist die Böse Sieben 15,22 km lang[4]. Weitere Zuflüsse sind Kliebigbach, Goldgrundbach, Pfaffengrundbach, Saugrundbach und Wolferoder Bach oder Wolferöder Graben. Da diese bei starken Regenfällen schnell anschwellen und zu reißenden Fluten werden können, die den Mansfelder Grund heimsuchen, mag die Erklärung des Namens hier zu finden sein. In der Eisleber Aue münden noch der Hünsche Born, der Wilde Graben und südlich von Unterrißdorf der Kalte Graben in die Böse Sieben. Einige der Zuflüsse fallen in heißen Sommern völlig trocken, besonders der Saugrundbach und der Hünsche Born. Innerhalb der Stadt Eisleben wurde das Bachbett mit rotem Sandstein ausgemauert. Mit den zahlreichen Brücken, besonders der gewölbten Steinbrücke auf Höhe der Grabenschule, ist somit ein besonderes Ensemble in der Stadt entstanden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Hydrologische Grundlagenuntersuchungen im Einzugsgebiet der Salza (PDF; 800 kB)
  3. Halle und die Saale: Verflechtungen der 1200-jährigen Stadt mit ihrem Umland ...
  4. Diese Längenangabe bezieht sich offenbar auf die Länge von der Vereinigung der Quellbäche bis zum Süßen See.

Literatur[Bearbeiten]

  • Burkhard Zemlin: „Stadtführer Lutherstadt Eisleben“, Bindlach 1996, ISBN 3-8112-0833-0
  • Landesamt für Vermessung und Geoinformation Sachsen-Anhalt, Halle(Saale): Topographische Karte 1:10 000, Blätter 4434-SO 2005, 4435-SW 2004 und 4435-SO 2004

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Böse Sieben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien