Banana Fish

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Banana Fish ist eine Manga-Serie der japanischen Zeichnerin Akimi Yoshida. Der circa 3.400 Seiten umfassende Comic, der von 1985 bis 1994 erstveröffentlicht wurde, ist in das Genre Shōnen Ai einzuordnen. Der Thriller fand durch seine im Vergleich zu anderen Shōjo-Mangas actionreiche Geschichte und durch den realistischen, klaren Zeichenstil auch bei der männlichen Leserschaft Anklang.[1]

Handlung[Bearbeiten]

1973 sind einige junge US-Amerikaner in Vietnam stationiert. Immer mehr Amerikaner sterben auf mysteriöse Weise. Griffin Callenreese zeigt ähnliche Symptome wie die Verstorbenen und erschießt mehrere seiner Freunde in einem Amoklauf, bevor er zusammenbricht und die Worte „Banana Fish“ murmelt.

In New York City führt 1985 Griffins siebzehnjähriger Bruder Aslan, von allen Ash Lynx genannt, Straßengangs an. Der hochintelligente und im Umgang mit Waffen geschickte Ash wurde als Kind entführt und zur Prostitution gezwungen. Unter anderem war er der Liebhaber des Mafia-Bosses Dino Golzine, der Ash zur Macht verholfen hat, die er auf der Straße hat. Ash kümmert sich um seinen Bruder, der durch den Vorfall in Vietnam zum Pflegefall geworden ist und weiterhin nur die Worte „Banana Fish“ über die Lippen bringt.

Der japanische Fotograf und Journalist Junichi Ibe kommt gemeinsam mit dem neunzehnjährigen Eiji Okumura in Amerika an; sie kennen Polizisten, die mysteriöse Selbstmorde untersuchen und in ihnen eine Verbindung zu Ash erkennen. Ash hat von einem Mann, der wenig später an seinen Verletzungen starb, in einer Seitenstraße eine Pille mit der Droge „Banana Fish“ erhalten, die im Zusammenhang mit den Selbstmorden und dem Amoklauf seines Bruders steht. Die Polizisten machen Ibe und Eiji mit Ash bekannt, der schnell Zuneigung für Eiji empfindet.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Banana Fish erschien in Japan von Mai 1985 bis September 1994 im zu dieser Zeit eine Auflage von ungefähr 800.000 erreichenden[2] Manga-Magazin Bessatsu Shōjo Comic, in dem zur selben Zeit unter anderem auch Yumi Tamuras Basara veröffentlicht wurde. Der Shōgakukan-Verlag brachte diese Einzelkapitel auch in neunzehn Sammelbände heraus. Später erschien eine Neuauflage in elf Bunkoban-Bänden.

Der Manga wurde ins Koreanische, Chinesische, Englische, Italienische, Französische und teilweise auch ins Deutsche übersetzt. Planet Manga verlegte sieben der neunzehn Bände in Deutschland. Der Abbruch der Veröffentlichung erfolgte aufgrund schlechter Verkaufszahlen.

Hintergründe[Bearbeiten]

Der Name der Serie ist von J. D. Salingers Kurzgeschichte A Perfect Day for Bananafish inspiriert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Frederik L. Schodt: Dreamland Japan. Writings on Modern Manga. 2002, Stone Bridge Press, ISBN 1-880656-23-X, S. 203–207

Quellen[Bearbeiten]

  1. Jacqueline Berndt: Phänomen Manga, S. 124
  2. Auflagen von Shōjo-Magazinen von 1979 bis 2000 (gespeichert vom Internet Archive)