Bar-sur-Aube

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Bar-sur-Aube
Wappen von Bar-sur-Aube
Bar-sur-Aube (Frankreich)
Bar-sur-Aube
Region Champagne-Ardenne
Département Aube
Arrondissement Bar-sur-Aube
Kanton Bar-sur-Aube
Koordinaten 48° 14′ N, 4° 42′ O48.2330555555564.7063888888889165Koordinaten: 48° 14′ N, 4° 42′ O
Höhe 156–348 m
Fläche 16,27 km²
Einwohner 5.214 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 320 Einw./km²
Postleitzahl 10200
INSEE-Code
Website www.barsuraube.net

Bar-sur-Aube ist eine französische Gemeinde mit 5214 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) und Hauptstadt des gleichnamigen Arrondissements Bar-sur-Aube. Sie gehört zum Département Aube (genannt nach dem Fluss Aube) und der Region Champagne-Ardenne. Die Einwohner werden Baralbins genannt. Paris ist 207 Kilometer entfernt, Troyes 52 Kilometer.

Geschichte[Bearbeiten]

Antike bis frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Der Ort ist spätestens seit der jüngeren Eisenzeit (La-Tène-Kultur) besiedelt. Im Gemeindegebiet wurde ein Münzprägestempel gefunden, der den Namen des Lingonenhäuptlings Togirix trägt. In der Spätantike wurde Bar von den Hunnen verwüstet und gehörte nach der Reichsteilung der Franken zu Austrasien. Aus der Regierungszeit Karls des Kahlen sind Münzen mit dem Namen des Ortes erhalten. Unter den Grafen von Champagne war Bar ein wichtiges Handelszentrum durch seine Rolle als Standort einer im Hoch- und Spätmittelalter bedeutenden Champagnemesse, die 1636 durch eine Pestepidemie beendet wurde.

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

In der Revolutionszeit war Bar von 1790–1800 Hauptort des Distrikts.

1814 begleitete der spätere erste deutsche Kaiser Wilhelm I. von Preußen seinen Vater als Hauptmann bei der Verfolgung Napoléons und erwarb in der Schlacht von Bar-sur-Aube als Anerkennung das Eiserne Kreuz.

1862 wurden die Befestigungen der Stadt geschleift.

Während des deutsch-französischen Krieges bekämpften sich 1870 die Armeen, zunächst unter den Oberbefehlshabern Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke und François-Achille Bazaine, in der Nähe von Bar-sur-Aube mit zahlreichen Toten auf beiden Seiten.

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg nahm General Joseph Joffre während der so genannten Marneschlacht im September 1914 in der Ecole Communale de garcons in Bar-sur-Aube sein Hauptquartier. 1918 errichtet die US-Armee einen Truppenübungsplatz in Bar-sur-Aube, um US-Soldaten zum Eingreifen in die Kämpfe des 1. Weltkrieges auszubilden.

Vom 31. Mai bis 23. Juni 1940 fand beim so genannten Frankreichfeldzug ein Durchmarsch der 7. Infanterie-Division statt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Vorne "Moulin des Marcasselles" und Kirchturm von Saint-Maclou
  • Cellier (Keller) der Mönche aus dem 12. Jahrhundert. Dieses Haus war ein alter Wohnsitz der Mönche des Klosters Clairvaux.
  • Bibliothek aus dem 16. bzw. 17. Jahrhundert
  • Kirche Saint-Pierre, burgundische Frühgotik aus dem 12. Jahrhundert mit ihrem Halloy, einer Holzgalerie um das Kirchengebäude, das den Händlern früher als Verkaufsraum diente.
  • Kirche Saint-Maclou aus dem 12. und 14. Jahrhundert. Ihr Kirchturm ist der Rest eines Schlosses der Comtes, das auf Befehl Heinrichs IV. zerstört wurde.
  • Saint-Jean-Kapelle des Ordens Saint-Jean

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Paris–Mulhouse, welcher von TER Champagne-Ardenne und Intercités Zügen bedient wird.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Partnerstadt[Bearbeiten]

Straßennamen in Deutschland[Bearbeiten]

Die Barstraße in Berlin, Charlottenburg-Wilmersdorf, Ortsteil Wilmersdorf führt von der Brandenburgischen Straße am Fehrbelliner Platz zur Mecklenburgischen Straße und erinnert an die Schlacht vom 27. Februar 1814 während der Befreiungskriege bei Bar-sur-Aube zwischen Napoléon I. und der Hauptarmee der Alliierten unter Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg.

Auch die Barer Straße in München, Maxvorstadt erinnert an diese Ereignisse.

In der Partnerstadt Gernsheim gibt es noch eine Promenade de Bar sur Aube.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bar-sur-Aube – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien