Barcin

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Barcin
Wappen von Barcin
Barcin (Polen)
Barcin
Barcin
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Landkreis: Żnin
Fläche: 3,69 km²
Geographische Lage: 52° 52′ N, 17° 57′ O52.86666666666717.95Koordinaten: 52° 52′ 0″ N, 17° 57′ 0″ O
Einwohner: 7714
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 88-190 bis 88-193
Telefonvorwahl: (+48) 52
Wirtschaft und Verkehr
Straße: BydgoszczMogilno
Schienenweg: InowrocławŻnin
Nächster int. Flughafen: Bydgoszcz
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 21 Ortschaften
14 Schulzenämter
Fläche: 121,08 km²
Einwohner: 14.951
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 123 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0419013
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Michał Pęziak
Adresse: ul. Artylerzystów 9
88-190 Barcin
Webpräsenz: www.barcin.pl
Stadtverwaltung Barcins

Barcin [ˈbarʨin] (deutsch Bartschin) ist eine Stadt in Polen im Süden der Wojewodschaft Kujawien-Pommern ca. 40 Kilometer südlich von Bydgoszcz.

Geschichte[Bearbeiten]

Um 1325 wurde auf einem Hügel eine Kirche errichtet, dort wurde 1390 erstmals der Ort urkundlich erwähnt. Das Marktrecht erhielt Barcin 1472. 1541 wurde der Ort vom rechten auf das linke Ufer des Flusses Netze verlegt, am 12. Juni des Jahres erhielt der Ort das Stadtrecht nach deutschem Recht.

1772 wurde der Ort von Preußen erobert. Während des polnischen Aufstandes unter Tadeusz Kościuszko kam es am 28. September 1794 bei Barcin zu einem Gefecht zwischen preußischen Truppen und polnischen Aufständischen, die von General Lipski angeführt wurden. Von 1807 bis 1815 war der Ort wieder polnisch und gehörte zum Herzogtum Warschau.

1815 wurde Barcin der preußischen Provinz Großherzogtum Posen angegliedert. Die Stadt gehörte zum Kreis Schubin im Regierungsbezirk Bromberg und war Sitz des Distriktskommissars für den gleichnamigen Polizeidistrikt. 1852 wütete die Cholera im Ort. 1880 wurde das erste Mal erwähnt, dass der Ort über eine Poststation verfügt. Zwölf Jahre später wurde Barcin an das Schienennetz angeschlossen und hatte jetzt eine Zugverbindung mit Żnin und Inowrocław, 1912 wurde die Linie Barcin-Mogilno eröffnet. [2]

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kam Barcin zurück an Polen.

Am 7. September 1939 erreichten deutsche Truppen den Ort, 13 Tage später gab es die ersten Hinrichtungen vor der heutigen Grundschule. Von 1939 bis 1945 gehörte Barcin wieder zum deutschen Kreis Schubin, der zuletzt die Bezeichnung Altburgund trug. Barcin wurde zunächst in Bartelstein a.d. Netze eingedeutscht. Da dieser Name aber postalisch laufend mit Bartenstein in Ostpreußen verwechselt wurde, erhielt die Stadt ab 1943 die Bezeichnung Bartelstädt.

Am 21. Januar 1945 erreichte die Rote Armee Barcin und die Stadt kam an Polen zurück.

Gmina Barcin[Bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde Barcin besteht aus folgenden Ortschaften:

polnischer Name deutscher Name
(1815-1920)
deutscher Name
(1939-45)
Aleksandrowo Vorwerk Alexandern Alexandern
Augustowo Augustowo Augustenhof
Barcin Bartschin 1939-43 Bartelstein
1943-45 Bartelstädt
Barcin-Wieś Gut Bartschin Bartelsdorf
Bielawy Bielawy Weißenhof
Dąbrówka Barcińska Dombrowko Eichwald
Gulczewo Gut Mamlitz Dietershof
Józefinka Josephinenthal Josefinental
Julianowo Julianowo Julienhof
Kania Kania Habichtswalde
Knieja Knieja Wiesenfelde
Krotoszyn Krotoschin Windhuk
Mamlicz Mamlitz 1939-43 Mühldorf
1943-45 Brinkmühlen
Młodocin Mlodocin Jungdorf
Piechcin Hansdorf Hansdorf
Pturek Pturke Seekrug
Sadłogoszcz Joachimsdorf Joachimsdorf
Szeroki Kamień Breitenstein Breitenstein
Wapienno Hamilkarowo Wappin
Wolice Wolitz Leutwein
Zalesie Barcińskie Gut Zalesie bei Bartschin
1906-20 Salesche
1939-43 Ullmannshorst
1943-45 Kiehnshof
Złotowo Stare Zlotowo Dorf
1916-20 Schlottau
Schlottau
Złotowo Nowe Zlotowo Gut Eichfelde

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

 Commons: Barcin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 6. Dezember 2014.
  2. Virtuelles Schtetl, Geschichte und jüdische Gemeinschaft Barcins.