Bascha Mika

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Bascha Mika, 2009

Bascha Mika (* 17. Januar 1954 in Komprachcice, Polen; eigentlich Barbara Mika) ist eine deutsche Journalistin und Publizistin. Sie war von 1999 bis Juli 2009 Chefredakteurin der taz. Seit April 2014 leitet sie mit Arnd Festerling die Redaktion der Frankfurter Rundschau.[1]

Leben[Bearbeiten]

Bascha Mika wurde als Barbara Mika in Komprachcice bei Opole (Oppeln) in Oberschlesien geboren. 1959 siedelte sie mit ihrer Familie in die Bundesrepublik Deutschland über und zog nach Aachen.

Nach einer Banklehre absolvierte Mika das Abitur. Sie studierte Philosophie, Germanistik und Ethnologie in Bonn und Marburg. Während des Studiums arbeitete sie als freie Mitarbeiterin bei verschiedenen Zeitungen, bevor sie mit Anfang 30 Journalismus zu ihrem Hauptberuf machte.[2]

1988 nahm Mika eine feste Stelle in der Nachrichtenredaktion der taz an, wurde 1998 Mitglied der Chefredaktion und 1999 alleinige Chefredakteurin (zwei Stellvertreter). Mika verließ das Blatt Mitte Juli 2009.[3][4]

Als 1998 ihre Biografie von Alice Schwarzer erschien, löste diese eine Kontroverse in der Öffentlichkeit aus. In dem Buch wird ein ambivalentes Psychogramm Schwarzers gezeichnet. Während die Verdienste um die Frauenbewegung ausdrücklich und mit Bewunderung gewürdigt werden, zeugten laut Mika einige andere Positionen Schwarzers von „Verachtung von Frauen“ oder „Abwehr gegen das eigene Geschlecht“ und seien somit frauenfeindlich.[5]

Seit 2007 ist Mika nebenberuflich Honorarprofessorin an der Universität der Künste Berlin; die Leitung des Studiengangs Kulturjournalismus teilt sie sich mit ihrem Lebensgefährten Carsten Großeholz.

Am 1. April 2014 übernahm Mika zusammen mit Arnd Festerling die redaktionelle Leitung der "Frankfurter Rundschau".

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Von 2003 bis 2009 war Bascha Mika Mitglied des Medienrates der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. Sie sitzt zudem im Kuratorium von Journalists Network.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • Alice Schwarzer. Eine kritische Biografie. Rowohlt, Reinbek 1998; Taschenbuch ebd. 1999, ISBN 3-499-60778-6
  • Die Feigheit der Frauen. Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug.[6] Bertelsmann, München 2011; Goldmann, München 2012, ISBN 978-3-442-15720-4
  • Mutprobe. Frauen und das höllische Spiel mit dem Älterwerden. Bertelsmann, München 2014, ISBN 978-3-570-10170-4

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. hr online.de Rhein-Main vom 19. Februar 2014: Doppelspitze: Bascha Mika wird FR-Chefredakteurin, abgerufen am 19. Februar 2014
  2. Heik Afheldt: Taz-Chefin Bascha Mika. In: Der Tagesspiegel, 1. März 2007, abgerufen am 15. Februar 2011.
  3. Patrick Schwarz: Die Queen verlässt die taz. In: Die Zeit, 25. Juni 2009, abgerufen am 15. Februar 2011.
  4. Bascha Mika verlässt die „taz“. In: Spiegel Online, abgerufen am 15. Februar 2011.
  5. Henryk M. Broder: Ein Macho im Rock. In: Spiegel Online, 16. März 1998, abgerufen am 15. Februar 2011.
  6. Andreas Schäfer: Probleme in Pink – Frauen sind selber schuld. In: Der Tagesspiegel, 3. Febr. 2011 15:15 Uhr, abgerufen am 30. März 2011.