Bayerische Regionaleisenbahn

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Die Bayerische Regionaleisenbahn GmbH (BRE) ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Regionaleisenbahn GmbH (DRE) mit Sitz in Hof (Saale), das seit 2004 überwiegend als Eisenbahninfrastrukturunternehmen tätig ist.[1] Vorrangiges Ziel ist es, die Stilllegung und anschließende Entwidmung von Bahnstrecken in der Fläche zu verhindern. Dies geschieht entweder durch den Abschluss von Trassensicherungsverträgen mit dem bisherigen Eigentümer DB Netz oder durch Übernahme der Strecken mittels Pacht- oder Kaufvertrag.

Strecken[Bearbeiten]

Folgende Strecken mit einer Gesamtlänge von 129 Kilometern werden von der BRE in Bayern und seit 2012 auch in Sachsen-Anhalt unterhalten beziehungsweise sind von ihr gepachtet:[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Nachdem im März 2010 die Strecke Gochsheim–Kitzingen-Etwashausen wegen Oberbaumängel gesperrt werden musste und die zuständige Aufsichtsbehörde Bezirk Mittelfranken der BRE eine bereits verlängerte Frist bis Ende April 2011 setzte, um die Strecke in einen sicheren Zustand zu versetzen, verhängte sie erstmals ein Zwangsgeld gegen den Streckenbetreiber. Dieser konnte die Befahrbarkeit erst Ende Mai 2011 wiederherstellen.[5]

Am 26. Juli 2012 hat die BRE mit der sachsen-anhaltischen Bahnstrecke Köthen–Aken erstmals eine Strecke außerhalb Bayerns gepachtet. Es wird kein örtliches Personal eingesetzt, sodass die Bahnübergänge vom Zugpersonal gesichert werden müssen. Die Strecke wird im bedarfsweisen Güterverkehr zum Hafen Aken und für Sonderfahrten genutzt.[6]

Nachdem die DRE am 12. April 2013 den Abschnitt ZeitzTröglitz der Zeitz–Altenburger Eisenbahn zur weiteren Bedienung des Chemie- und Industrieparks Zeitz in Pacht übernommen hat,[7] wird dieser von der BRE als zweite Strecke in Sachsen-Anhalt betrieben.[2] Bereits am 5. Juni wurde diese Strecke dadurch unbefahrbar, dass das Hochwasser 2013 zwei Pfeiler der Eisenbahnbrücke über die Weiße Elster stark beschädigte. Da infolgedessen drei Unternehmen im Chemie- und Industriepark nicht mehr bedient werden konnten, hat die BRE die bereits stillgelegte Strecke Tröglitz–Meuselwitz von DB-Netz übernommen. Nach einer kurzfristigen Instandsetzung konnte dieser Abschnitt wieder als Nebengleis des Bahnhofs Tröglitz in Betrieb genommen werden und am 28. Juni 2013 erreichte der erste Güterzug nach dem Hochwasser wieder den Chemie- und Industriepark aus Richtung Altenburg.[8]

Siehe auch[Bearbeiten]

Deutsche Regionaleisenbahn GmbH

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neueintragung Bayerische Regionaleisenbahn GmbH, Aktenzeichen HRB 4978. Amtsgericht Hof, 19. März 2012, abgerufen am 24. August 2012.
  2. a b Eisenbahninfrastruktur DRE-Gruppe. Deutsche Regionaleisenbahn, 20. Januar 2013, abgerufen am 9. Mai 2013.
  3. "Wieder Güterverkehr auf der Strecke Schlüsselfeld - Strullendorf". In: Der neue Wiesentbote. 8. Mai 2008, abgerufen am 7. Juli 2012.
  4. "Bayern: Bayrische Regionaleisenbahn (BRE) hat Strecken von DB Netz übernommen". eurailpress.de, 29. November 2007, abgerufen am 7. Juli 2012.
  5. Gisela Schmidt: Regionaleisenbahn muss Zwangsgeld zahlen. In: Mainpost. 24. November 2011, abgerufen am 24. Dezember 2011.
  6. Geschichte der Strecke Köthen-Aken/Elbe. Eisenbahnfreunde Aken e.V., 2012, abgerufen am 24. August 2012.
  7. DRE übernimmt Eisenbahnstrecke Zeitz - Tröglitz von der DB Netz AG. Deutsche Regionaleisenbahn (veröffentlicht von http://www.industriepark-zeitz.com), 12. April 2013, abgerufen am 9. Mai 2013.
  8. Torsten Gerbank: Industriepark hat wieder einen Gleisanschluss. Mitteldeutsche Zeitung, 2. Juli 2013, abgerufen am 22. Juli 2013.