Schwarzenbach an der Saale
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Hof | |
| Höhe: | 508 m ü. NN | |
| Fläche: | 59,1 km² | |
| Einwohner: |
7181 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 122 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 95126 | |
| Vorwahl: | 09284 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HO | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 75 168 | |
| Stadtgliederung: | 27 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Ludwigstr. 4 95126 Schwarzenbach an der Saale |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Alexander Eberl (SPD) | |
| Lage der Stadt Schwarzenbach an der Saale im Landkreis Hof | ||
Schwarzenbach an der Saale (amtlich: Schwarzenbach a.d.Saale) ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Hof.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Ortsteile [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde besteht [2] aus 27 Ortsteilen (Einwohnerzahlen in Klammern):
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Geschichte [Bearbeiten]
Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth verlieh dem Ort 1610 Marktrechte. Das ehemalige Amt des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth fiel mit diesem im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Die Fürsten von Schönburg-Waldenburg besaßen zu dieser Zeit dort ein Rittergut. Seit 1844 ist Schwarzenbach an der Saale Stadt.
Am Karfreitag 1948 wurde in der St.-Gumbertus-Kirche die Christusbruderschaft Selbitz gegründet.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Januar 1976 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Stobersreuth eingegliedert. Am 1. Juli 1976 kamen Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Hallerstein (Hallerstein, Völkenreuth, Albertsberg, Förmitz und Birkenbühl; Benk wurde der Gemeinde Weißdorf zugeschlagen) hinzu. Von der aufgelösten Gemeinde Gottfriedsreuth erhielt Schwarzenbach am 1. Januar 1977 etwa 40 Einwohner. Förbau, Martinlamitz und Quellenreuth sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Seulbitz an der Sächsischen Saale (Seulbitz, Bärlas und Götzmannsgrün; Albertsreuth wurde der Gemeinde Weißdorf zugeschlagen) folgten am 1. Mai 1978.[3]
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
- 1961: 9921
- 1970: 9768
- 1987: 8174
- 2000: 8260
- 2006: 7738
- 2010: 7290
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
Die Kommunalwahlen 2002 und 2008 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Stadtrat:
| 2002 | 2008 | |
|---|---|---|
| CSU | 8 | 8 |
| SPD | 8 | 8 |
| GRÜNE | 1 | 1 |
| Überparteiliche Wählergemeinschaft/Freie Wähler | 3 | 3 |
| Gesamt | 20 | 20 |
Bürgermeister [Bearbeiten]
- 1872–1875 Peter Eckhardt
- 1876–1881 Heinrich Gottfried Raeithel
- 1882–1887 Wilhelm Kynast
- 1888–1896 Heinrich Gottfried Raeithel
- 1896–1902 Wilhelm Kummer
- 1902–1909 Johann Georg Wolf
- 1909–1911 Ernst Raeithel
- 1912–1919 Heinrich Kilian
- 1919–31. Januar 1925 Erhard Raithel
- 1. Februar 1925–30. September 1933 Otto Lucas
- 1. Oktober 1933–31. März 1945 Benno Kuhr, NSDAP
- 1. April 1945–16. April 1945 Siegmund Köppel
- 16. April 1945–27. April 1945 Georg Hoffmann
- 27. April 1945–31. Januar 1946 Hans Kropf, KPD
- 1. Februar 1946–30. April 1966 Otto Popp, SPD
- 1. Mai 1966–30. April 1990 Peter Schneider, SPD
- 1. Mai 1990–30. April 2002 Walter Baumann, CSU
- seit 1. Mai 2002 Alexander Eberl, SPD
Stellvertreter des Landrates [Bearbeiten]
Folgende Bürgermeister der Stadt Schwarzenbach an der Saale waren gleichzeitig als Stellvertreter des Landrates des Landkreises Hof im Amt:
- 1946–1972 Otto Popp (Stellvertreter von Landrat Heinz Schulze)
- 1975–1984 Walter Baumann (Stellvertreter, 1975-1978 weiterer Stellvertreter) von Landrat Heinz Schulze und Landrat Ewald Zuber)
- 1984–1990 Peter Schneider (Stellvertreter von Landrat Ewald Zuber)
- seit 2008 Alexander Eberl (weiterer Stellvertreter von Landrat Bernd Hering)
Gemeindepartnerschaften [Bearbeiten]
- Marktgemeinde Schwarzenbach im Bezirk Wiener Neustadt-Land in Niederösterreich (Österreich)
- Schwarzenbach SG, eine Ortschaft in der Gemeinde Jonschwil, Kanton St. Gallen, Schweiz
- Polanka Wielka, südlich vom oberschlesischen Kattowitz im Kreis Auschwitz, Polen
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Städtische Kunstgalerie im Alten Rathaus
- Traktor-Museum am Bahnhof
- Gedenkstätte Langer Gang
Vereine und Sport [Bearbeiten]
- BRK Bergwacht Schwarzenbach/Saale, Abschnitt Fichtelgebirge, Dienst am Rudolfstein
- Fischereiverein Schwarzenbach mit den Gewässern Förmitzstausee, Schiedateich, sächsische Saale, Schübelslache, Goldbachsteich
- Fußball: 1. FC Schwarzenbach/Saale
- Wasserwacht OG Schwarzenbach an der Saale mit Wachstation am Förmitzspeicher
- Tennis: TC Schwarzenbach
- Breitensport: TS Schwarzenbach
- Schießsport: SG 1818/1899 Schwarzenbach an der Saale
- Rad- und Motorsport: RKV Solidarität Schwarzenbach an der Saale
- CVJM Schwarzenbach Saale
- Landjugend Schwarzenbach/Saale
- Donald-Duck-Förderverein (Museum)
- Kulturverein
- Seit 2004 Förderverein des Handballsports Schwarzenbach an der Saale
- Fichtelgebirgsverein Ortsgruppe Schwarzenbach/Saale
- Skatclub "Contra 66"
- Wanderfreunde Schwarzenbach
- Western Square Dance: Border U-Turn Back, Martinlamitz
Feuerwehren in Schwarzenbach a. d. Saale [Bearbeiten]
Neben der Stützpunktfeuerwehr der Stadt Schwarzenbach gibt es noch acht Ortsteilwehren. Diese bestehen noch aus der Zeit vor der Gebietsreform und haben nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz einen Bestandsschutz. Neben der Sicherstellung des flächendeckenden Brandschutzes haben die Feuerwehrvereine vor allem in den Dörfern einen nicht unerheblichen gesellschaftlichen Stellenwert. Freiwillige Feuerwehren gibt es in folgenden Stadtteilen:
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Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Die Hauptindustriezweige waren früher Porzellan, Textil, Eisenguss, Maschinenbau, Schuhe, Hefe. Es gab in Schwarzenbach auch viele Handelsbetriebe und Speditionen. Die Strukturen haben sich nach der politischen Wende 1989/90 stark verändert, insbesondere in der Porzellanindustrie. Es gibt noch einige kleinere Manufakturen, eine davon stellt in Handarbeit Keramik/Porzellan her, drei andere kleine Betriebe beschäftigen sich hauptsächlich mit der Weiterverarbeitung, der Veredelung. Von 1931 bis 1984 bestand mit der Firma Summa Feuerungen eine Fabrik für moderne Öfen.
Von den ehemals vielen Handwerksbetrieben sind nur wenige übriggeblieben, von den vielen Maschinenfabriken existieren seit April 2011 nur noch zwei. An großen Industriebetrieben gibt es einen Textil-, bzw. Fließstoffhersteller, ein Eisengießwerk, eine Schuhfabrik und zwei Schleifmittelhersteller. Seit der Reform der Handwerksordnung gibt es viele kleine Gewerbebetriebe.
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 5,199 Millionen Euro, davon waren 2,05 Millionen Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.
Mit dem Schwarzenbacher Amtsblatt existiert seit 1903 eine wöchentlich erscheinende Zeitung.[4]
Verkehr [Bearbeiten]
Der Bahnhof Schwarzenbach (Saale) befindet sich an der Bahnstrecke Bamberg–Hof. Ein weiterer Bahnhalt der Stadt befindet sich im Stadtteil Förbau.
Der Bahnhof Martinlamitz befindet sich an der Bahnstrecke Weiden-Hof. Schwarzenbach liegt verkehrsgünstig in der Mitte zwischen den Autobahnen A 9 im Westen mit der Verkehrsanbindung über Münchberg und der Autobahn A 93 im Osten mit einer Anschlussstelle über Rehau ca. zwölf Kilometer südlich von Hof.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Christian Martin Winterling (1800–1884), Sprachwissenschaftler, Professor für neuere Sprachen und Literatur in Erlangen
- Erwin Goller (1864–1918), Unternehmer und Reichstagsabgeordneter
- Ludwig Kießling (1875–1942), Pflanzenbauwissenschaftler und Pflanzenzüchter
- Hanns Ruckdäschel (1886–1938), völkisch-nationalsozialistischer Politiker
- Carl G. Künzel (* 1906), Unternehmer
- Karl Bedal (1914–1999), freischaffender Künstler
- Theodor Schübel (1925–2012), Schriftsteller
- Klaus Beier (* 1966), NPD-Politiker
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben [Bearbeiten]
- Jean Paul (Johann Paul Friedrich Richter). Der Dichter wohnte dort von 1776 bis 1779 (Selberlebensbeschreibung) und von 1790 bis 1794. In Des Rektors Florian Fälbels und seiner Primaner Reise nach dem Fichtelberg kommt Fälbel in Schwarzenbach vorbei.
- Erika Fuchs übersetzte in Schwarzenbach/Saale rund fünf Jahrzehnte lang Micky Maus und Donald Duck. Für sie wird gegenwärtig am Maxplatz ein Museum gebaut.
- Friedrich Veit, 1886–1892 Pfarrer in Schwarzenbach, später (1917) Oberkonsistorialpräsident der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, ab 1921 mit dem Titel Kirchenpräsident
- Walter Hümmer und Hanna Hümmer, Pfarrer, Gründer der Kommunität Christusbruderschaft Schwarzenbach Saale, heute Christusbruderschaft Selbitz und Christusbruderschaft Falkenstein
- Gudrun Lehmann, Politikerin, Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied des Landtages a. D.
Literatur [Bearbeiten]
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Hof. Die Kunstdenkmäler von Bayern, Kurzinventare, VII. Band. Deutscher Kunstverlag. München 1960. S.60f.
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website der Stadt Schwarzenbach an der Saale
- Schwarzenbach an der Saale: Wappengeschichte vom HdBG
- Schwarzenbach an der Saale: Amtliche Statistik des LStDV
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20100828/153306&attr=OBJ&val=1238
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 687 und 688.
- ↑ 20. Januar 2004, Bürgermeister Eberl würdigt Schwarzenbacher Amtsblatt
Bad Steben | Berg | Döhlau | Feilitzsch | Gattendorf | Geroldsgrün | Helmbrechts | Issigau | Köditz | Konradsreuth | Leupoldsgrün | Lichtenberg | Münchberg | Naila | Oberkotzau | Regnitzlosau | Rehau | Schauenstein | Schwarzenbach a.Wald | Schwarzenbach a.d.Saale | Selbitz | Sparneck | Stammbach | Töpen | Trogen | Weißdorf | Zell im Fichtelgebirge
