Bayrischer Rummel
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Bayrischer Rummel (auch: Boarischer Rummel) ist die verharmlosende Bezeichnung der kriegerischen Ereignisse, bei denen bayerische Truppen des Kurfürsten Max II. Emanuel im Rahmen des Spanischen Erbfolgekrieges in Tirol einfielen, aber an der Pontlatzer Brücke im obersten Inntal, am Brenner und bei Innsbruck von den Tirolern zurückgeschlagen wurden. Am 26. Juli 1703, dem Annentag, war Tirol wieder befreit. Zum Dank dafür gelobten die Landstände 1704 die Annasäule, die 1706 in Innsbruck aufgestellt wurde. [1]
Der bayrische Rummel bildet – gemeinsam mit dem Freiheitskampf von 1809, von dem er im wissenschaftlichen wie öffentlichen Diskurs regelmäßig in den Schatten gedrängt zu werden pflegt – ein wichtiges Element des Tiroler Geschichtsbewusstseins sowie der Tiroler Identität und trug nachhaltig zur Konstruktion des Bildes vom „wehrhaften Tiroler Bauern“ bei.[2]
[Bearbeiten] Anmerkungen
[Bearbeiten] Literatur
- Schennach, Martin P., und Schober, Richard (Hg): 1703. Der „bayerische Rummel“ in Tirol, 110 S., 25 Abb.; Innsbruck 2005. ISBN 3-7030-0395-2
- Schaffenrath, Florian, und Tilg, Stefan (Übersetzung und Kommentar): Achilles in Tirol (Der „bayerische Rummel“ 1703 in der „Epitome rerum Oenovallensium“ [...]), 126 S.; Tirolensia Latina 2004. ISBN 3-7030-0386-3
Das 1710 anonym in Amsterdam erschienene lateinische Buch erzählt die Ereignisse von 1703 sehr detailliert, jedoch in verschlüsselter Form (Max Emanuel beispielsweise wird zu Achill, Tyrolis zu Lothyris), was die Übersetzer fast vollständig auflösen konnten.
[Bearbeiten] Weblinks
- Land Tirol Pressemitteilung "300 Jahre Annasäule"

