Rattenberg (Tirol)

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Rattenberg
Wappen von Rattenberg
Rattenberg (Tirol) (Österreich)
Rattenberg (Tirol)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Fläche: 0,11 km²
Koordinaten: 47° 26′ N, 11° 54′ O47.43888888888911.893333333333521Koordinaten: 47° 26′ 20″ N, 11° 53′ 36″ O
Höhe: 521 m ü. A.
Einwohner: 393 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 6240
Vorwahl: 05337
Gemeindekennziffer: 7 05 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Klostergasse 94
6240 Rattenberg
Website: www.rattenberg.at
Politik
Bürgermeister: Franz Wurzenrainer †
Vbgm. Martin Götz (geschäftsführend)
(Für Rattenbergs Zukunft)
Gemeinderat: (2010)
(11 Mitglieder)
5 Für Rattenbergs Zukunft

3 FPÖ und Unabhängige Bürgerliste Rattenberg
3 SPÖ und Parteifreie

Lage der Stadt Rattenberg im Bezirk KufsteinVorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan vorhandenVorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap explizit
Alpbach Angath Angerberg Bad Häring Brandenberg Breitenbach am Inn Brixlegg Ebbs Ellmau Erl Kirchbichl Kramsach Kufstein Kundl Langkampfen Mariastein Münster Niederndorf Niederndorferberg Radfeld Rattenberg Reith im Alpbachtal Rettenschöss Scheffau am Wilden Kaiser Schwoich Söll Thiersee Walchsee Wildschönau Wörgl Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Rattenberg (Tirol) im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Stadt Rattenberg am Inn
Stadt Rattenberg am Inn
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Rattenberg ist eine Stadt im Bezirk Kufstein, Tirol, Österreich. Mit 0,11 km² ist sie flächenmäßig die kleinste Gemeinde Österreichs und mit 393 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) die kleinste Stadtgemeinde Österreichs. Rattenberg ist Sitz des Bezirksgerichtes im Gerichtsbezirk Rattenberg.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt Rattenberg liegt zwischen rechtem Innufer und einer Burg im Tiroler Unterinntal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Radfeld
Kramsach Nachbargemeinden
Brixlegg

Geschichte[Bearbeiten]

Rattenberg um 1737

Rattenberg liegt zwischen Fels und Inn am Fuß einer Burg aus dem 10. Jahrhundert. Früher diente die Stadt als Umschlagplatz für Waren der Innschifffahrt und als Zollstelle an der Grenze zwischen Tirol und Bayern. Das historische Zentrum ist im Inn-Salzach-Stil erbaut und heute eine Fußgängerzone.

Urkundlich wurde Rattenberg erstmals 1254 genannt und 1393 erfolgte die Erhebung zur oberbayrischen Stadt. Die Entwicklung des Ortes erfolgte, durch den Schutz der Burg unterstützt, entlang der Straße zwischen Inn und dem Stadtberg; geschlossen wurde der Stadtraum durch eine Mauer und einen Graben im Osten. Als eine Art Stadtplatz und Zentrum entwickelte sich die ostwärts führende Südtiroler Straße. Überschwemmungen führten zu mehreren Niveauerhöhungen des Ortes.

Tirol gehört östlich des Zillers (Zillertal) zur Erzdiözese Salzburg. Bis 1504 gehörte Rattenberg zu Bayern. Danach konnte sich Maximilian I. infolge des Kölner Schiedsspruchs, der den Landshuter Erbfolgekrieg beendete, auf dem Verhandlungswege den Besitz der vormals zu Bayern-Landshut gehörigen Städte Rattenberg, Kufstein und Kitzbühel und deren Umgebung sichern.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Südtirolerstraße mit Brunnen in Rattenberg
Bienerstraße-Hassauerstraße
Notburgahaus
Nagelschmiedhäuser

Bauwerke[Bearbeiten]

Hier ist der Typus der Inn-Salzach-Stadt noch besonders gut erhalten.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Rattenberg

Schlossberg-Schatten[Bearbeiten]

Rattenberg liegt derart am angrenzenden Schlossberg, dass ein Teil der Stadt für etwa drei Monate im Winter im Schatten liegt. Die Lichtakademie Bartenbach hat ein Konzept erarbeitet, wodurch über zwei Spiegel der Altstadtteil mit Tageslicht versorgt werden sollte. Vorgesehen waren auf der Sonnenseite des Ortes ein selbstnachführender Heliostat mit 200 m², auf der Schlossbergseite mehrere feste Spiegel mit 400 m² Fläche - das Projekt wurde nicht umgesetzt.[1][2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bedingt durch die Beengtheit der bebaubaren Fläche, die nur etwa die Hälfte der Stadtfläche ausmacht, sind mehrere Infrastruktureinrichtungen außerhalb der Stadtgrenzen: u. a. Kindergarten, Feuerwehr, Friedhof, Sportplatz, Bahnhaltestelle und mehrere große Parkplätze. Alle 93 nutzbaren Gebäude der Stadt sind in insgesamt sieben benannten Straßen fortlaufend (von 1-87 und 89-94) nummeriert.

Rattenberg ist heute bekannt für seine glasverarbeitenden Betriebe.

In der Nähe der Stadt befindet sich das Funkfeuer RTT einer internationalen Luftstraße.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der Gemeinderatswahl am 14. März 2010 entfielen von den 11 Mandaten im Gemeinderat:[3]

  • 5 auf die ÖVP-Liste Für Rattenbergs Zukunft, der auch der geschäftsführende Bürgermeister angehört;
  • 3 auf die Liste FPÖ und Unabhängige Bürgerliste Rattenberg;
  • 3 auf die Liste SPÖ und Parteifreie.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Nach dem Tod des direkt gewählten Bürgermeisters Franz Wurzenrainer am 20. Mai 2014[4] übernahm Vizebürgermeister Martin Götz geschäftsführend das Amt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rattenberg (Tirol) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Spiegel Online, 25. Oktober 2005
  2. Stern, 20. Oktober 2007
  3. Wahlen Tirol
  4. Todesanzeige Bgm. Franz Wurzenrainer