Wipptal

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Dieser Artikel beschreibt das Wipptal im geographischen Sinne. Für die gleichnamige Südtiroler Bezirksgemeinschaft im südlichen Wipptal siehe Wipptal (Bezirksgemeinschaft).
Blick nach Norden ins Wipptal bei Sterzing
Das Wipptal bei Steinach

Das Wipptal verläuft als Unteres Wipptal von Innsbruck entlang der Sill Richtung Süden, überschreitet am Brenner (1.374 m) seinen höchsten Punkt (daher findet sich auch die nicht einheimische Bezeichnung Brennertal) und führt in Südtirol entlang des Eisacks als Oberes Wipptal (italienisch Alta Val Isarco) über Sterzing bis nach Franzensfeste. Das Wipptal trennt die Stubaier und Sarntaler Alpen im Westen von den Tuxer und Zillertaler Alpen im Osten.

Name[Bearbeiten]

Die Bezeichnung des Tales geht vermutlich auf eine keltische Bezeichnung zurück, nach der die römische Siedlung Vipitenum benannt wurde. Die heutige Stadt Sterzing wurde im Frühmittelalter etwas entfernt der erloschenen alten Siedlung als bajuwarische Neugründung angelegt (-ing-Name). Der italienische Nationalist Ettore Tolomei legte im Zuge der Italianisierung in seinem Prontuario für die heutige Stadt die italienische Bezeichnung Vipiteno fest.

Verkehr[Bearbeiten]

Das Wipptal ist wegen der geringen Höhe des Brennerpasses seit Jahrtausenden eine der bedeutendsten Nord-Süd-Verkehrsachsen durch die Alpen. Bereits in der Römerzeit verband die Via Raetia die Provinz Rätien mit Norditalien. Heute verlaufen hier die Brennerstraße bzw. Brennerstaatsstraße, die 1867 eröffnete Brennerbahn und die Brennerautobahn mit ihrem markantesten Bauwerk, der Europabrücke. Die Brennerautobahn (A13 nördlich des Brenners, A22 südlich davon) ist die wichtigste und meistbefahrene Nord-Süd-Querung der Alpen und liegt auf der Strecke München-Verona. Die Bewohner des Wipptales klagen seit Jahren über die Verkehrsbelastung. Der geplante Brennerbasistunnel soll zu einer Entlastung führen.

Gemeinden[Bearbeiten]

Von Norden nach Süden liegen die folgenden Gemeinden im Wipptal:

In Seitentälern liegen:

Ein großes Seitental des Wipptals ist das Stubaital, welches bei Schönberg im Stubaital nach Südwesten abzweigt. Auch die Gemeinden Natters und Mutters werden zum Stubaital gezählt, obwohl sie westlich oberhalb des Wipptales liegen.

Die in Südtirol gelegenen Gemeinden bilden mit den Gemeinden einiger Seitentäler die Bezirksgemeinschaft Wipptal. Die Nordtiroler Gemeinden des Wipptales und seiner Seitentäler (mit Ausnahme von Patsch und des Stubaitals) bilden den Planungsverband Wipptal.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Stürzlinger: Durchs wilde Wipptal. Wandern zwischen Innsbruck und Mauls. Zürich: Rotpunktverlag 2001, ISBN 3-85869-197-6
  • Hermann Holzmann: Wipptaler Heimatsagen [= Österreichische Volkskultur. Forschungen zur Volkskunde, Band 2]. Wien: Österreichischer Bundesverlag 1948

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wipptal (Südtirol) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Wipptal (Nordtirol) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien