Beckmesser
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Ein Beckmesser ist ein „kleinlicher, pedantischer Kritiker“, nach dem Nürnberger Meistersinger und Schreiber Sixtus Beckmesser in Richard Wagners Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ (1867). Die Figur des Beckmesser lehnt sich an an den historischen Sixt Beckmesser, den die Nürnberger Meistersinger zu den zwölf Alten Meistern zählten. Dieser lebte wohl (historische Zeugnisse fehlen) im 15. Jahrhundert in Nürnberg. Die Figur des Beckmessers wird heute als Anspielung auf Eduard Hanslick, einen Kritiker Richard Wagners gesehen.
[Bearbeiten] Zur Bedeutung und Wortentwicklung
Aus der Bezeichnung Beckmesser entstanden die Beckmesserei (1920er Jahre) und das Verb beckmessern (Mitte 20. Jh.). Der Begriff der Beckmesserei gilt bis heute als Sinnbild kleinlicher und letztlich verständnisloser Regelgläubigkeit.

