Bernard Lietaer

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Bernard Lietaer, 2011.

Bernard A. Lietaer (* 1942 in Lauwe) ist ein belgischer Finanzexperte, der für seine Propagierung von Komplementärwährungen bekannt ist.

Lietaer hatte über 25 Jahre die unterschiedlichsten Positionen im Geld- und Finanzwesen inne: Er war leitender Angestellter bei der Belgischen Zentralbank und professioneller Währungsspekulant, Berater von multinationalen Konzernen wie von Regierungen in Entwicklungsländern und Präsident eines elektronischen Zahlungssystems.

An führender Stelle in der Belgischen Nationalbank zeichnete er verantwortlich für die Einführung des ECU, des Konvergenzmechanismus, der zur europäischen Einheitswährung führte. In seiner Funktion als Geschäftsführer und Währungshändler eines der erfolgreichsten Offshore-Währungsfonds (1989 bis 1992) kürte ihn Business Week zum Top-Welt-Währungshändler.

Im akademischen Bereich wirkte er von 1975 bis 1978 und von 1983 bis 1986 als Assistant Professor für Internationales Finanzwesen an der Universität Löwen. Von 1992 bis 1998 unterrichtete er als Gastprofessor an der Sonoma State University archetypische Psychologie, von 2003 bis 2006 baute er als Visiting Scholar an der Naropa University in Boulder (Colorado) das dortige Marpa Center for Business and Economics auf. Derzeit ist er Research Fellow am Center for Sustainable Resources der University of California in Berkeley.

Lietaer hat eine Terra genannte zukünftige Weltwährung vorgeschlagen. Er geht in seinen Büchern intensiv auf das Konzept einer Demurrage des Geldes ein.

Ihm zufolge ist die aktuelle Finanzkrise ein Symptom dafür, dass das derzeitige Geld- und Finanzsystem zu sehr von Effizienz und zu wenig von Resilienz geprägt ist. Diesem Missstand könne durch zunehmende Verwendung von Komplementärwährungen abgeholfen werden. Er argumentiert, es gebe einen Beitrag des WIR-Systems zur wirtschaftlichen Stabilität der Schweiz.[1]

Veröffentlichungen [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

Fußnoten [Bearbeiten]

  1. Elisabeth C. Gründler: Erhöhte Unfallgefahr. In: brand eins. 1/2009 (Interview)