Bernard Malgrange

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Bernard Malgrange am Workshop “Arithmetic and Differential Galois Groups” in Oberwolfach, 2007

Bernard Malgrange (* 1928 in Paris) ist ein französischer Mathematiker, der sich mit Differentialgleichungen beschäftigt.

Malgrange besuchte 1947 bis 1951 die École normale supérieure und wurde 1955 bei Laurent Schwartz an der Universität Nancy promoviert (Existence et approximation des solutions des équations aux dérivées partielles et des équations de convolution). Während dieser Zeit war er Attaché de recherche des CNRS. Ab 1955 war er Maître de conférences und danach Professor in Straßburg. 1960 wurde er Maître de conférences an der Faculté des Sciences in Paris und 1962 Professeur Titulaire. 1965 bis 1969 war er Professor in Orsay. Ab 1969 war er Professor in Grenoble, ab 1973 Directeur de Recherche des CNRS in Grenoble am Institut Fourier.

Malgrange ist unter anderem für den Satz von Malgrange-Ehrenpreis über die Existenz greenscher Funktionen von polynomialen partiellen Differentialoperatoren mit konstanten Koeffizienten bekannt. Er arbeitete auch über die Singularitäten differenzierbarer Abbildungen (Vorbereitungssatz von Malgrange) und die algebraische Theorie der Differentialgleichungen.

1988 wurde er in die französische Akademie der Wissenschaften aufgenommen, wo er schon seit 1977 korrespondierendes Mitglied ist. 1961 erhielt er den Prix Carrière der französischen Akademie der Wissenschaften. 1978 wurde Ehrendoktor der Universität Genf. 1966 hielt er einen Plenarvortrag auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Moskau (Théorie locale des fonctions differentiables).

Zu seinen Doktoranden zählt Salah Baouendi.

Schriften[Bearbeiten]

  • Ideals of differentiable functions. Oxford University Press, 1966.
  • Équations différentielles à coefficients polynomiaux. Birkhäuser, Progress in Mathematics, 1991.

Weblinks[Bearbeiten]