Bierpinsel

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Der Bierpinsel
Architekturdetail
Ansicht von der Schildhornstraße
TurmKunst 2010

Der Bierpinsel ist ein 46 Meter hohes Gebäude in futuristisch anmutender Poparchitektur der 1970er-Jahre im Berliner Ortsteil Steglitz. Die Assoziation der Architekten, die den Bau entwarfen, war ein Baum.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Das Gebäude

Das am 13. Oktober 1976 eröffnete Turmrestaurant Steglitz ist ein 47 Meter hoher Turm mit aufgesetztem Mehreckbau plus Treppenturm. Das Gebäude wurde zwischen 1972 und 1976 nach Plänen der Architekten Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte erbaut, die auch das ICC Berlin entwarfen. Er ist in die Joachim-Tiburtius-Brücke integriert, die an dieser Stelle die Steglitzer Schloßstraße in Form einer Schnellstraße überspannt.

Ziel der Entwürfe von Schüler und Schüler-Witte war es, den imposanten Charakter der Hochstraße zu mildern und diese in Kombination mit dem Turmbau in die gewachsene Stadtstruktur einzubinden. Einmalig ist hierbei die einheitliche Gestaltung vom Untergrund, in Form der beiden übereinanderliegenden Bahnsteige des U-Bahnhofs Schloßstraße, bis zum Turm über den Straßen der Stadt. Gestaltendes Mittel war beim gesamten Gebäudekomplex der Sichtbeton mit knallroten Kunststoffverkleidungen bzw. Anstrichen. Er ist Teil der Pop-Art-Strömung und eines von wenigen architektonischen Kunstprodukten, das aus den 1970er-Jahren erhalten blieb.

Den heutigen volkstümlichen Namen Bierpinsel erhielt das Turmgebäude durch seine gastronomische Verwendung im Zusammenhang mit dem pinselähnlichen Aussehen. Der Bierpinsel zählt zu den markanten Landmarken von Steglitz.

[Bearbeiten] Nutzung

Im Turmgebäude befinden sich drei Ebenen, die hauptsächlich gastronomisch, aber auch von einer Diskothek genutzt wurden. In den vergangenen Jahren konnte sich allerdings kein Betrieb lange halten und die Besitzer des Gebäudes wechselten häufig. Außen und innen besteht an dem Gebäude mittlerweile erheblicher Instandhaltungs- bzw. Modernisierungsbedarf; seit 2002 ist der Bierpinsel deswegen geschlossen. Am 1. April 2010 wurde im Bierpinsel ein Kunst-Café eröffnet. Gleichzeitig wurde damit begonnen, die Fassade des Bierpinsels für ein Jahr von internationalen Streetart-Künstlern neu gestalten zu lassen.[1] Generell soll das Gebäude wieder für Gastronomie und Veranstaltungen genutzt werden.[2]

[Bearbeiten] Literatur

  • Lukas Foljanty: Der Verkehrsknoten Steglitz - Bierpinsel • U-Bahnhof Schloßstraße • Joachim-Tiburtius-Brücke – Das Erstlingswerk von Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte. Universitätsverlag der Technischen Universität Berlin, ISR Graue Reihe Heft 30. Berlin 2011. ISBN 978-3-7983-2282-0 (Volltext)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Bierpinsel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Website des Kunstprojektes „Turmkunst” am Bierpinsel (mit Bildmaterial)
  2. Immer wieder Ärger mit dem Bierpinsel. In: Der Tagesspiegel, 3. Februar 2010

52.46138888888913.324444444444Koordinaten: 52° 27′ 41″ N, 13° 19′ 28″ O

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