Coworking

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ein Coworking Space in Berlin

Coworking (auch Co-working, engl. „zusammen arbeiten“ bzw. koarbeiten) ist ein sich seit einigen Jahren abzeichnender Trend im Bereich Neue Arbeitsformen. Freiberufler, Kreative, kleinere Startups oder digitale Nomaden, die unabhängig voneinander agieren oder in unterschiedlichen Firmen und Projekten aktiv sind, arbeiten in meist größeren Räumen zusammen und können auf diese Weise voneinander profitieren. Coworking Spaces stellen Arbeitsplätze und Infrastruktur (Netzwerk, Drucker, Scanner, Fax, Telefon, Beamer, Besprechungsräume) auf Tages-, Wochen- oder Monatsbasis zur Verfügung und ermöglichen die Bildung einer Gemeinschaft („Community“), welche mittels gemeinsamer Veranstaltungen, Workshops und weiterer Aktivitäten gestärkt werden kann. Dabei bleibt die Nutzung jedoch stets unverbindlich und zeitlich flexibel.

Coworking Spaces[Bearbeiten]

Die meisten Coworking-Büros befinden sich mit ca. 800 in den USA, aber auch in zahlreichen europäischen Metropolen existieren oder entstehen solche Orte. In Deutschland gibt es gegenwärtig etwa 230 Coworking-Angebote. Weltweit liegt die Zahl bei knapp 2500.[1] Daneben existieren Initiativen, sogenannte „Jellies“,[2][3] zu denen sich Leute wöchentlich oder in bestimmten Zeitabständen zum gemeinsamen Arbeiten treffen.

Die Mehrheit der Coworkingräume bieten eine Tages-, Wochen-, oder Monatspauschale an. In einigen Bürogemeinschaften hat man einen eigenen Schreibtisch mit Postadresse und Telefon, in anderen suchen sich die Besucher täglich einen neuen Platz. In den Mietkosten sind meist ein Schreibtisch sowie die Nutzung (Fairuse) von W-Lan, Küche, Konferenzraum und Drucker inbegriffen.

Für das auch in Europa zunehmend populärer werdende Coworking ist die StartUp-Metropole Berlin ein Motor der Entwicklung. Zahlreiche unterschiedliche Angebote sind im Stadtgebiet entstanden, so etwa das betahaus in Kreuzberg, House of Clouds, co.up, raumstation, United Urbanites [4] sowie das "Rainmaking Loft" in Kreuzberg in der Charlottenstraße. [5] Die unterschiedlichen Miet-Büros grenzen sich gerade in den Großstädten teils stark voneinander ab. So ist der Schwerpunkt bei einigen auf gemeinsamer Projektarbeit, bei anderen auf besonderen Ausstattungsmerkmalen (Filmstudio, Nähstudio, Kinderhort etc.)[6]. Stark frequentierte Coworking-Angebote in anderen Großstädten sind z.B.: Kulturhafen Riverboat und Tapetenwerk in Leipzig, Metalab in Wien, Werk52 in Aachen und die Utopiastadt im Bahnhof Wuppertal-Mirke.

Auch in kleineren urbanen Räumen, besonders in Universitätsstädten, sind Coworking-Angebote entstanden, z.B. Cowork in Greifswald.[7] Auch in einigen Klein- und Mittelstädten entstehen mitunter Coworking Spaces, um Gründer und Kreative einer Region zu vernetzen und ihnen günstige Arbeitsbedingungen zu bieten, wie etwa im hessischen Ort Lorsch.

Eine Sonderform der Coworking Spaces sind die sogenannten „FabLabs“, in denen Einrichtungen und Geräte der Spitzentechnologie für Experimente und Geschäftsideen genutzt werden können, wie zum Beispiel große 3D-Drucker oder verschiedene Laser.

Ökonomische Betrachtung[Bearbeiten]

Neben dem Community-Aspekt liegt ein weiterer Vorteil für die Nutzer in den geringeren Kosten, die weit unter den Fixkosten für einen Arbeitsplatz in einem gewöhnlichen Büro liegen[8]. Für einen Schreibtisch muss man monatlich mit etwa 250 Euro rechnen. Außerdem erlauben Coworking Plätze eine flexible Nutzung. Unternehmen können Spitzen im Flächenbedarf, z. B. bei umfangreichen Projekten, bei denen eine größere Zahl Freiberufler und externe Mitarbeiter benötigt wird, über den Coworking Space puffern, ohne selbst ausreichende Flächen vorhalten zu müssen. Aus Entrepreneurship-Sicht entsteht durch die Zusammensetzung der Nutzer meist ein hoch kreativer Nährboden für neue Ideen, der von Unternehmen für Open Innovation genutzt werden kann, indem z. B. gezielt einzelne Mitarbeiter auf Zeit in einen Coworking Space entsandt werden oder ganze Teile von Forschung und Entwicklung dorthin verlegt werden, um diese konsequent nach außen zu öffnen. In den USA sind in Coworking Spaces oft auch Startup-Inkubatoren angegliedert.

Auch die Coworker selber profitieren direkt von den neuen Arbeitsräumen. In einer weltweiten Studie berichtet eine große Mehrheit von einer verbesserten Interaktion mit anderen Personen, ebenso fühlen sie sich produktiver und motivierter. Etwa 40 % erzielen seit ihrer Arbeit in einem Coworking Space ein höheres Einkommen.[9]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Zu viele externe Links schmälern den guten Gesamteindruck, da sie einen unvollständigen Artikel suggerieren. Es sind maximal fünf aussagekräftige Links erwünscht. Außerdem, so zeigt die Erfahrung, sind viele Links recht kurzlebig und werden nur selten oder gar nicht aktualisiert. Daher ist es ratsam, die überflüssigen Links zu löschen und den Artikel inhaltlich evtl. zu überarbeiten. Hilfe bieten: WEB und WWNI - Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deskmag: 2500 Coworking Spaces weltweit (Version vom 3. Juni 2013 im Internet Archive), abgerufen am 26. Februar 2013
  2. Jelly work-together, abgerufen am 6. Februar 2014
  3. TheWorks.CZ: casual Coworking events (Jellies), abgerufen am 6. Februar 2014
  4. Coworking in Berlin – Liste der Angebote
  5. Rainmaking Loft kommt nach Berlin
  6. Berliner Coworking Spaces 2014
  7. Sebastian Erb: Arbeitsform der Zukunft: Coworking schafft Nestwärme. In: taz. 15. Januar 2010, abgerufen am 6. Februar 2014.
  8. Deskmag: Coworking schlägt alte Büros bei den Kosten um die Hälfte. 12. Dezember 2010
  9. Deskmag: Was macht Coworking Spaces bei Coworkern beliebt?. 31. Januar 2011