Billy Higgins

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Billy Higgins (* 11. Oktober 1936 in Los Angeles, Kalifornien; † 3. Mai 2001 in Inglewood, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger.

Higgins begann als Rhythm and Blues-Musiker unter Bo Diddley, Amos Milburn und Jimmy Witherspoon. 1953 trat er den Jazz Messiahs seines Freundes Don Cherry bei. Um 1956 nahm er mit Lucky Thompson und Red Mitchell auf, in dieser Zeit lernte er auch den noch unbekannten Ornette Coleman kennen, an dessen Debüt-LP Something Else!!!! The Music of Ornette Coleman er 1958 mitwirkte. 1959 ging er mit Coleman nach New York City, wo er mit ihm bis 1961 zusammenarbeitete und u.a. auf Free Jazz: A Collective Improvisation mitwirkte.

Danach war er überwiegend als Studiomusiker aktiv und wirkte als Sideman von Dexter Gordon, Jackie McLean, Lee Morgan (Search for the New Land 1964) und Archie Shepp. Er war häufiger Partner des Pianisten Cedar Walton und leitete Anfang der 1970er Jahre mit Bill Lee und Bill Hardman die Brass Company.

1978 kehrte er nach Los Angeles zurück, wo er im Folgejahr seine erste LP als Bandleader veröffentlichte. Daneben trat er mit Joe Henderson und Slide Hampton auf. 1986 wirkte er neben Dexter Gordon in Bertrand Taverniers Film Round Midnight mit. 1987 unternahm er eine Tournee mit Ornette Coleman, Don Cherry und Charlie Haden, aus der das Studioalbum In All Languages entstand.

Ein Jahr später gründete er mit dem Dichter Kamau Daaood das World Stage, ein Kulturzentrum, in dem er, unterstützt von Musikern wie Ron Carter, Kenny Barron, Barry Harris und Geri Allen, Konzerte und Workshops für junge Jazzmusiker veranstaltete. Daneben unterrichtete Higgins auch Jazz an der University of California.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]