Bilstein (Lennestadt)

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Bilstein
Koordinaten: 51° 6′ N, 8° 1′ O51.0944444444448.0188888888889311Koordinaten: 51° 5′ 40″ N, 8° 1′ 8″ O
Höhe: 311 m ü. NHN
Einwohner: 1.184 (30. Juni 2010)
Postleitzahl: 57368
Vorwahl: 02721
Karte

Blick von der Burg auf die Ortsmitte mit St. Agatha

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ortsentwicklung

Der Ort Bilstein liegt im südlichen Sauerland und ist Teil der Stadt Lennestadt im Kreis Olpe in Nordrhein-Westfalen. Bekannt ist er vor allem durch seine von 1202 bis 1225 errichtete Burg Bilstein der Edelherren von Bilstein. In der Burg befindet sich seit 1927 eine Jugendherberge.

Durch den Ort fließt die Veischede, eine Erhebung am Ort nennt sich Rosenberg.

Die Entstehung der Ansiedlung datieren Experten um das Jahr 1190. In diesem Jahr wurde ein Hof erwähnt, die so genannte Freiheit Bilstein. Um 1445, als dort in einem stadtartigen Gemeinwesen ein Bürgermeister und ein Rat regierte, gab es bereits eine Art Befestigung mit zwei Toren: zunächst aus Holz, im 16. Jahrhundert dann mit Mauern.[1]

Bilstein war von 1817 bis 1819 Sitz des Kreises Bilstein und bis zum 30. Juni 1969 Sitz des aufgelösten Amtes Bilstein. Die Tagebücher des Drosten Kaspar von Fürstenberg sind bis heute erhalten, sein Enkel Ferdinand von Fürstenberg gilt als bedeutendster Sohn des Ortes.

Von 1904 bis 1916 hatte Bilstein mit der Veischedetalbahn zum Bahnhof Grevenbrück (einem Oberleitungsbus-Betrieb) Anschluss an die Ruhr-Sieg-Strecke.[2]

Der ländlich geprägte Ort mit gut erhaltenen bzw. restaurierten Fachwerkhäusern hat einen hohen Wohnwert und zählt derzeit 1184 Einwohner (Stand 30. Juni 2010), wobei der Anteil der 251 über 65 Jahre alten Mitbürger (21,2% der Gesamteinwohner) vergleichsweise groß ist.

[Bearbeiten] Religion

St. Agatha Bilstein

Eine Kapelle scheint Bilstein seit dem 16. Jahrhundert besessen zu haben, ihr Patronat lag bei der Burg Bilstein und der Bürgerschaft. Beim Neubau der jetzigen Kirche St. Agatha, die am 28. September 1878 durch den Weihbischof Dr. Joseph Freusberg eingeweiht wurde, ist die hl. St. Agatha als alleinige Kirchenpatronin benannt worden. Die Errichtung der neuen Kirche wurde durch eine großzügige Spende des genannten Weihbischofs angeregt. Eine Erweiterung der Kirche wurde in den Jahren 1947-1950 nötig. Das äußere Erscheinungsbild des Langhauses ist geprägt durch ein filigran ausgeführtes Bruchsteinmauerwerk und einen Chorraum im neugotischen Stil. Mittelpunkt des Altarraumes ist ein mit Bergkristallen verziertes schweres Bronzekreuz.[3] Die Pfarrgemeinde St. Agatha Bilstein, gehört neben den Gemeinden in Kirchveischede und Grevenbrück zum Pastoralverbund Veischedetal.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

  • Hier starb im Mai 1609 Dorothea Becker, die aufgrund ihrer Standhaftigkeit vom Vorwurf, eine Hexe zu sein, freigesprochen wurde.
  • Adrian Höynck (1701-1794), Abt des Klosters Wedinghausen

[Bearbeiten] Blick auf Bilstein vom Turm der Hohen Bracht

Blick auf Bilstein vom Turm der Hohen Bracht, im Hintergrund die Burg Bilstein

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. Uwe Lobbedey: Burg Bilstein – Westfälische Kunststätten
  2. H. Schulte: Vor 100 Jahren „Gleislose Elektrische“ im Veischedetal 1904–1916., Zugriff am 30. Oktober 2008.
  3. Ralf Breer und Otto Höffer: Kirchen und Kapellen in Attendorn, Lennestadt und Kirchundem. Hrsg. Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem, Attendorn 1999, S. 72 ff.
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