Birni N’Gaouré

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Stadtgemeinde Birni N’Gaouré
Stadtgemeinde Birni N’Gaouré (Niger)
Stadtgemeinde Birni N’Gaouré
Stadtgemeinde Birni N’Gaouré
Koordinaten 13° 5′ N, 2° 55′ O13.0819444444442.9108333333333Koordinaten: 13° 5′ N, 2° 55′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Dosso
Departement Boboye
Einwohner 52.566 (2012)

Birni N’Gaouré ist eine Stadtgemeinde und der Hauptort des Departements Boboye in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Birni N’Gaouré liegt am Übergang der Sahelzone zur Großlandschaft Sudan. Durch das Stadtgebiet verläuft der Wadi Dallol Bosso. Die Nachbargemeinden sind Kiota im Norden, Gollé im Osten, Fabidji im Süden und Fakara im Westen. Die Stadtgemeinde ist in sieben Stadtviertel, 40 administrative Dörfer, 17 traditionelle Dörfer und 67 Weiler gegliedert. Die Stadtviertel heißen Banizoumbou, Birni Kaina, Fada, Garou Banda, Kotaki, Nouveau Carré und Silinké.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1900 gestattete der französische Verwaltungsposten in Dosso dem Fulbe-Anführer Bayéro aus dem zu Tagazar gehörenden Dorf Sandiré eine Gruppe Fulbe in und um das neue Dorf Birni N’Gaouré zu einer neuen Einheit zusammenführen.[2]

Bei der Flutkatastrophe in West- und Zentralafrika 2010 wurden 839 Einwohner von Birni N’Gaouré als Katastrophenopfer eingestuft.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Birni N’Gaouré 10.775 Einwohner.[4] Bei der Volkszählung 2012, nach einer Vergrößerung des Gemeindegebiets, betrug die Einwohnerzahl 52.566.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Stadt liegt in einer Zone, in der Regenfeldbau betrieben wird.[6] Birni N’Gaouré ist der Sitz eines Tribunal d’Instance, eines der landesweit 30 Zivilgerichte, die unterhalb der zehn Zivilgerichte der ersten Instanz (Tribunal de Grande Instance) stehen.[7] Durch Birni N’Gaouré verläuft die Nationalstraße 1, die hier Teil der internationalen Fernstraße Dakar-N’Djamena-Highway ist.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 96.
  3. Situation des besoins des populations victimes d’inondations (2010). Website des Centre d’Information et de Communication, veröffentlicht am 23. September 2010, abgerufen am 31. März 2012.
  4. Ergebnisse der Volkszählung 2001 in der Region Dosso (PDF; 6 kB). Website des Institut Nationale de la Statistique du Niger, abgerufen am 6. April 2012.
  5. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  6. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.
  7. Bachir Talfi: Note sur l’organisation judiciaire. Website des nigrischen Justizministeriums, abgerufen am 24. September 2012.