Bistum Chachapoyas

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Bistum Chachapoyas
Basisdaten
Staat Peru
Metropolitanbistum Erzbistum Piura
Diözesanbischof Emiliano Antonio Cisneros Martínez OAR
Emeritierter Diözesanbischof José Ignacio Alemany Grau CSSR
Generalvikar Antonio Aransay Lerena OAR
Fläche 21.659 km²
Pfarreien 22 (31.12.2007 / AP2008)
Einwohner 347.000 (31.12.2007 / AP2008)
Katholiken 315.000 (31.12.2007 / AP2008)
Anteil 90,8 %
Diözesanpriester 26 (31.12.2007 / AP2008)
Ordenspriester 3 (31.12.2007 / AP2008)
Katholiken je Priester 10.862
Ordensbrüder 3 (31.12.2007 / AP2008)
Ordensschwestern 68 (31.12.2007 / AP2008)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Spanisch

Das Bistum Chachapoyas (lat.: Dioecesis Chachapoyasensis, span.: Diócesis de Chachapoyas) ist ein in den nordperuanischen Anden gelegenes Bistum. Derzeit wird sie von Mons. Emiliano A. Cisneros Martínez, OAR, geführt, der seit 2000 zuerst als Diözesanadministrator und inzwischen als Diözesanbischof die Diözese führt.

Geschichte[Bearbeiten]

Von der Jesuitenmission zur Diözese Maynas[Bearbeiten]

Die Diözese Chachapoyas ging aus der 1634 gegründeten Jesuitenmission Maynas hervor. Die Jesuitenmission deckte zu jener Zeit das Gebiet zwischen den Flüssen Río Santiago, Marañón, Huallaga, Ucayali, Napo und Putumayo ab. Als den Jesuiten im Jahr 1769 trotz erfolgreicher Arbeit das Gebiet entzogen wurde, waren in diesem Gebiet bereits Städte wie z.B. Santiago de la Laguna (heute: Lagunas), Nuestra Señora de las Nieves de los Yurimaguas (heute: Yurimaguas) gegründet worden. Am 18. Mai 1803 entschied Papst Pius VII. die Gründung der Diözese Maynas und beauftragte die Franziskaner mit ihrer Betreuung. Im Jahr 1805 wurde Hipólito Sánchez Rangel, der zu jener Zeit in Havanna lebte, zum ersten Bischof der noch jungen Diözese ernannt, seine Weihe erhielt er aber erst am 22. Dezember 1805 in Quito, Ecuador. Bis 1821 hatte er dieses Amt inne. Der Hauptsitz der Diözese Maynas wurde mehrmals gewechselt. Zudem wurde sie später dann in Diözese Chachapoyas umbenannt. Der erste Diözesansitz war in Jeberos, zur Zeit der Diözesangründung einer der wichtigsten Orte der Region. Bereits während der Amtszeit des ersten Bischofs wurde der Diözesansitz nach Moyobamba verlegt. Am 2. Juni 1843, zur Zeit der Gründung des damaligen Departamentos Amazonas, wurde der Diözesansitz schließlich nach Chachapoyas verlegt. Auf drängen der peruanischen Regierung wurde die Ostgrenze der Region am Marañón festgelegt.

Kathedrale Chachapoyas

Die Teilungen[Bearbeiten]

Nachdem sie anfänglich eine sehr riesige Diözese war, wurde sie einige Male geteilt. Nachdem Grenzen nach Ecuador und Kolumbien festgelegt worden waren, gingen einige Teile an die dortige Kirche. 1900 wurden die Vikariate Amazonas und Ucayali auf Gebieten gegründet, die ursprünglich zur Diözese Chachapoyas gehörten. Die heutige Region San Martín wurde 1948 von der Diözese abgespalten. Schließlich wurden die Provinzen Condorcanqui und Teile der Bagua Teil des neu gegründeten Apostolischen Vikariates San Francisco Javier. Bis heute wurde die Diözese von 13 Bischöfen geführt.

Sonstiges[Bearbeiten]

Die deutschen, katholischen Kirchengemeinden Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz[1] und Sankt Martin[2] in Dunningen unterstützen Chachapoyas als Partnerbistum.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Annelen Hölzner-Bautsch: 100 Jahre Kirche Mater Dolorosa - Geschichte der katholischen Gemeinde in Berlin-Lankwitz - 1912 bis 2012. Herausgeber: Katholische Pfarrgemeinde Mater Dolorosa, Selbstverlag, Berlin (2012), S. 350 ff.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chachapoyas auf den Webseiten der Gemeinde Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz, online abgerufen am 9. April 2013
  2. Katholisches Pfarramt Dunningen auf den Webseiten der Gemeinde Dunningen, online abgerufen am 9. April 2013
  3. Alianza, online abgerufen am 9. April 2013
  4. 100 Jahre Kirche Mater Dolorosa - Geschichte der katholischen Gemeinde in Berlin-Lankwitz - 1912 bis 2012, Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz, online abgerufen am 24. April 2013

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]