Bitter Sweet

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Originaltitel Bitter Sweet
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1940
Länge 94 Minuten
Altersfreigabe FSK k. A.
Stab
Regie W. S. Van Dyke
Drehbuch Lesser Samuels,
Noël Coward (Originalvorlage)
Produktion Victor Saville für MGM
Musik Noël Coward,
Herbert Stothart
Kamera Oliver T. Marsh
Schnitt Harold F. Kress
Besetzung

Bitter Sweet ist ein in Technicolor entstandener Musicalfilm unter der Regie von W. S. Van Dyke mit Jeanette MacDonald und Nelson Eddy. Der auf der gleichnamigen Operette von Noël Coward basierende Film war bei der Oscarverleihung 1941 für den Oscar für die beste Kamera in einem Farbfilm sowie für das beste Szenenbild in einem Farbfilm nominiert.

Handlung[Bearbeiten]

Anstatt einer arrangierten Heirat mit einem Mann einzugehen, den sie nicht liebt, flieht Sarah Millick mit ihrem Musiklehrer und Geliebten Carl Linden nach Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts, wo beide heiraten. Dort kämpfen auch beide dafür, von ihrer Arbeit als Musiker zu leben. Carl schreibt eine Operette und bemüht sich, einen Produzenten für die Aufführung zu finden. Dabei hilft ihnen der in Wien lebende Baron von Tranisch, der allerdings andere Absichten verfolgt. In einem Fechtkampf tötet der Baron Carl. Schließlich kommt es zur Aufführung der Operette, in der Sarah die Hauptrolle singt, wenngleich als bitterer Beigeschmack bleibt, dass Carl die Uraufführung nicht mehr miterleben konnte.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der in Technicolor entstandene Musikfilm basiert auf der gleichnamigen Operette von Noël Coward, die 1929 im Her Majesty’s Theatre in London uraufgeführt wurde. Die beiden Hauptdarsteller Jeanette MacDonald und Nelson Eddy standen bereits zuvor mehrfach gemeinsam vor der Kamera, wie zum Beispiel 1937 in dem von Robert Z. Leonard inszenierten Film Maienzeit.

Bereits 1933 gab es eine in Schwarzweiß gedrehte Verfilmung des Stoffs, die von Herbert Wilcox mit Anna Neagle und Fernand Gravey in den Hauptrollen gedreht wurde.

Die 1940 entstandene Filmfassung wurde im Vergleich zur Originaloperette in zahlreichen Szenen, insbesondere in den Anfangs- und Schlussszenen, gekürzt, so dass Komponist Coward weitere Verfilmungen seiner musikalischen Werke für Hollywood untersagte. Herausgeschnitten wurde auch das bekannte Lied „If Love Were All“. Neben den Liedern aus der Operette wie „I'll See You Again“, „Polka“, „If You Could Only Come With Me“, „What Is Love“, „Kiss Me“, „Tokay“, „Love In Any Language“, „Dear Little Cafe“, „Ladies Of The Town“ und „Zigeuner (The Gypsy)“ wurde der Film durch Kompositionen aus Cowards America’s Sweethearts ergänzt. Außerdem ist in einer Tanzszene „Una voce poco fa“ aus Gioachino Rossinis Oper Der Barbier von Sevilla (1816) zu hören.

Der in den Studios der Metro-Goldwyn-Mayer gedrehte Film hatte seine US-amerikanische Kinopremiere am 8. November 1940. Der mit einem Budget von 1.098.000 US-Dollar produzierte Film spielte mit 972.000 US-Dollar im Inland sowie 1.292.000 US-Dollar die Produktionskosten mehr als doppelt wieder ein.

Bei der Oscarverleihung 1941 war der Film zwei Mal nominiert: Zum einen Cedric Gibbons und John S. Detlie für den Oscar für das beste Szenenbild in einem Farbfilm, zum anderen Oliver T. Marsh sowie der für die Technicolor-Fotografien zuständige Allen M. Davey für den Oscar für die beste Kamera in einem Farbfilm.

Weblinks[Bearbeiten]