Blind Faith

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Blind Faith
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock, Bluesrock
Gründung 1968
Auflösung 1969
Website http://www.angelfire.com/wi/blindfaith/
Letzte Besetzung
Gitarre
Eric Clapton
Schlagzeug
Ginger Baker
Orgel, Klavier und Gesang
Steve Winwood
Bass und Violine
Ric Grech († 1990)

Blind Faith war eine Supergroup bestehend aus Eric Clapton (Gitarre), Ginger Baker (Schlagzeug), Steve Winwood (Orgel, Klavier und Gesang) und Ric Grech (Bass, Violine), die von Robert Stigwood und Chris Blackwell ins Leben gerufen wurde.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Clapton und Baker hatten zuvor zusammen in der Band Cream gespielt, Winwood kam von Traffic und Grech von Family. Am 7. Juni 1969 gab Blind Faith das erste – auf eigenes Verlangen ausdrücklich eintrittsfreie – Konzert im Londoner Hyde Park vor über 100.000 Besuchern, durch welches die Gruppe schlagartig bekannt wurde. Im selben Jahr veröffentlichte die Gruppe ihr einziges, nach der Band benanntes Album, daran schlossen sich Tourneen in Skandinavien und Amerika an, wobei Free und Delaney & Bonnie als Vorgruppen fungierten. Trotz der Erfolge von Album und Tournee gab es Spannungen innerhalb der Band, die musikalischen Vorstellungen der vier Bandmitglieder waren auf Dauer nicht auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Bereits im September 1969 erfolgte die Auflösung von Blind Faith; kurz darauf starteten die einzelnen Bandmitglieder neue Musikprojekte, in denen sie ihre solistischen Führungsansprüche besser umsetzen konnten.

Album[Bearbeiten]

Label des Musikalbums Blind Faith, 1969

Das einzige, vielfach goldprämierte Album der Band, Blind Faith (August 1969), zeigt auf dem Cover ein 11-jähriges Mädchen mit nacktem Oberkörper, was für Aufsehen sorgte. Für das Cover der amerikanischen Ausgabe wurde daher stattdessen ein neutrales Foto der Band verwendet. Die Original-Version des Albums weist nur sechs Musikstücke auf, davon fünf Eigenkompositionen. Der sechste Titel (Track 3 auf der CD) ist eine Coverversion des Buddy-Holly-Klassikers Well… All Right, welche sich durch eine außergewöhnliche Coda in Form eines bluesrock-orientierten Piano-Solos von Steve Winwood auszeichnet. Weiterhin herausragend ist das 15-minütige, von vielschichtiger Offbeat-Rhythmik im Fünf-Viertel-Takt geprägte Do What You Like, mit einem diffizilen Schlagzeug-Solo von Ginger Baker.

Titelliste[Bearbeiten]

Seite 1

  1. „Had to Cry Today” (Steve Winwood) – 8:48
  2. „Can't Find My Way Home” (Winwood) – 3:16
  3. „Well All Right” (Norman Petty, Buddy Holly, Jerry Allison, Joe B. Mauldin) – 4:27
  4. „Presence of the Lord” (Eric Clapton) – 4:50

Seite 2

  1. „Sea of Joy” (Winwood) – 5:22
  2. „Do What You Like” (Ginger Baker) – 15:20

2001 erschien eine erweiterte De Luxe Edition des Albums, das neben Outtakes auch vier jeweils rund 15-minütige Jams enthält. Ferner sind als Bootlegs weitere Outtakes sowie Mitschnitte von diversen Konzerten erschienen.

Das Album erreichte sowohl in Großbritannien als auch in den USA Platz 1 und hielt sich in den US-Charts 37 Wochen unter den Top 100. Es gilt in der Rockmusik-Szene auf Grund der gelungenen Synthese von Blues, Rock und Pop nach wie vor als Meilenstein des progressiven britischen Blues-Rock.

Weblinks[Bearbeiten]