Blutige Seide

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Filmdaten
Deutscher Titel Blutige Seide
Originaltitel Sei donne per l'assassino
Produktionsland Italien, Frankreich, Deutschland
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1963
Länge 86 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie Mario Bava
Drehbuch Marcello Fondato
Giuseppe Barilla
Produktion Armando Govoni
Giuseppe C. Stilly
Musik Carlo Rustichelli
Kamera Ubaldo Terzano
Schnitt Mario Serandrei
Besetzung

Blutige Seide (Originaltitel: Sei donne per l'assassino) ist ein Kriminalfilm des Regisseurs Mario Bava aus dem Jahr 1963, der in italienisch-französisch-deutscher Koproduktion entstand.

Handlung[Bearbeiten]

Die adelige Cristina führt zusammen mit Max eine Modellagentur. Das Model Isabella wird ermordet. Die Polizei unter Inspektor Silvestri ermittelt erfolglos. Weder in der Agentur noch bei Isabellas Freund Frank ergeben sich Hinweise oder ein Motiv. Nicole, ein weiteres Model der Agentur, entdeckt Isabellas Tagebuch, das Aufzeichnung über Drogen, Erpressung und Intrigen in der Agentur enthält. Nicole will das Tagebuch der Polizei übergeben, wird aber ebenfalls ermordet. Ihre Kollegin Peggy hat das Tagebuch vor dem Mord an sich genommen. Der Mörder dringt in Peggys Apartment ein und wartet auf sie. Da der Mord geschieht, während die bis dahin Verdächtigen sich in Polizeigewahrsam befinden, muss der Inspektor neu beginnen.
Max wird zuhause von Cristina begrüßt - er ist für die bisherigen Morde verantwortlich; Cristina deckt ihn und ermordet maskiert Tao-Li, wird jedoch gestört und stürzt bei ihrer Flucht ab. Der Störer war Max, der auf diese Weise die Mitwisserin aus dem Weg räumte. Beim Zusammenpacken der Habseligkeiten zu Hause erstarrt Max: Cristina hat doch bislang überlebt und rächt sich, zu Tode verwundet, an ihrem verräterischen Liebhaber. Während des Anrufes von Inspektor Silvestri stirbt auch sie.

Kritiken[Bearbeiten]

Der film-dienst beschreibt diesen Film als eine "sorgfältig ausgestattete und in der weiblichen Hauptrolle gut gespielte Kriminalunterhaltung im Moritatenstil"[1]

Hintergrund[Bearbeiten]

Mario Bava legte mit dem Film den Grundstein zur Prägung des Giallo-Genres, des italienischen Horrorthrillers.

Literatur[Bearbeiten]

  • Stefano Baschiera: Vom Krimi zum Giallo. Mario Bavas SEI DONNE PER l'ASSASSINO / BLUTIGE SEIDE. In: Francesco Bono, Johannes Roschlau (Hrsg.): Tenöre, Touristen, Gastarbeiter. Deutsch-italienische Filmbeziehungen. München, edition text+kritik, S. 169-179.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Blutige Seide im Lexikon des Internationalen Films