Brandt (Adelsgeschlecht)

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Wappen der Familie von Brandt nach Siebmachers Wappenbuch
Gesamtansicht von Brand bei Marktredwitz mit Schloss und Kirche
Kindergrabstein der Familie von Brandt 1632 in Arzberg
Epitaph eines Geistlichen der Familie von Brandt im Eichstätter Dom

Die Familie von Brandt ist ein altes fränkisches Adelsgeschlecht.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Familienname Brandt

Der Familienname Brandt oder auch Brand ist weitverbreitet. Der Name Brandt ist wie hier der Hinweis auf Rodungstätigkeiten, er kann aber auch auf Feuersbrünste hinweisen (z.  B. bei den Zollner vom Brand).

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Ursprung

Das fränkische Adelsgeschlecht der von Brandt nahm seinen Anfang im Ort Brand, heute ein Ortsteil von Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel in Oberfranken. Mit Meino de Brande sind Ort und Familie 1221 erstmalig urkundlich bezeugt. Da sich das Schloss Brand bis in das 19. Jahrhundert unter der Lehensherrschaft der Familie von Notthafft befunden hat, können die Herren von Brand zum Dienstadel der Familie von Notthafft gerechnet werden. Hans Wilhelm und Hans Wolf von Brand waren die letzten Familienmitglieder, die im Stammschloss Brand wohnten; Hans Wilhelms Witwe veräußerte ihren Anteil nach 1662 an ihren Schwiegersohn Wolf Ernst von Gravenreuth sowie an Georg Christoph Renner. Hans Wolf verkaufte seinen Anteil 1682 an den aus Thüringen stammenden Wolff Adolph Marschall.

[Bearbeiten] Verbreitung

Als ältester gemeinsamer Ahnherr des in mehrere Linien geteilten und auch heute noch blühenden Geschlechts gilt der um 1380/90 geborene Erhard Prantner. Dessen ältester Sohn Hans erwarb 1466 die Burg Neidstein bei Sulzbach-Rosenberg in der Oberpfalz. Der zweite Sohn Stephan begründete die Pleysteiner Linie der Familie, der jüngste Bruder Thomas die Flossenbürger Linie des Geschlechts. Die zweite Hauptlinie zu Pleystein mit den Seitenästen zu Leutzenhof, Bodenstein, Biebersreuth, Woppenhof, Stein etc., erlosch im ausgehenden 17. Jahrhundert. Die Flossenbürger Linie, die später vor allem in Franken (Bühl, Gereuth, Christanz) begütert war und zur fränkischen Reichsritterschaft gehörte, ist 1872 ausgestorben. Die Neidsteiner Linie mit Gütern in Etzelwang, Kürmreuth, Nasslitz, Burggrub und Freiung besaß das namengebende Schloss über 14 Generationen hinweg. 2006 veräußerten die Erben des letzten Eigentümers des Schlosses aus der Familie von Brand Neidstein an den amerikanischen Schauspieler Nicolas Cage. Ein großer Teil der historischen Ausstattung des Schlosses kam beim Münchener Auktionshaus Neumeister unter den Hammer.

Die Familie von Brandt bewohnte auch das ehemalige Schloss in Reislas bei Kirchenpingarten.

[Bearbeiten] Verwandte Geschlechter

Die Familie von Brandt ist unmittelbar mit folgenden Adelsfamilien verwandt: Feilitzsch, Kotzau, Rabensteiner zu Döhlau, Sparneck

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen zeigt drei senkrecht nebeneinander angeordnete gestümmelte schwarze Baumäste auf goldenem Grund. An den Astenden lodern kleine Flammen. Das Motiv wiederholt sich auch in der Helmzier.

Das Wappen der Gemeinde Etzelwang erinnert mit stark symbolisierten brennenden Ästen an das Geschlecht. Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Brand bezieht sich in einer Schildhälfte ebenfalls auf die Familie.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Literatur

  • Philipp Theodor Frhr. v. Brand: Burg und Schloß Neidstein, Weidner Heimatkundliche Arbeiten Nr. 15, Weiden 1971
  • August Gebessler: Stadt und Landkreis Bayreuth. München 1959.
  • Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adelslexicon, Bd. 2, Leipzig 1860
  • Harald Stark: Das Rittergut Brand bei Marktredwitz, ein Notthafftisches Lehen, in: Der Erzähler von Gabelmannsplatz - Heimatbeilage Frankenpost/Sechsämterbote, Wunsiedel Nr. 39/Mai 2000
  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser 1856 und 1940

[Bearbeiten] Weblinks

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