Brigitte Mohn

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Brigitte Mohn, geboren als Brigitte Scholz (* 28. Juni 1964), ist eine deutsche Politikwissenschaftlerin und Gesellschafterin der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbh (BVG).

Leben[Bearbeiten]

Brigitte Mohn wurde als Tochter von Liz Mohn, damals Elisabeth Scholz, und Joachim Scholz geboren. Erst im Alter von 16 Jahren erfuhr sie, dass ihr leiblicher Vater Reinhard Mohn war, mit dem ihre Mutter eine langjährige Liebesaffäre hatte und den diese 1982 heiratete.[1]

Sie besuchte das Städtische Gymnasium in Gütersloh bis 1984 und studierte dann Politik, Kunstgeschichte und Germanistik an den Universitäten in Bamberg, Münster und Augsburg und promovierte an der privaten Universität Witten/Herdecke, die von 1985 bis 2004 durch die Bertelsmann Stiftung mit jährlich fast 2 Mio. Euro unterstützt wurde.[2] Sie war danach im Institut für Weltwirtschaft in Kiel als Lektorin tätig. Sie arbeitet als Marketingleiterin für Direkt-Marketing an Universitäten, Colleges und Bibliotheken beim amerikanischen Verlagshaus Bantam, Doubleday, Dell in New York, die in den 80er Jahren von Bertelsmann übernommen wurden. Darüber hinaus war sie Beraterin bei McKinsey in Hamburg und bei der Multimediaagentur Pixelpark in der Schweiz.

Seit 2001 ist Brigitte Mohn als Nachfolgerin ihrer Mutter Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Seit 2002 ist sie Mitglied des Aufsichtsrats der Rhön-Klinikum AG [3][4]. Seit 1. Januar 2005 ist Brigitte Mohn Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, zuvor war sie bereits im Bereich Gesundheit der Stiftung tätig. Darüber hinaus ist sie Gesellschafterin der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbh (BVG), die die Stimmrechte der Bertelsmann AG ausübt. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Bertelsmann AG wurde sie am 17. Dezember 2007 mit Wirkung zum 1. Januar 2008 in den Aufsichtsrat des Unternehmens gewählt.[5] Brigitte Mohn ist ebenso wie ihre Brüder Christoph und Andreas (* 1968) und die drei Halbgeschwister aus der ersten Ehe ihres Vaters mit einem niedrigen einstelligen Prozentsatz an der Bertelsmann AG beteiligt.

Sie ist mit dem promovierten Wirtschaftsingenieur Thomas Kowallik verheiratet, der für McKinsey im Bereich des Gesundheitssektors und der Pharmaindustrie tätig ist.[6]

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. [1] Focus-online: Konzerne: „Reinhard kann jetzt nicht“, abgerufen am 12. Oktober 2009
  2. Wirtschaftswoche: Uni Witten/Herdecke: Bertelsmann stellt Förderung ein. Abgerufen am 19. August 2009
  3. Homepage der Rhön-Klinikum AG abgerufen am 13. Oktober 2009
  4. Handelsblatt: Inthronisation à la Bertelsmann. abgerufen am 13. Oktober 2009
  5. Noch eine Frau Mohn im Bertelsmann-Aufsichtsrat DWDL.de. Köln 17. Dezember 2007.
  6. Handelsblatt: Inthronisation à la Bertelsmann. abgerufen am 12. Oktober 2009

Weblinks[Bearbeiten]