Buffalo Springfield

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Buffalo Springfield ist eine US-amerikanische Folk- bzw. Country-Rockband aus Los Angeles, die zwischen 1966 und 1968 drei Alben veröffentlichte.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Die beiden Lead-Gitarristen Neil Young und Stephen Stills lernten sich 1963, unterwegs mit einer jeweils eigenen Gruppe, in Thunder Bay, Ontario, kennen. Bassist Bruce Palmer (1946–2004) und Schlagzeuger Dewey Martin (1940–2009) waren mit Young bzw. Stills unterwegs. Im Frühjahr 1966 formierte sich die Band in Los Angeles, wobei sich um das (zufällige) Wiedersehen von Stills und Young auf dem Sunset Boulevard zahlreiche Legenden gebildet haben.[1] Zunächst wurden alle Titel von Stills und Young geschrieben, wobei Richie Furay (Rhythmus-Gitarre) bei Youngs Stücken den Gesang übernahm. Die erste Single For What It's Worth, geschrieben von Stephen Stills, wurde der einzige Hit der Band und erreichte Platz 7 der US-Charts; das erste Album Buffalo Springfield hingegen blieb wenig erfolgreich.

Mit neuem Management arbeitete die Band am zweiten Album Buffalo Springfield Again. Bruce Palmer musste wegen Drogenmissbrauchs ins Gefängnis. Sein Ersatz Jim Fielder verließ die Gruppe bald, um sich Blood, Sweat & Tears anzuschließen. Von nun an begann die Band, auseinanderzufallen. Mit Songs von Furay, Young und Stills wurde Buffalo Springfield Again noch ein respektabler Erfolg. Allerdings stellte sich mehr und mehr die Frage, ob die Band überhaupt noch existierte.

Ohne Young spielte die Band auf dem Monterey Pop Festival, mit David Crosby als Gast. Es folgten weitere Live-Auftritte bis zum Abschieds-Konzert in Los Angeles. Jim Messina, zu jener Zeit Bassist der Gruppe, produzierte das letzte Album Last Time Around. Als es 1968 erschien, existierte Buffalo Springfield allerdings nicht mehr.

Youngs Solo-Karriere hatte zu diesem Zeitpunkt bereits begonnen. Stills gründete mit Crosby und Graham Nash die Band Crosby, Stills and Nash. Furay und Messina gründeten Poco. Nach zwei Solo-Alben von Young überzeugte ihn Stills, bei Crosby, Stills & Nash einzusteigen, woraus daraufhin Crosby, Stills, Nash & Young wurde.

1997 wurden Buffalo Springfield in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen[2].

Reunion[Bearbeiten]

Am 23. und 24. Oktober 2010 spielten Buffalo Springfield zum ersten Mal seit ihrer Trennung wieder live. Anlässlich des alljährlichen Bridge School Benefit zugunsten behinderter Kinder traten sie an beiden Festivalabenden im Shoreline Amphitheater in Mountain View (Kalifornien) auf. Die drei noch lebenden Original-Mitglieder Neil Young, Stephen Stills und Richie Furay spielten einen ca 40 minütigen halbakustischen Set aus Klassikern der Bandgeschichte. Die verstorbenen Bruce Palmer und Dewey Martin wurden durch Rick Rosas (Bass) und Joe Vitale (Schlagzeug) ersetzt.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • Buffalo Springfield (1966)
  • Buffalo Springfield Again (1967)
  • Last Time Around (1968)

Kompilationen[Bearbeiten]

  • Retrospective: The Best of Buffalo Springfield (1969)
  • Buffalo Springfield (1973) (Doppel-LP; bislang nicht auf CD erschienen)
  • Buffalo Springfield (2001) (4 CD Boxset Booklet 68 Seiten)

Trivia[Bearbeiten]

Buffalo Springfields For What It's Worth (1967) gilt als großer Klassiker der Rockgeschichte. Es wurde vom Rolling Stone auf Platz 63 der „500 besten Songs aller Zeiten“ gewählt[3], erlebte zahllose Coverversionen und – aufgrund der markanten Gitarrenparts von Stills – Bearbeitungen[4] und fand als Soundtrack von (u.a.) Lord of War – Händler des Todes, Tropic Thunder und Forrest Gump Verwendung. Das Stück gehört noch heute zum Live-Repertoire von Stephen Stills und Crosby, Stills, Nash (& Young).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. u.a. die Versionen von Scott Young, Neil and Me, Toronto 1997, und Stephen Stills in seinem Song Round The Bend (veröffentlicht 2005 auf seinem Solo-Album Man Alive!).
  2. Rock and Roll Hall of Fame Buffalo Springfield in der Rock and Roll Hall of Fame
  3. Die „500 besten Songs“ auf www.rollingstone.com [1]
  4. Eine Übersicht bietet www.coverinfo.de [2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Stambler, Irwin : The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York : St. Martin’s Press, 1989, S. 84-86 – ISBN 0-312-02573-4
  • Morrison, Craig : American Popular Music. Rock and Roll. Vorwort von Kevin J. Holm-Hudson. New York / NY : Checkmark Books, 2006, S. 34f