Bund Deutscher Architekten

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Der Bund Deutscher Architekten BDA e.V. ist eine Vereinigung freiberuflich tätiger Architekten in Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Bund Deutscher Architekten wurde am 21. Juni 1903 in Frankfurt am Main gegründet, um die Qualität des Planens und Bauens in Verantwortung gegenüber der Gesellschaft zu fördern. Er fungierte als Interessenvertretung freischaffender Architekten.

1919 schlossen sich der bisherige BDA, die Deutsche Freie Architektenschaft (DFA) und die Deutsche Architektenschaft (DA) zum neuen BDA zusammen.

1934 erfolgte unter der Präsidentschaft von Eugen Hönig die Gleichschaltung des Bundes Deutscher Architekten zur staatstragenden Standesvertretung der Architektenschaft, nämlich als Fachgruppe innerhalb der Reichskammer der bildenden Künste, die wiederum eine Unterorganisation der Reichskulturkammer war.

1948 wurde der BDA unter maßgeblicher Beteiligung von Architekten wie Eugen Fabricius, die bereits vor 1933 langjährige BDA-Mitglieder waren, neu gegründet. Dadurch wurde trotz der vierzehnjährigen Unterbrechung eine kaum hinterfragte Kontinuität hergestellt, die unter anderem die Feier des hundertjährigen Bestehens im Jahr 2003 ermöglichte.

1952 konstituierte sich in Folge der Teilung Deutschlands der Bund Deutscher Architekten in der DDR, der 1971 zum Bund der Architekten der DDR (BdA/DDR) wurde. Dieser löste sich 1990 auf, in der Folge wurden in den neuen Bundesländern neue Landesverbände des BDA gegründet.

Von Beginn an wurden nur freiberuflich tätige Architekten aufgenommen, die einzige Ausnahme bilden Architekten, die in der Lehre tätig sind. Bis heute wird bei der Berufung neuer Mitglieder größter Wert auf deren gestalterische Qualifikation und unternehmerische Unabhängigkeit gelegt, wobei das erstgenannte Kriterium ein kaum objektiv zu lösendes Definitionsproblem aufwirft, das auch in der Vergangenheit – insbesondere in Zeiten stilistischen Wandels – immer wieder für kontroverse Diskussionen sorgte. In der Arbeit des Bundes kommt es ebenso zu inhaltlichen Überschneidungen mit den nach 1945 gegründeten Architektenkammern, in denen auch angestellte Architekten organisiert sind.

Organisation[Bearbeiten]

Die Bundesgeschäftsstelle befindet sich in Berlin-Mitte im Deutschen Architektur Zentrum. Amtierender Präsident ist der Architekt Heiner Farwick.

Der Verein ist durch 16 Landesverbände mit zahlreichen regionalen und städtischen Untergruppen in den Bundesländern, Regionen, Gemeinden und Städten präsent. Die Landesverbände zeichnen auf Länderebene gute Architektur aus und unterstützen mit Förderpreisen besonders befähigte Studierende und Absolventen der Architekturfakultäten. Der regionale Bezug ist ein besonderes Anliegen des BDA, denn er soll garantieren, dass die notwendige kritische Diskussion des Baugeschehens aktuell und von gut informierten Fachleuten geführt werden kann.

Der Verein hat nach eigenen Angaben gegenwärtig (Stand Januar 2014) rund 5000 Mitglieder.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Der Verein ist Träger des Deutschen Architektur Zentrums DAZ in Berlin, das mit Ausstellungen und Begleitveranstaltungen aktuelle Tendenzen in Architektur und Städtebau vorstellt. Der Verein vermittelt seine Anliegen auf Bundesebene mit den jährlich stattfindenden Veranstaltungen „Berliner Gespräch“ und „BDA-Tag“ sowie durch zahlreiche weitere Veranstaltungen zu aktuellen Themen, durch Stellungnahmen und Publikationen. Zudem erscheint sechsmal jährlich die Zeitschrift „der architekt“.

Preise[Bearbeiten]

Der Verein verleiht im jährlichen Wechsel den Großen BDA-Preis, den BDA-Preis für Architekturkritik und den Architekturpreis „Nike“. In Kooperation mit dem Verband Polnischer Architekten SARP wird der bilaterale Förderpreis BDA-SARP-Award für Absolventen der Fachrichtung Architektur an deutschen und polnischen Hochschulen vergeben. Der Deutsche Bauherrenpreis wird vom Deutschen Städtetag, dem Bund Deutscher Architekten und dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen ausgelobt. In Kooperationen mit anderen Partnern werden auch weitere Architekturpreise durch den Bundesverband vergeben.

Die Landesverbände zeichnen regelmäßig mit verschiedenen Landespreisen qualitätsvolle Architektur aus.

Weblinks[Bearbeiten]