Danziger Straße
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Die Danziger Straße ist eine wichtige Ringstraße in Berlin. Sie liegt im Nordosten der Innenstadt im Stadtteil Prenzlauer Berg und ist Teil des Innenstadtrings. Die Bezeichnung Danziger Straße trägt der Ring zwischen der Kreuzung mit der Schönhauser Allee und der Ecke Landsberger Allee. Die Straße verläuft parallel zu den anderen Ringstrukturen des Berliner Stadtbilds, rund 1,5 km außerhalb der früheren Zollmauer (der heutigen Torstraße) und etwa 500 Meter innerhalb der Berliner Ringbahn.
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[Bearbeiten] Verlauf
Westlich der Danziger Straße bilden die Eberswalder Straße und die Bernauer Straße den Innenstadtring, südlich schließen sich im Stadtteil Friedrichshain die Petersburger Straße, die Warschauer Straße und in Kreuzberg die Skalitzer Straße an. Vom Nordbahnhof an der Bernauer Straße in Mitte bis zum Bahnhof Warschauer Straße wird der Innenstadtring und damit auch der gesamte Verlauf der Danziger Straße von der Straßenbahnlinie M10 durchfahren, die als eine der wichtigsten Tramlinien der Stadt im 24-Stunden-Betrieb verkehrt.
In ihrem Verlauf kreuzt die Danziger Straße mehrere wichtige Ausfallstraßen, außer den beiden sie begrenzenden sind das vor allem die Prenzlauer Allee und die Greifswalder Straße. Andere bekannte Querstraßen sind Pappelallee, Knaackstraße, Lychener Straße, Schliemannstraße, Dunckerstraße, Kollwitzstraße, Winsstraße, Bötzowstraße und Kniprodestraße.
Zwischen Kniprodestraße und Landsberger Allee liegt auf der südlichen Straßenseite der Volkspark Friedrichshain, zwischen Prenzlauer Allee und Greifswalder Straße auf der nördlichen der Ernst-Thälmann-Park.
An der Kreuzung zur Landsberger Allee steht seit 1981 das Sport- und Erholungszentrum.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Straße entstand 1822 zunächst als Feldweg. Er sollte die seit dem Mittelalter bestehenden Landstraßen, die heutigen großen Ausfallstraßen, untereinander verbinden und hieß deshalb Communication (Verbindung).
Die Bebauung des Gebiets erfolgte weitgehend nach den Vorgaben des 1862 in Kraft getretenen Hobrecht-Plans. Die systematische Bebauung begann ab etwa 1890. Im Jahr 1874 erfolgte jedoch bereits die Benennung der Straße. Der westliche Abschnitt der heutigen Straße, zwischen Schönhauser Allee und Greifswalder Straße, wurde nach der Stadt Danzig benannt, der östliche Teil zwischen Greifswalder Straße und Landsberger Allee erhielt den Namen der Stadt Elbing und hieß Elbinger Straße.
Im Anschluss an die in diesem Bereich schon 1867 fertiggestellte Ringbahn wurde auf einem 20 ha großen Gelände zwischen Ringbahn und Danziger Straße die IV. Gasanstalt der Stadt errichten. Der erste Gasbehälter war 1874 fertiggestellt, bis 1900 folgten fünf weitere.
Die im Verlauf der Schönhauser Allee 1913 eröffnete Hochbahn erhielt an der Kreuzung mit der Danziger Straße einen Bahnhof namens Danziger Straße.
Am 27. Februar 1950 wurde der Straßenzug aus Danziger und Elbinger Straße nach dem bulgarischen KP-Führer Georgi Dimitrow in Dimitroffstraße umbenannt. Auch der Hochbahnhof in der Schönhauser Allee erhielt diesen Namen.
Die nun als Gaswerk Dimitroffstraße bekannte ehemalige IV. Gasanstalt wurde 1984 stillgelegt und gesprengt. Gegen den Abriss erhob sich trotz der in der DDR für Bürgerinitiativen schwierigen Bedingungen der Protest von Denkmalschützern. Auf dem Gelände entstand bis zur 750-Jahr-Feier Berlins 1987 der Ernst-Thälmann-Park, einschließlich eines Planetariums, einer großen Gedenkstätte für den ehemaligen Vorsitzenden der KPD, Ernst Thälmann sowie mehrerer Wohnhochhäuser. Die gesamte Anlage wurde am 15. Juli 1986 mit einer großen Feier eingeweiht.
Nach der politischen Wende in der DDR und der Wiedervereinigung Berlins stellte sich die Frage nach einer Rückbenennung der Straße. Die Bezirksverordnetenversammlung von Prenzlauer Berg lehnte eine Rückbenennung von Straßen ab. Die Verkehrsbetriebe benannten den Hochbahnhof Dimitroffstraße deshalb zum 3. Oktober 1991 nach der gegenüberliegenden Eberswalder Straße. Dies war Teil einer Umbenennungsaktion, die zahlreiche U-Bahnhöfe im Ostteil Berlins betraf und die zum ersten Jahrestag der Wiedervereinigung ein „kommunistenfreies“ U-Bahnnetz zum Ziel hatte.
Zum 1. November 1995 setzte sich der Berliner Bausenator Herwig Haase über das gegenteilige Votum des Bezirksparlaments und den Widerstand der Anwohner hinweg und ließ den gesamten Straßenzug in Danziger Straße umbenennen. Dies betraf auch den östlichen Straßenabschnitt, der zuvor nie Danziger, sondern bis 1950 Elbinger Straße hieß. Der Hochbahnhof behielt jedoch seinen vier Jahre zuvor erhaltenen „Behelfsnamen“ und heißt bis heute Eberswalder Straße.
[Bearbeiten] Literatur
- Grosinski: Prenzlauer Berg. Eine Chronik. Berlin 1997. ISBN 3-320-01938-4
[Bearbeiten] Weblinks
Koordinaten: 52° 32′ 10" n. Br., 13° 26′ 0" ö. L.

