Burg Wildenstein (Sachsen)

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Burg Wildenstein
Gipfelplateau der ehemaligen Burganlage

Gipfelplateau der ehemaligen Burganlage

Alternativname(n): Neuer Wildenstein
Entstehungszeit: 1409
Burgentyp: Höhenburg, Felslage
Erhaltungszustand: Burgruine
Ständische Stellung: Ritterstand
Ort: Bad Schandau
Geographische Lage 50° 55′ 32,5″ N, 14° 15′ 25,6″ O50.92569444444414.257102777778336Koordinaten: 50° 55′ 32,5″ N, 14° 15′ 25,6″ O
Höhe: 336 m ü. NN
Burg Wildenstein (Sachsen)
Burg Wildenstein

Die Burg Wildenstein ist die Ruine einer Felsenburg im Elbsandsteingebirge, die linksseitig des Kirnitzschtales auf dem Berg Neuer Wildenstein (336 m ü.d.M.) oberhalb des Kuhstalles liegt. Heute lassen sich noch Balkenlager, Mauerreste, Stufen und Felszeichnungen finden.

[Bearbeiten] Geschichte

Steinstufen

Die Burg Wildenstein gehörte dem böhmischen Adelsgeschlecht der Berka von der Dubá und wurde 1409 von Hinko II. von Dubá errichtet. Dieser übergab 1410 die Herrschaft durch Erbteilung an seinen zweiten Sohn Heinrich von der Dubá, der daraufhin von der Burg Schwarzenbach auf den Wildenstein übersiedelte. Dabei wurde die Herrschaft Wildenstein von Hohnstein abgetrennt. Als Herrschaftsmittelpunkt eignete sich die kleine Felsenveste auf dem Alten Wildenstein nicht, wodurch die Felsenveste auf dem Neuen Wildenstein weiter ausgebaut und zum Zentrum der Herrschaft gewählt wurde. Zu dieser Herrschaft gehörten die Städte Neustadt und Sebnitz und 18 Dörfer mit insgesamt 233 zinspflichtigen Männern. [1][2]

Durch Fehden, Misswirtschaft, Zersplitterung des Besitzes und dem allgemeinen Niedergang des Ritterstands sank das Geschlecht der Berka in das Raubrittertum ab. Da sich die Berken auf Ihren Raubzügen auch Übergriffe auf sächsisches und bischöflich-meißnerisches Gebiet erlaubten und die Handelswege der Lausitzer Sechsstädte (Lausitzer Sechsstädtebund) bedrohten, wurden die Berken zielgerichtet bekämpft. So belagerten das Kurfürstentum Sachsen und der Lausitzer Sechsstädtebund 1425 erstmals die Burg Wildenstein.

Bei einer erneuten Belagerung wurde 1435 die Burg eingenommen. Nach einer Vermittlung durch Kaiser Sigismund zogen die Sachsen 1436 ab. Auf Grundlage dieses Friedensabkommens kam es sogar 1436 zur Waffenbrüderschaft mit dem Kurfürstentum Sachsen um die Raubritterveste Burg Arnstein zu belagern. Wortbrüchig brachen 1437 die Berken wieder zu Raubzügen auf, sodass 1439/40 die Burg erneut erobert wurde. Das anschließende Friedensversprechen wurde von den Berken erneut gebrochen. [3][4]

Die Herrschaft der Berka von der Dubá endete in diesem Gebiet endgültig als am 8. April 1451 die Herrschaft Wildenstein an die Wettiner übergeht [5]

[Bearbeiten] Zugang

Ein guter Ausgangspunkt zur Burg Wildenstein ist der Lichtenhainer Wasserfall, der mit dem Bus oder dem Auto über Bad Schandau erreicht werden kann. Besonders zu empfehlen ist aber die Anreise mit der über 100 Jahre alten Kirnitzschtalbahn. Vom Lichtenhainer Wasserfall läuft man auf der Kuhstallstraße, ein gehbarer Weg, zum Kuhstall. Am Kuhstall angekommen geht dann die Himmelsleiter zum Raubschloß. Für die gesamte Laufzeit sind 50 Minuten einzuplanen.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bibliographisches Institut Leipzig: Heimat- und Wanderbuch, Elbsandsteingebirge (1956)
  2. Matthias Donath: Schlösser in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge. Edition Sächsische Zeitung, Dresden 2006
  3. Dumontreise: Wandern in der Sächsischen Schweiz, ISBN 3-7701-5319-7
  4. Alfred Meiche: Burgen und vorgeschichtliche Wohnstätten der Sächsischen Schweiz. Wilhelm Baensch Verlagsbuchhandlung - Dresden (1907)
  5. Berg- & Naturverlag Peter Rölke, Dresden: Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz. Teil 1 (1999), ISBN 3-934514-08-1.
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