Burgfestspiele Rötteln

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veranstaltungsort der Festspiele: die Burg Rötteln

Die Burgfestspiele Rötteln sind eine seit 1968 jährlich im Sommer stattfindende Freilufttheaterveranstaltung auf der Burg Rötteln in Lörrach.

Die Festspiele gehen auf die Gründung eines Bürgervereins im Jahr 1966 zurück. Wegen der Herrichtung eines Parkplatzes vor der Burg und der Fertigstellung einer Straße von Haagen aus fand die erste Aufführung erst 1969 statt, im Garten der Burgschenke. In den Jahren 1971/72 wurde eine größere Spielfläche mit einer Freilichtbühne auf drei terrassenförmigen Ebenen angelegt; diese liegt unmittelbar vor der Oberburg. Auf dieser Anlage haben bis zu 550 Zuschauer Platz.

Zum Ensemble der Burgfestspiele gehören jedes Jahr etwa 20 Laienschauspieler aus Lörrach und Umgebung. 1977 wurde ein altes Stallgebäude zum Umkleideraum für die Festspiele umgebaut. Von 1968 bis 1986 veranstalteten die Burgfestspiele Rötteln auch musikalische Aufführungen. Von Beginn bis zum Jahr 2008 besuchten rund 206.000 Zuschauer die Festspiele.

Aufführungen in chronologischer Reihenfolge[Bearbeiten]

  • 1968: Markgraf Ernst und der Bauernaufstand, Regie: Erhard Richter
  • 1969: Markgraf Ernst und der Bauernaufstand, Regie: Erhard Richter
  • 1969: Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe, Regie: Ernst Dauscher
  • 1970: Agnes Bernauer von Friedrich Hebbel, Regie: Erhard Richter
  • 1971: Romeo und Julia von William Shakespeare, Regie: Dieter Ballmann
  • 1971: Der Meineidbauer von Ludwig Anzengruber, Regie: Franz Novotny
  • 1972: Urfaust von Johann Wolfgang Goethe, Regie: Dieter Ballmann
  • 1973: Die Freier von Joseph von Eichendorff, Regie: Erhard Richter
  • 1973: Liebe leidet mit Lust (Verlorene Liebesmüh) von William Shakespeare, Regie: Hilde Rüdisühli-Colberg
  • 1974: Die Freier von Joseph von Eichendorff (Wiederholung), Regie: Erhard Richter
  • 1975: Viel Lärm um nichts von William Shakespeare, Regie: Erhard Richter
  • 1976: Der trojanische Krieg findet nicht statt von Jean Giraudoux, Regie: Erhard Richter
  • 1977: Ein Engel kommt nach Babylon von Friedrich Dürrenmatt, Regie: Erhard Richter
  • 1978: Ein Engel kommt nach Babylon von Friedrich Dürrenmatt (Wiederholung), Regie: Erhard Richter
  • 1979: Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare, Regie: Erhard Richter
  • 1980: Romulus der Große von Friedrich Dürrenmatt, Regie: Erhard Richter
  • 1981: Mutter Courage und ihre Kinder von Bertolt Brecht, Regie: Erhard Richter
  • 1982: Mutter Courage und ihre Kinder von Bertolt Brecht (Wiederholung), Regie: Erhard Richter
  • 1983: Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais, Regie: Erhard Richter
  • 1984: Nathan der Weise von Gotthold Ephraim Lessing, Regie: Erhard Richter
  • 1985: Was ihr wollt von William Shakespeare, Regie: Peter G. Broberg
  • 1986: Der Kirschgarten von Anton Tschechow, Regie: Peter G. Broberg
  • 1987: Liebe für Liebe von William Congreve, Regie: Peter G. Broberg
  • 1988: Der Menschenfeind von Molière, Regie: Peter G. Broberg
  • 1989: Dame Kobold von Calderón de la Barca, Regie: Peter G. Broberg
  • 1990: Die deutschen Kleinstädter von August von Kotzebue, Regie: Erhard Richter
  • 1991: Der trojanische Krieg findet nicht statt von Jean Giraudoux, Regie: Erhard Richter
  • 1992: Die lustigen Weiber von Windsor von William Shakespeare, Regie: Peter G. Broberg
  • 1993: Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie von Max Frisch, Regie: Peter G. Broberg
  • 1994: Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie von Max Frisch (Wiederholung), Regie: Peter G. Broberg
  • 1995: Don Gil von den grünen Hosen von Tirso de Molina, Regie: Peter G. Broberg
  • 1996: Tartuffe von Molière, Regie: Peter G. Broberg
  • 1997: Der Widerspenstigen Zähmung von William Shakespeare, Regie: Kati Karrer
  • 1998: Die Räuber von Friedrich Schiller, Regie: Kati Karrer
  • 1999: Der Geizige von Molière, Regie: Kati Karrer
  • 2000: Der Revisor von Nikolaj Gogol, Regie: Kati Karrer
  • 2001: Die Lästerschule von Richard B. Sheridan, Regie: Klaus Koska
  • 2002: Einladung ins Schloss von Jean Anouilh, Regie: Klaus Koska
  • 2003: Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt, Regie: Klaus Koska
  • 2004: Die Irre von Chaillot von Jean Giraudoux, Regie: Klaus Koska
  • 2005: Der Zerrissene von Johann Nestroy, Regie: Klaus Zintgraf
  • 2006: Der Hauptmann von Köpenick von Carl Zuckmayer, Regie: Klaus Koska
  • 2007: Das Kaffeehaus von Carlo Goldoni, Regie: Klaus Koska
  • 2008: Peer Gynt von Henrik Ibsen, Regie: Klaus Koska
  • 2009: Arsen und Spitzenhäubchen von Joseph Kesselring, Regie: Klaus Koska
  • 2010: Der Biberpelz von Gerhart Hauptmann, Regie: Klaus Koska
  • 2011: Der Diener zweier Herren von Carlo Goldoni, Regie: Klaus Koska
  • 2012: Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare, Regie: Tom Müller
  • 2013: Jedermann von Hugo von Hofmannsthal, Regie: Tom Müller

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Vogelpohl: Dreißig Jahre Burgfestspiele Rötteln – ein Rückblick, In: Das Markgräflerland, Band 2/1996, S. 126–132.

Weblinks[Bearbeiten]