Die lustigen Weiber von Windsor (Schauspiel)

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Daten des Dramas
Titel: Die lustigen Weiber von Windsor
Originaltitel: The Merry Wives of Windsor
Gattung: Komödie
Originalsprache: Frühneuenglisch
Autor: William Shakespeare
Erscheinungsjahr: 1602/1623
Uraufführung: vor 1597
Ort der Uraufführung: The Theatre
Personen
  • Sir John Falstaff
  • Robin, Falstaffs Page
  • Bardolph, Pistol und Nym, Falstaffs Diener
  • Master Francis Ford ein Bürger von Windsor
  • Mistress Alice Ford seine Frau
  • John und Robert, seine Diener
  • Master George Page, ein Bürger von Windsor
  • Mistress Margaret Page, seine Frau
  • Anne Page, seine Tochter
  • William Page, sein Sohn
  • Master Robert Shallow, der Friedensrichter
  • Master Abraham Slender, sein Neffe
  • Peter Simple, sein Diener
  • Doktor Caius, ein französischer Arzt
  • Mistress Quickley, seine Haushälterin
  • John Rugby, sein Diener
  • Master Fenton, ein junger Gentleman
  • Sir Hugh Evans, ein walisischer Pastor
  • Der Wirt vom Hosenband in Windsor
  • Kinder aus Windsor

Die lustigen Weiber von Windsor (engl. The Merry Wives of Windsor) ist eine Komödie von William Shakespeare von 1597.

Die Komödie handelt von Sir John Falstaff, einem rauf- und trinksüchtigen Soldaten. In völliger Überschätzung seiner Wirkung auf Frauen verspricht er gleich mehreren Damen die Ehe, um sie anschließend um ihr Geld zu betrügen. Die Damen aber sind über das Werben des übergewichtigen Säufers belustigt und berichten sich gegenseitig davon. So fliegt der Schwindel auf, die Damen locken Falstaff in die Falle und er muss schließlich fliehen.

Handlung[Bearbeiten]

Akt I[Bearbeiten]

[Szene 1] Richter Shallow, sein Neffe Abraham Slender und Pastor Evans treffen sich auf der Straße in Windsor und unterhalten sich über Wappenkunde.[1] Der Friedensrichter empört sich über das skandalöse Verhalten von Falstaff. Der Pfarrer versucht ihn zu beruhigen und macht den Vorschlag, Pages Tochter Anne mit Slender zu verheiraten.[2] Sie begeben sich zu Master Page, wo sie Falstaff antreffen. Dort erhebt Shallow die Anklage, Falstaff habe seine Leute geprügelt, sein Wild erlegt und sein Jagdhaus aufgebrochen. Außerdem beschuldigt Slender die Diener Falstaffs, Bardolph, Pistol und Nym, ihn im betrunkenen Zustand ausgeraubt zu haben.[3] Während Falstaff seine Taten zugibt, leugnen seine Genossen. Alle vier aber behaupten, der Geschädigte hätte noch Glück gehabt, denn man hätte ja noch mehr anstellen können. Jungfer Anne Page, Mistress Ford und Mistress Page treten zu der Versammlung.[4] Sofort himmelt Master Slender die Jungfer an. Sir John versucht die älteren Damen zu becircen. Master Page, Sir John, seine Kumpane und die Damen gehen ins Haus und lassen die drei Ankläger allein auf der Straße zurück. Die Herren drängen Slender, um die Hand der Jungfer anzuhalten. Jungfer Anne tritt wieder heraus und lädt die Herren auch zum Essen ein. Friedensrichter Shallow und Pastor Evans gehen vor und lassen die jungen Leute allein. Slender versucht, Jungfer Anne sein Interesse zu bekunden. Um Eindruck zu erwecken erzählt er ihr von dem Bären Sackerson.[5] Schließlich kommt Master Page, um beide zu Tisch zu bitten. [Szene 2] Pastor Evans übergibt Peter Simple, dem Diener Slenders einen Brief für Mistress Quickley, die Haushälterin des französischen Arztes Dr. Cajus.[6] [Szene 3] Im Garter Inn erzählt Falstaff Pistol und Nym, er werde Mistress Ford verführen, die über das Geld ihres Mannes verfüge. Falstaff präsentiert einen Brief an Mistress Ford und einen weiteren an Mistress Page, an die er sich ebenfalls heranmachen will. Pistol und Nym weigern sich aber, die Briefe den Damen zu bringen. Als Falstaff sie aus seinem Dienst entläßt schwören sie Verrat und Rache.[7] [Szene 4] Bei Dr. Cajus, der auch an Anne interessiert ist, bekundet Simpel, Evans habe ihn geschickt, um Frau Quickly zu bitten, ein Wort für Slender bei Anne einzulegen. Darauf erklärt Dr. Cajus, er werde Pastor Evans zum Kampf herausfordern.[8]

Akt II[Bearbeiten]

[Szene 1] Mistress Page und Mistress Ford stellen fest, dass jede von ihnen einen gleichen Liebesbrief von Falstaff erhalten hat. Die beiden wollen deshalb mit Falstaff ihr Spiel spielen. Pistol verrät Master Ford und Nym Master Page, dass Falstaff hinter seiner Frau her ist.[9] Richter Shallow und der Wirt machen sich einen Spass mit den beiden Duellanten Dr. Cajus und Pastor Evans. Sie führen die beiden an unterschiedliche Orte für das Duell.[10] Ford, der im Gegensatz zu Page Falstaffs Diener glauben schenkt und jetzt eifersüchtig auf seine Frau ist, überredet den Wirt, ihn Falstaff in Verkleidung als Master Brook vorzustellen.[11] [Szene 2] Pistol will Geld von Falstaff haben, dieser weigert sich und entlässt unter Flüchen den Banditen aus seinem Dienst.[12] Mistress Quickly richtet Falstaff von Frau Ford aus, dass ihr Mann am nächsten Vormittag außer Haus sein wird. Sie erzählt dabei ausführlich davon, wie es sich verhält, wenn der Hof in Windsor residiert.[13] Gemäß vorheriger Absprache zwischen dem Wirt und Master Ford stellt Bardolph diesen Falstaff unter dem falschen Namen Brooke vor. Dieser Brooke gibt Falstaff Geld dafür, dass Falstaff für ihn Mistress Ford umwerbe und der antwortet ihm, dass er sie ohnehin am nächsten Vormittag besuchen werde.[14] Nach Falstaffs Abgang schließt Ford die Szene mit einem Monolog, in dem sich seine Eifersucht ins lächerlich-unermessliche steigert.[15] [Szene 3] Unterdessen wartet der zum Kampf bereite Dr. Cajus zusammen mit seinem Diener John Rugby auf dem Feld zunächst vergeblich auf Pastor Evans, da der Wirt beiden einen anderen Treffpunkt weitergegeben hat.[16] Der Wirt kommt zusammen mit Richter Shallow, Master Slender und George Page hinzu und treibt durch Wortverdrehereien seine Spässe mit Dr. Cajus.[17] Schließlich machen sie sich auf nach Frogmore, um dort Pastor Evans zu treffen.[18]

Akt III[Bearbeiten]

[Szene 1] Pastor Evans wartet nahe Frogmore auf sein Duell. Er hat solche Angst vor Cajus, von dem die Rede geht er sei ein tapferer Degenkämpfer, dass er verzweifelt Lieder singt, um sich Mut zu machen.[19] Als Dr. Caius eintrifft und schon beide aufeinander los gehen wollen, werden sie von Richter Shallow und George Page entwaffnet. Der Wirt fordert sie auf, ihre Haut heil zu lassen und lieber Hackfleisch aus der englischen Sprache zu machen.[20] Sie erkennen die List des Wirtes und versöhnen sich. [21]

[Szene 2] [22] Falstaffs Page Robin ist mit Frau Page auf dem Weg zu Frau Ford. Sie treffen unterwegs Herr Ford, der von der Verabredung Falstaffs mit seiner Frau weis und sich deshalb mit Herr Page, Master Slender, Richter Shallow, dem Wirt, Pastor Evans sowie Dr. Caius und dessen Diener Rugby zum Essen verabredet, genau zu der Zeit, als seine Frau den dicken Ritter erwartet.

[Szene 3] [23] Zur angegebenen Zeit stellt sich Falstaff bei Frau Ford ein. Da erscheint Frau Page mit der Nachricht, Herr Ford sei auf dem Wege mit allen seinen Freunden aus Windsor, um einen Herrn zu suchen, der im Haus sei. Falstaff wird im Wäschekorb versteckt mit schmutziger Wäsche über ihm, zwei Diener tragen den Korb hinaus. Als Ford das Haus durchsucht, kann er Falstaff nicht finden.

[Szene 4] [24] Fenton und Anne Page treffen sich außerhalb ihres Hauses. Annes Vater schätzt ihn nicht als Heiratskandidaten für Anne, weil er kein Geld hat. Anne aber drängt ihn zu versuchen, die Gunst ihres Vaters zu gewinnen. Da tauchen Richter Shallow, sein Neffe Slender und Frau Quickly auf. Der von Page als Heiratskandidat favorisierte Slender unternimmt einen unbeholfenen Annäherungsversuch gegenüber Anne. Frau Page dagegen bevorzugt Dr. Cajus für ihre Tochter.

[Szene 5] [25] Ein durchnässter Falstaff betritt den Garter Inn. Er ist von den Dienern aus dem Wäschekorb in die Themse geworfen worden. Trotzdem erklärt er sich einverstanden, als Frau Quickly ihm mitteilt, dass Frau Ford ihn am Abend bei sich wiedersehen möchte. Dem als Brooke verkleideten Ford erzählt er von der Begebenheit mit dem Wäschekorb und seiner nächsten Verabredung mit Frau Ford.

Akt IV[Bearbeiten]

[Szene 1] [26] Pastor Evans hält in Gegenwart von Frau Quickly eine Lateinstunde für den kleinen William, den Sohn von Ehepaar Page.

[Szene 2] [27] Nachdem Falstaff zu seinem zweiten Versuch bei Frau Ford eingetroffen ist, taucht wiederum Frau Page auf mit der Nachricht, dass ein wütender Ford auf dem Weg zum Haus ist. Da Falstaff nicht gewillt ist, sich erneut im Wäschekorb zu verbergen, schlägt Frau Ford ihm vor, er solle die Kleider der dicken Tante ihrer Magd anziehen, die aber, was Falstaff nicht weiß, Herrn Ford verhasst ist. Als Ford mit Gefolge auftaucht und die vermeintliche Tante sieht, schlägt er Falstaff und jagt ihn aus dem Haus. Da bemerkt Pastor Evans, dass die alte Dame einen Bart hatte. Ford und seine Freunde durchsuchen vergeblich das Haus nach Falstaff.

[Szene 3] [28] Bardolph berichtet dem Wirt, dass seine deutschen Gäste drei Pferde von ihm ausleihen wollen, um einen deutschen Herzog am Hof zu treffen. Der Wirt ist verwundert, da er von keinem deutschen Herzog am Hof gehört hat.

[Szene 4] [29] Frau Ford und Frau Page kommen überein, dass es im Hinblick auf Falstaff das beste wäre, ihn öffentlich bloßzustellen. Darauf weihen sie ihre Männer in ihren Plan zur Demütigung Falstaffs ein. Sie wollen Falstaff dazu bringen, als Geist Herne verkleidet bei der alten Eiche zu erscheinen, dann sollen ihre Söhne und Töchter als Elfen und Kobolde verkleidet ihn kneifen. Wenn Falstaff seine unehrenhaften Absichten zugibt, könne dies zum Gespött in Windsor gereichen. Herr und Frau Page sehen in dem Ereignis eine Gelegenheit, dass ihr Favorit Slender bzw. Dr. Cajus mit Anne durchbrennen kann, wenn alle verkleidet sind.

[Szene 5] [30] Bardolph berichtet dem Wirt, seine deutschen Gäste hätten seine Pferde gestohlen, sie seien wie drei deutsche Teufel geritten, geradezu wie drei Doktor Faustusse. Von Pastor Evans erfährt er, dass die drei Deutschen bekannte Zechpreller sind und Dr. Caius kann versichern, dass es keinen deutschen Herzog am Hof gibt. Der Wirt macht sich wutentbrannt auf, die Deutschen zu verfolgen. Frau Quickly überzeugt den verprügelten Falstaff davon, das es immer noch Hoffnung in den Liebsangelegenheiten gibt.

[Szene 6] [31] Fenton überzeugt den Wirt ihn bei seinem Versuch zu helfen, Anne Page heimlich zu heiraten.

Akt V[Bearbeiten]

[Szene 1] [32] Falstaff erklärt sich gegenüber Frau Quickly nun zum dritten Mal zu einer Verabredung mit Frau Ford bereit und erzählt wiederum dem vermeintlichen Brooke vorab davon.

[Szene 2] [33] Herr Page verrät Richter Shallow und seinem Neffen Slender, dass seine Tochter in weißer Verkleidung auftritt. Slender brauche sie nur anzusprechen und die Hochzeit sei abgemacht.

[Szene 3] [34] Frau Ford und Frau Page verraten Dr. Cauis, dass Anne Page in grüner Verkleidung zur Herne-Eiche kommen wird. Caius wird sie so erkennen und zum Pfarrhaus zur Trauung bringen.

[Szene 4] [35] Pastor Evans kommt als Satyr verkleidet in Begleitung von William Page und anderen Kindern, die als Elfen verkleidet sind.

[Szene 5] [36] Zu Mitternacht kommt Falstaff als Herne verkleidet mit Hörnern auf dem Haupt zu der alten Eiche. Dann tauchen zunächst die Frauen Ford und Page auf und schmeicheln Falstaff, der sich erneut am Ziel seiner Wünsche sieht. Dann treten die von Pastor Evans angeführten verkleideten Kinder auf, die Falstaff umkreisen und zwicken. Miss Quickly hält als Elfenkönigin verkleidet eine Lobrede auf den Orden vom Hosenband. Dr. Cajus schleicht sich mit einem weiß gekleideten, Schmächtig mit einem grün gekleideten Jungen davon, den sie jeweils für Anne halten, diese aber flieht mit Fenton. Als die Kinder verschwunden sind, nähern sich Ford und Page und werfen Falstaff vor, er habe versucht ihre Frauen zu verführen. Ford offenbart, dass er Brooke war und sagt, er werde Falstaffs Pferde als Ersatz für das Geld nehmen, das er ihm als Brooke gegeben habe. Da kommt Slender und bekundet, er sei zu einer Landkirche gekommen und musste entdecken, dass er mit einem Jungen ausgerissen ist. Dann folgt Dr. Cajus und teilt mit, dass er ebenfalls mit einem Jungen verheiratet wurde. Schließlich erscheinen Anne und Fenton, der erklärt, dass beide sich schon lange lieben und ihren Bund nun beschlossen haben. Alle machen sich auf zu einem Fest, zu dem auch Falstaff eingeladen ist.

Text[Bearbeiten]

Titelseite des ersten Quarto aus dem Jahre 1602.

Von dem Stück existieren drei frühe Druckausgaben. Der Erstdruck erfolgte im Jahre 1602 als Einzelausgabe im Quartformat und wird Q1 genannt. 1619 stellte William Jaggard einen nicht autorisierten Nachdruck des ersten Quarto her. Er enthält gefälschte Angaben und ist Teil der sogenannten False Folio. Diese Druckausgabe heißt Q2. 1623 wurde "Merry Wives of Windsor" in die erste Shakespeare-Werkausgabe aufgenommen. Dieser Text wird F1 genannt. Bei dem kürzeren ersten Quarto handelt es sich nach allgemeiner Überzeugung um eine nicht autorisierten Text.[37] Daher wird den modernen Textausgaben die Folioversion zugrunde gelegt, in Einzelfällen wird das Quarto für Korrekturen benutzt.[38] Dem gefälschten Quarto von 1619 wird keine eigene Autorität zugestanden.

Quarto 1 von 1602[Bearbeiten]

Das Stück wurde am 18. Januar 1602 in das Hauptbuch der Londoner Buch Buchhändler eingetragen.[39] Der Text auf der Titelseite lautet:

A | Most pleasaunt and | excellent conceited Co- | medie, of Syr Iohn Falstaffe, and the | merrie Wiues of Windsor. | Entermixed with sundrie | variable and pleasing humors, of Syr Hugh | the Welch knight, Iustice Shallow, and his | wise Cousin M. Slender. | With the swaggering vaine of Auncient | Pistoll, and Corporall Nym. | By William Shakespeare. | As it hath bene diuers times Acted by the right Honorable | my Lord Chamberlaines seruants. Both before her | Maiestie, and else-where. | LONDON | Printed by T. C. for Arthur Iohnson, and are to be sold at | his shop in Powles Church-yard, at the signe of the | Flower de Leuse and the Crowne. | 1602.

Die | überaus angenehme und | hervorragend eingebildete Ko- | mödie von Sir John Falstaff und den | lustigen Weibern von Windsor. | Untermischt mit allerlei | abwechselnden und gefälligen Scherzen von dem walisischen Ritter Sir Hugh, dem Richter Shallow und seinem schlauen Neffen Slender. | Mit der prahlerischen Aufgeblasenheit der alten [Kumpane] | Pistol und Nym. | Von William Shakespeare. | So wie es vielfach von den ehrenwerten | Lord Chamberlain Men öffentlich und vor ihrer | Majestät aufgeführt wurde. | LONDON | Gedruckt von T.[homas] C.[reed] für Arthur Johnson. Zum Verkauf erhältlich in | seinem Geschäft im Pauls Kirchhof, im Haus zur | "Flower de Leuse und Krone". | 1602.

Der Drucker der Erstausgabe war [T]homas [C]reede, der Herausgeber war Arthur Johnson. Creede hat insgesamt zehn Shakespeare-Quartos gedruckt: Das Quarto 1 von Henry VI., Teil 2 im Jahre 1594, das Quarto 2 von Romeo and Juliet in 1599, das Quarto 2 von Richard III. im Jahre 1598, das Quarto 1 von Henry V in 1600 und das Quarto 2 von Henry V in 1602, dann im Jahre 1602 das Quarto 1 von Merry Wives of Windsor. Schließlich noch das Quarto 3 von Richard III. 1602, das Quarto 4 von Richard III. 1605 und das Quarto 1 des Pericles von 1609. Zuletzt druckte er das Quarto 5 von Richard III. im Jahre 1612. Creede zeichnet somit verantwortlich für vier "bad Quartos", die Q1 von MWW und 2 Henry VI., sowie die beiden ersten Quartos von Henry V.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Shakespeare soll das Stück sehr hastig innerhalb von nur 14 Tagen geschrieben haben. Hintergrund war, dass Queen Elisabeth bei der Aufführung des Dramas Heinrich IV. sich so begeistert von der Figur des Falstaff zeigte, dass sie diesen unbedingt ein weiteres Mal, verliebt und geprellt auf der Bühne erleben wollte.[40]

Vertonungen[Bearbeiten]

Die Komödie reizte zahlreiche Komponisten zur Vertonung; von den unten genannten Werken konnten sich aber nur die Opern Nicolais und Verdis auf den Spielplänen halten. In letzter Zeit erfreut sich auch die Vertonung Salieris wieder größerer Beliebtheit.

Neben diesen Opern finden sich noch zahlreiche Ouvertüren und Schauspielmusiken zu Shakespeares Werk. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch Edward Elgars 1913 entstandene symphonische Studie Falstaff.

Literatur[Bearbeiten]

Anmerkung zur Zitierweise und den Kurzbezeichnungen der verwendeten Literatur.

Der Text von Shakespeares „The Merry Wives of Windsor“ wird nach der kommentierten zweisprachigen Ausgabe von Frank Günther <LWW Günther> zitiert. In Einzelfällen wird auf die wissenschaftliche zweisprachige Ausgabe von Rudolf Bader mit dem Kürzel <MWW Bader> verwiesen. Falls nötig wird parallel dazu nach der New Cambridge Ausgabe von David Crane mit <MWW Cambridge> zitiert. Wo es sinnvoll erschien, oder darauf Bezug genommen wurde, wird zudem die Seitenzahl des ausführlichen Kommentars von Bader angegeben. Der Text der zweisprachigen Ausgabe von Günther folgt der zweiten Ardenausgabe von 1971. Der Text der englisch-deutschen Studienausgabe folgt dem Complete Pelican Shakespeare. Die New Cambridge-Ausgabe ist wie üblich Folio-basiert. Die Zahlenangabe „I, 1, 118“ bedeutet: 1. Akt, 1. Szene, Zeile 118.

Die Kurzbezeichnungen der Editionen und der Sekundärliteratur lehnt sich an die einheitliche Schreibweise der Ardenausgabe an. Dabei werden die Werkausgaben zunächst mit dem Kurztitel und dann mit einem Kürzel der Reihe oder der Herausgeber genannt (z. Bsp. <MWW Crane> oder <MWW Cambridge>). Die Sekundärliteratur wird mit dem Autor und einem Stichwort bezeichnet (z. Bsp. <Suerbaum Dramen>).

Shakespeare Werkausgaben[Bearbeiten]

  • <Norton Faksimile> The Norton Faksimile. The First Folio of Shakespeare. Based on the Folios in the Folger Library Collection. Prepared by Charlton Hinman. 2nd Edition. New York 1996. ISBN 0-393-03985-4
  • <Oxford Shakespeare> The Oxford Shakespeare. The Complete Works. Second Edition. Edited by John Jowett, William Montgomery, Gary Taylor and Stanley Wells. OUP 2005. ISBN 978 0 199 267 187
  • <Schlegel-Tieck Shakespeare> William Shakespeare. Sämtliche Werke. Englisch-Deutsch. Zweitausendeins Frankfurt 2010. ISBN 978 3 861 508 380

Einzelausgaben[Bearbeiten]

zweisprachig Englisch-Deutsch
  • <MWW Bader> William Shakespeare: The Merry Wives of Windsor. Englisch-Deutsche Studienausgabe. Deutsche Prosafassung, Anmerkungen, Einleitung und Kommentar von Rudolf Bader. Stauffenburg, Tübingen 2000, ISBN 3-86057-559-7.
  • <LWW Günther> William Shakespeare: Die lustigen Weiber von Windsor Zweisprachige Ausgabe. Deutsch von Frank Günther. (Arden 1971) Deutscher Taschenbuch Verlag. Originalausgabe 2011. München. ISBN 978-3-423-12759-2
Englisch
  • <MWW Arden> William Shakespeare: The Merry Wives of Windsor. The Arden Shakespeare. Third Series. Edited by Giorgio Melchiori. 2000. ISBN 978 1 904271 12 3
  • <MWW Cambridge> William Shakespeare: The Merry Wives of Windsor. NCS The New Cambridge Shakespeare. Edited by David Crane. CUP 1997, updated Edition 2010. ISBN 978 0 521 146 814
  • <MWW Oxford> William Shakespeare: The Merry Wives of Windsor. The Oxford Shakespeare. Oxford Worlds Classics. Edited by T. W. Craik. 1990, reissued 2008. ISBN 978-0-19-953682-5

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

Deutsch
Englisch

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. LWW Günther. I, 1, 15-31.
  2. LWW Günther. I, 1, 51.
  3. LWW Günther. I, 1, 115-118.
  4. LWW Günther. I, 1, 170.
  5. LWW Günther. I, 1, 271.
  6. LWW Günther. I, 2, 1-12.
  7. LWW Günther. I, 3, 85.
  8. LWW Günther. I, 4, 101f.
  9. LWW Günther. II, 1, 108 und 132.
  10. LWW Günther. II, 1, 197.
  11. LWW Günther. II, 1, 203f.
  12. LWW Günther. II, 2, 1-27.
  13. LWW Günther. II, 2, 56-74.
  14. LWW Günther. II, 2, 250.
  15. LWW Günther. II, 2, 276-302.
  16. LWW Günther. II, 3, 1-16.
  17. LWW Günther. II, 3, 25-27; 31; 52f.
  18. LWW Günther. II, 3, 80f.
  19. LWW Günther. III, 1, 16-20.
  20. LWW Günther. III, 1, 71f.
  21. LWW Günther. III, 1, 1.
  22. LWW Günther. III, 2, 1.
  23. LWW Günther. III, 3, 1.
  24. LWW Günther. III, 4, 1.
  25. LWW Günther. III, 5, 1.
  26. LWW Günther. IV, 1, 1.
  27. LWW Günther. IV, 2, 1.
  28. LWW Günther. IV, 3, 1.
  29. LWW Günther. IV, 4, 1.
  30. LWW Günther. IV, 5, 1.
  31. LWW Günther. IV, 6, 1.
  32. LWW Günther. V, 1, 1.
  33. LWW Günther. V, 2, 1.
  34. LWW Günther. V, 3, 1.
  35. LWW Günther. V, 4, 1.
  36. LWW Günther. V, 5, 1.
  37. MWW Cambridge. S. 161.
  38. MWW Cambridge. S. 37.
  39. MWW Bader. S. 13.
  40. Verner Arpe: Knaurs Schauspielführer. Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur, München / Zürich, 1976, S. 89
  41. http://www.lvbeethoven.com/Oeuvres/ListWoO.html