Calciumbromid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Calciumbromid
__ Ca2+     __ Br
Allgemeines
Name Calciumbromid
Andere Namen

Calciumdibromid

Verhältnisformel CaBr2
CAS-Nummer
  • 7789-41-5
  • 22208-73-7 (Dihydrat)
  • 13477-28-6 (Hexahydrat)
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 199,88 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,353 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

730 °C [2]

Siedepunkt

806-812 °C [2]

Löslichkeit

gut löslich in Wasser: 1420 g·l−1 (20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315
P: keine P-Sätze [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​36
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Calciumbromid ist eine chemische Verbindung des Calciums und zählt zu den Bromiden. Es ist ein farbloser, an der Luft sich langsam gelb färbender Feststoff.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Calciumbromid lässt sich durch Reaktion von Calciumcarbonat, Calciumoxid oder Calciumhydroxid mit Bromwasserstoff gewinnen.[4]

\mathrm{CaO + 2\ HBr \longrightarrow CaBr_2 + H_2O}

Eine Alternative ist die Umsetzung der Calciumsalze mit Brom und einem Reduktionsmittel wie Ameisensäure oder Formaldehyd.[4]

\mathrm{CaCO_3 + Br_2 + HCOOH \longrightarrow CaBr_2 + H_2O + 2\ CO_2}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Calciumbromid kristallisiert wie Calciumchlorid und Strontiumchlorid in der Calciumchloridstruktur, die der Rutilstruktur ähnlich ist. Im gasförmigen Zustand bidet es lineare Moleküle.[5]

An der Luft färbt sich die Verbindung langsam gelb, da sich elementares Brom bildet. Calciumbromid ist in Wasser und Methanol gut, in Ether und Chloroform nur in geringem Maß löslich.[6]

Verwendung[Bearbeiten]

Auf Grund seiner Dichte wird Calciumbromid vorwiegend in Bohrspülmitteln bei der Förderung von Erdöl und Erdgas eingesetzt. Daneben wird es zur Herstellung von Photoplatten, als Arzneimittel, in Holzschutz-, sowie in Flammschutzmitteln eingesetzt.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Datenblatt Calciumbromid bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 15. März 2011 (PDF).Vorlage:Sigma-Aldrich/Name nicht angegeben
  2. a b c d e Datenblatt Calciumbromid bei AlfaAesar, abgerufen am 9. Juni 2009 (JavaScript erforderlich).
  3. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. a b c M.J. Dagani, H.J. Barda, T.J. Benja, D.C. Sanders: Bromine Compounds. In: Ullmanns Enzyklopädie der Technischen Chemie. Wiley-VCH, Weinheim 2005, doi:10.1002/14356007.a04_405, S. 22.
  5. Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1241.
  6. Calciumbromid. In: Römpp Chemie-Lexikon, Thieme Verlag, Stand März 2002.