Capri-Sonne

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Capri-Sonne ist ein Fruchtsaftgetränk ohne Kohlensäure, das 1969 in den Geschmacksrichtungen Orange und Zitrone auf den Markt kam und in einem Standbodenbeutel à 200 ml mit Trinkhalm vertrieben wurde. Inzwischen wird es auch in anderen Geschmacksrichtungen angeboten. Capri-Sonne verkauft weltweit 7 Mrd. Beutel pro Jahr.

Weltweit wird Capri-Sonne heute in 23 Ländern, beispielsweise in den USA, Japan, Saudi-Arabien oder Nigeria, produziert und in mehr als 120 Ländern unter dem Namen Capri Sun verkauft. Das Sortiment wird dem jeweiligen landestypischen Geschmack angepasst. Die Hauptgeschmacksrichtung Orange enthält brasilianische Orangen, jedoch unterscheiden sich die Länderversionen vor allem durch ihre Süße. In einigen Ländern wird auch die Bitterkeit der Bitterorangen bevorzugt.

In Deutschland war der Geschmack zunächst betont süß gehalten, wurde aber in den letzten Jahren mehr auf fruchtig umgestellt. Zusätzlich wurden zuckerreduzierte Sorten ins Angebot aufgenommen. 2011 wurde in Deutschland eine Capri-Sonne in Bio-Qualität (Bio-Schorly) eingeführt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Bereits seit 1969 gibt es das Getränk im Standbodenbeutel in Deutschland. Es wurde von dem Heidelberger Unternehmer Rudolf Wild entwickelt. Die Deutschen SiSi-Werke in Eppelheim bei Heidelberg, seit 1956 zu Rudolf Wild GmbH & Co.KG gehörig, brachten Capri-Sonne als Getränk für unterwegs auf den Markt. Ursprünglich ein Saisonartikel, wandelte sich das Getränk zum Ganzjahresartikel.

Bekannt wurde die Marke im Jahr 1979 durch intensive Werbung von Muhammad Ali, es entstanden Slogans wie „Ich gebe meinen Namen nicht für ein Produkt her, das nicht gut ist. Capri-Sonne ist das Größte nach mir“ oder „Ich bin der Größte. Die ganze Welt weiß das. Aber wenn ich mit dem Boxen aufhöre, ist Capri-Sonne das Größte.“ Er warb aber nicht nur für die Marke, sondern besuchte sogar die Werke in Eppelheim zweimal und ließ sich von da an jahrelang Monat für Monat kartonweise beliefern.

Im Jahr 2009 feierte die Marke Capri-Sonne ihr 40-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass erschien eine limitierte 40 Jahre Capri-Sonne-Jubiläumsbox, bestehend aus 40 Capri-Sonne-Getränken mit verschiedenen Sorten aus der ganzen Welt.

2006 und 2011 fand ein Design-Relaunch der Marke statt.

Verpackung [Bearbeiten]

Der Standbeutel, eine Eigenentwicklung von Wild, besteht aus einem Folienverbund aus Kunststoff und Aluminium, der den Inhalt vor Licht, Sauerstoff und Fremdgerüchen schützt. Die Verpackung ist in Deutschland vom Pfand befreit, denn das Umweltbundesamt hat festgelegt, dass der Capri-Sonne-Trinkpack mit den beiden von der Bundesregierung als „ökologisch vorteilhaft“ eingestuften Verpackungen (Kartonverbund und Mehrweg-Glasflasche) als „unter Umweltgesichtspunkten gleichwertig“ anzusehen sei.

Umweltschützer kritisieren die Verpackung. Aluminium ist wegen des hohen Energiebedarfs bei der Gewinnung ein umweltschädliches Metall. Die leeren Tüten verrotten nicht, wenn sie in der Natur landen. Der Verbund aus Kunststoff und Aluminium erschwert die Rückgewinnung des Aluminiums.

Sorten [Bearbeiten]

Die folgenden ausklappbaren Listen enthalten eine Übersicht über alle jemals im deutschen Handel geführten Sorten der Marke Capri-Sonne:

Hinweis: Konsumenten und diverse Internetseiten ordnen die Marke Caps irrtümlich auch den Capri-Sonne-Produkten zu. Das Getränk wurde zwar ebenfalls von der Deutschen SiSi-Werke abgefüllt und vertrieben, hat aber mit der Capri-Sonne nichts zu tun. Aus diesem Grund werden die Sorten der Marke Caps hier nicht aufgelistet, beziehungsweise hier nicht erwähnt.

Zutatenliste (Capri-Sonne Orange) [Bearbeiten]

Nährwert pro 100 ml [Bearbeiten]

Goldener Windbeutel 2013 [Bearbeiten]

Im Jahr 2013 erhielt Capri-Sonne nach einer Internetabstimmung von der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch den Negativ-Preis „Goldener Windbeutel“ für besonders dreiste Werbung verliehen.[4] Von Foodwatch wurden der Zuckeranteil 10 g/100 ml, was ca. 7 Stück Würfelzucker pro Packung entspricht, und der geringe Fruchtsaftanteil, beispielsweise von zwölf Prozent in der Sorte Capri-Sonne Orange[5], als inadäquat kritisiert. Zum Vergleich: Coca-Cola enthält 10,6 g Zucker pro 100 ml. Außerdem, so Foodwatch, täuschten Werbung und Verpackung den Verbraucher.[6]

Das Unternehmen hatte bereits die Nominierung für den Negativ-Preis kritisiert. Der Zuckergehalt liege im mittleren Bereich aller Fruchtsaftgetränke. Die Werbung richte sich vor allem an die Eltern und eingekauft werde das Produkt zu 90 bis 95 Prozent von Erwachsenen, überwiegend von den Müttern.

Quellen [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. http://www.capri-sonne.com/de/deu/eltern-infobereich/die-produkte/alle-sorten-im-ueberblick.html
  2. http://www.ciao.de/sr/q-capri-sonne
  3. Capri-Sonne Orange 200 ml. das-ist-drin.de, abgerufen am 7. Mai 2013.
  4. Verbraucher finden Capri-Sonne-Werbung am dreistesten, auf Spiegel online, 16. Mai 2013
  5. capri-sonne.com
  6. Fauler Fruchtzauber. In abgespeist.de, 25. Mai 2009.