Capri-Sonne

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Capri-Sonne ist ein Fruchtsaftgetränk ohne Kohlensäure, das 1969 zunächst in den Geschmacksrichtungen Orange und Zitrone auf den Markt kam und in einem Standbodenbeutel à 200 ml mit Trinkhalm vertrieben wird. Capri-Sonne verkauft weltweit 7 Mrd. Beutel pro Jahr.

Weltweit wird Capri-Sonne heute in 23 Ländern produziert und in mehr als 120 Ländern unter dem Namen Capri Sun verkauft. Das Sortiment wird dem jeweiligen landestypischen Geschmack angepasst. In Deutschland war der Geschmack zunächst betont süß gehalten, wurde aber in den letzten Jahren mehr auf fruchtig umgestellt. Zusätzlich wurden zuckerreduzierte Sorten ins Angebot aufgenommen.[1] 2011 wurde in Deutschland eine Capri-Sonne in Bio-Qualität (Bio-Schorly) eingeführt.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Getränk wurde von dem Heidelberger Unternehmer Rudolf Wild entwickelt. Die Deutschen SiSi-Werke in Eppelheim bei Heidelberg, seit 1956 zu Rudolf Wild GmbH & Co.KG gehörig, brachten Capri-Sonne als Getränk für unterwegs auf den Markt. Ursprünglich ein Saisonartikel, wandelte sich das Getränk zum Ganzjahresartikel.

Bekannt wurde die Marke im Jahr 1979 durch intensive Werbung von Muhammad Ali, es entstanden Slogans wie „Ich gebe meinen Namen nicht für ein Produkt her, das nicht gut ist. Capri-Sonne ist das Größte nach mir“ oder „Ich bin der Größte. Die ganze Welt weiß das. Aber wenn ich mit dem Boxen aufhöre, ist Capri-Sonne das Größte.“ 2006 und 2011 fand ein Design-Relaunch der Marke statt.

In 2013 erhielt die Marke den Goldenen Windbeutel [2], der Negativpreis, der von dem gemeinnützigen Verein Foodwatch für die "dreistesten Werbelügen" verliehen wird. Kritisiert wurde, dass Capri-Sonne durch "besonders aggressives Marketing" hervorsteche, das sich gezielt an Kinder richte. Vor allem die Verbindung zum Sport war laut Foodwatch "Teil der Strategie, von der eigenen Verantwortung und möglicher Regulierung abzulenken" [3].

Verpackung[Bearbeiten]

Der Standbeutel, eine Eigenentwicklung von Wild, besteht aus einem Folienverbund aus Kunststoff und Aluminium, der den Inhalt vor Licht, Sauerstoff und Fremdgerüchen schützt. Die Verpackung ist in Deutschland vom Pfand befreit, denn das Umweltbundesamt hat festgelegt, dass der Capri-Sonne-Trinkpack mit den beiden von der Bundesregierung als „ökologisch vorteilhaft“ eingestuften Verpackungen (Kartonverbund und Mehrweg-Glasflasche) als „unter Umweltgesichtspunkten gleichwertig“ anzusehen sei.

Umweltschützer kritisieren die Verpackung. Aluminium sei wegen des hohen Energiebedarfs bei der Gewinnung ein umweltschädliches Metall. Die leeren Tüten verrotten nicht, wenn sie in der Natur landen. Der Verbund aus Kunststoff und Aluminium erschwert die Rückgewinnung des Aluminiums.

Sorten[Bearbeiten]

Die folgenden ausklappbaren Listen enthalten eine Übersicht über alle jemals im deutschen Handel geführten Sorten der Marke Capri-Sonne:

Hinweis: Die Marke Caps wird teilweise irrtümlich auch den Capri-Sonne-Produkten zugeordnet. Das Getränk wurde zwar ebenfalls von der Deutschen SiSi-Werke abgefüllt und vertrieben, hat aber mit Capri-Sonne nichts zu tun und wird daher hier nicht aufgelistet.

Zutatenliste (Capri-Sonne Orange)[Bearbeiten]

Nährwert pro 100 ml[Bearbeiten]

Goldener Windbeutel 2013[Bearbeiten]

Im Jahr 2013 erhielt Capri-Sonne nach einer Internetabstimmung von der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch den Negativ-Preis „Goldener Windbeutel“ für besonders dreiste Werbung verliehen.[7] Von Foodwatch wurden der Zuckeranteil 10 g/100 ml, was ca. 7 Stück Würfelzucker pro Packung entspricht, und der geringe Fruchtsaftanteil, beispielsweise von zwölf Prozent in der Sorte Capri-Sonne Orange[8], als inadäquat kritisiert. Daneben steche Capri-Sonne durch „besonders aggressives Marketing“ hervor, das sich gezielt an Kinder richte. Außerdem, so Foodwatch, täuschten Werbung und Verpackung den Verbraucher.[9]

Das Unternehmen hatte bereits die Nominierung für den Negativ-Preis kritisiert. Der Zuckergehalt liege im mittleren Bereich aller Fruchtsaftgetränke. Die Werbung richte sich vor allem an die Eltern.[10]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. capri-sonne.com, abgerufen am 20. Juni 2013
  2. http://www.foodwatch.org/de/informieren/kinderernaehrung/aktuelle-nachrichten/capri-sonne-erhaelt-goldenen-windbeutel-2013/
  3. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/goldener-windbeutel-2013-a-900090.html
  4. http://www.capri-sonne.com/de/deu/eltern-infobereich/die-produkte/alle-sorten-im-ueberblick.html
  5. http://www.ciao.de/sr/q-capri-sonne
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatCapri-Sonne Orange 200 ml. das-ist-drin.de, abgerufen am 7. Mai 2013.
  7. Verbraucher finden Capri-Sonne-Werbung am dreistesten, auf Spiegel online, 16. Mai 2013
  8. capri-sonne.com
  9. Fauler Fruchtzauber. In abgespeist.de, 25. Mai 2009.
  10. focus.de, abgerufen am 20. Juni 2013