Carl Gustaf M/45

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Carl Gustaf M/45
Soldier with Carl Gustaf SMG DA-SN-83-09169.JPEG
Allgemeine Information
Militärische Bezeichnung: Kulsprutepistol m/45
Einsatzland: Schweden, USA, Ägypten, Irland (unter anderem)
Entwickler/Hersteller: Carl Gustafs Stads Gevärsfaktori
Herstellerland: Schweden, Ägypten
Produktionszeit: 1945 bis 1964
Modellvarianten: siehe Varianten
Waffenkategorie: Maschinenpistole
Ausstattung
Gesamtlänge: 550 (mit Schulterstütze 808) mm
Gewicht: (ungeladen) 3,35 kg
Lauflänge: 213 mm
Technische Daten
Kaliber: 9 × 19 mm
Mögliche Magazinfüllungen: 36, frühe Versionen auch 50 Patronen
Munitionszufuhr: Stangenmagazin
Kadenz: 600 Schuss/min
Anzahl Züge: 6
Drall: rechts
Visier: Offene Visierung
Verschluss: Masseverschluss
Ladeprinzip: Rückstosslader
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Die Carl Gustaf M/45 ist eine schwedische Maschinenpistole. Sie war mehrere Jahrzehnte lang im Arsenal der schwedischen Streitkräfte und wurde in großen Mengen exportiert.

Geschichte[Bearbeiten]

Als das schwedische Militär vor dem Zweiten Weltkrieg die Entscheidung traf, seine Truppen mit Maschinenpistolen auszurüsten, fiel ihre Wahl zuerst auf die finnische Suomi M-31. Sie wurde anfangs als Modell 37 nachgebaut, dann verbessert, als Modell 37/39. Obgleich eine sehr robuste Waffe, erwies sich deren Fertigung jedoch als viel zu kompliziert. Da die ausgelieferten Stückzahlen weit hinter den Erwartungen zurückblieben, wurde eine komplett neue Entwicklung in Auftrag gegeben. Das Hauptaugenmerk lag hierbei auf der rationellen Produktion bei weitestgehender Verwendung von Metallprägetechnik. Der Waffe standen andere, in großen Massen produzierte Maschinenpistolen Pate, wie zum Beispiel die deutsche MP 40 oder die britische Sten MP. Die Waffe wurde erst nach dem Krieg serienreif und erfuhr 1948 ihre offizielle Aufnahme in die Ausrüstung der Armee.

Technik[Bearbeiten]

Die M/45 ist ein Rückstoßlader der einfachsten Art. Fast alle Teile bestehen aus punktgeschweißtem Stahlblech. Das Gehäuse wurde für den Spanngriff durchbrochen, die Schließfeder liegt offen. Um die Waffe zu sichern, muss der Spanngriff wie bei der Sten in einer Raste oben am Gehäuse arretiert werden. Die simple Art der Fertigung tat der Zuverlässigkeit jedoch keinen Abbruch. Allein in Schweden wurden schätzungsweise 300.000 Stück gebaut und in alle Welt exportiert. So wurde die Carl Gustaf von ägyptischen Soldaten im Jom-Kippur-Krieg verwendet, aber auch von amerikanischen Eliteeinheiten im Vietnamkrieg. An die United States Army wurden neben Standardmodellen (Swedish K) auch Sondermodelle mit Schalldämpfer geliefert.

Varianten[Bearbeiten]

  • m/45: Ursprungsmodell
  • m/45B: Modernisierte Version
  • m/45BE: Polizei-Variante mit Wahlschalter für den Feuermodus, alle anderen Versionen nur Dauerfeuer
  • m/45BET: Spezialversion für die Polizei zum Verfeuern von Tränengasgranaten
  • m/45C: wie B-Version, jedoch mit Bajonetthalterung
  • Lizenznachbau in Ägypten als Modell Port Said
  • Lizenznachbau in den USA als Smith & Wesson SW Model 76

Trivia[Bearbeiten]

In dem Film R.E.D. – Älter, Härter, Besser bewahrt der ehemalige CIA-Agent Frank Moses (Bruce Willis) die M/45 zusammen mit anderen Waffen auf, die er „für alle Fälle“ beiseitegelegt hat.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carl Gustaf m/45 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  • http://world.guns.ru/smg/smg48-e.htm world.guns.ru: ''Carl Gustaf Kpist M/45 submachine gun (Sweden)'' (Achtung: Bitte diese Website nicht aufrufen, da sie gefährliche Software verbreitet!)
  • www.nazarian.no:Carl Gustaf M/45 /B /BE /BET /C (engl.)