Bruce Willis

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Walter Bruce Willis (* 19. März 1955 in Idar-Oberstein, Rheinland-Pfalz) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Filmproduzent, Komponist und Drehbuchautor.

Bruce Willis bei der Premiere von Ab durch die Hecke am 28. Juni 2006.
Bruce Willis bei der Premiere von Ab durch die Hecke am 28. Juni 2006.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Walter Bruce Willis, der Sohn der Deutschen Marlene Willis aus Kassel und des amerikanischen Soldaten David Willis, geboren in Idar-Oberstein, verbrachte seine ersten beiden Lebensjahre in Deutschland, ehe er mit seinen Eltern in die USA übersiedelte. Zusammen mit seinen drei jüngeren Geschwistern, Schwester Florence und den Brüdern David (Produzent) und Robert (†) wuchs er in New Jersey auf. Zum Schauspielern kam der Linkshänder Willis an der Schule – als eine Therapieform für sein Stottern. Nach Abschluss der Highschool nahm Willis Schauspielunterricht am Montclair State College. Er arbeitete zeitgleich in einer Chemiefabrik, um sich die Schule zu finanzieren.

Seine ersten Erfahrungen als Schauspieler sammelte er an New Yorker Theatern und als Darsteller in Werbespots. Ab 1985 spielte er die Hauptrolle in der Detektivserie Das Model und der Schnüffler (Moonlighting), die unter anderem mit einem Emmy und einem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Dazu hatte er auch eine Gastrolle in Miami Vice. Nebenbei war er zu dieser Zeit als Sänger tätig und erhielt für sein Album The Return of Bruno Platin.

Bruce Willis (rechts)
Bruce Willis (rechts)

Es folgten zwei Zusammenarbeiten mit Regisseur Blake Edwards, bevor ihm 1988 mit dem Kinoerfolg Stirb langsam der Durchbruch gelang. Die Rolle des Polizisten John McClane, der nur seine eigenen Regeln befolgt und immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat, war Willis wie auf den Leib geschneidert und machte ihn zum Actionfilm-Star.

Bruce Willis and the Accelerators spielen für Soldaten der 101. US-Luftlandedivision in Tal Afar, bei Mosul, Irak (September 2003).
Bruce Willis and the Accelerators spielen für Soldaten der 101. US-Luftlandedivision in Tal Afar, bei Mosul, Irak (September 2003).

Abgesehen von Stirb langsam 2 hatte Willis bis Mitte der 1990er Jahre nur wenige kommerzielle Erfolge, was unter anderem auch daran lag, dass er durch Rollen in Komödien wie Der Tod steht ihr gut versuchte, sein Action-Image loszuwerden. 1994 wurde Willis von Quentin Tarantino in Pulp Fiction besetzt und erntete für seine Darstellung des Boxers Butch viel Kritikerlob. Es folgten weitere Kassenschlager wie Last Man Standing, Armageddon und Das fünfte Element. Im Anschluss an diese Erfolge widmete er sich mit Filmen wie The Sixth Sense oder Twelve Monkeys verstärkt dem Drama-Genre.

Neben seiner Filmkarriere ist Willis auch als Theaterschauspieler und Produzent tätig. Darüber hinaus veröffentlichte Willis zwei sehr erfolgreiche LPs/CDs, nämlich „The Return of Bruno“ und „If it don't kill you it just makes you stronger“. Chartplazierungen erreichte er mit den Single-Auskopplungen „Respect Yourself“, einem Cover des Staple-Singers-Songs, und „Under the Boardwalk“. Sporadisch tritt er auch heute noch live mit seiner Band auf, ohne aber weiter Platten zu veröffentlichen.

Mit der Schauspielerin Demi Moore, mit der er von 1987 bis 2000 verheiratet war, hat Bruce Willis drei Töchter: Rumer (* 1988), Scout LaRue (* 1991) und Tallulah Belle (* 1994). Alle drei Töchter sind seit 1995 auch vor der Kamera aktiv, jedoch nur in Filmen, in denen ein Elternteil mitspielt. Scout und Tallulah traten erstmals im Film Der scharlachrote Buchstabe auf. Seine Tochter Rumer spielte an der Seite ihres Vaters in Hostage – Entführt mit.

Beim Sundance Filmfestival am 18. Januar 2008 in Utah/USA präsentierte sich Willis mit dem Fotomodell Emma Heming und stellte sie als seine neue Lebensgefährtin vor.

Im Oktober 2006 wurde Bruce Willis mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt.

Gegenwärtig zählt Willis laut dem amerikanischen Forbes Magazine zu den am besten verdienenden männlichen Schauspielern in Hollywood. Zwischen Juni 2007 und Juni 2008 erhielt er Gagen in Höhe von 41 Mio. US-Dollar und rangiert hinter Will Smith, Johnny Depp, Eddie Murphy, Mike Myers und Leonardo DiCaprio auf Platz sechs.[1]

[Bearbeiten] Trivia

Handabdrücke
Handabdrücke
  • Während eines Auftrittes in Tal Afar, Irak, bot er dem Soldaten, der Saddam Hussein ergreift, 1 Million Dollar.
  • Willis ist Mitbesitzer der Restaurantkette Planet Hollywood.
  • Willis spielt in den Play-Station-Spielen „Apocalypse“ und „Die Hard Trilogy“ die Hauptrolle. Außerdem wurde ihm die Figur John Cooper des PC-Spiels Desperados nachempfunden. In der deutschen Version leiht Bruce Willis' Synchronsprecher Manfred Lehmann dem Westernhelden seine Stimme.
  • Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 kündigte Willis an, er wolle nie wieder in einem Action-Film mitwirken, musste allerdings dieses Vorhaben relativ schnell wieder verwerfen, da er bereits 1995, nach dem 3. Teil der Stirb Langsam-Serie, den Vertrag für einen 4. Teil unterzeichnet hatte.
  • Für Aufsehen sorgte Willis 2003, als er sich bereiterklärte, als Soldat in den Irak-Krieg zu ziehen, was allerdings nicht möglich war, da er zu diesem Zeitpunkt bereits die Altersgrenze des US-Militärs überschritten hatte.
  • In einem Interview räumt Willis Anfang 2006 mit dem Gerücht auf, er sei Anhänger der Regierung Bush. Er sei zwar Republikaner, aber hasse die heutigen Regierungen. „Wir können unsere Politiker nicht beeinflussen. Die interessieren sich einen Dreck für uns“, sagte Willis. Außerdem rechtfertigte er sich dafür, dass er den Krieg im Irak befürworte: „Ich bin kein gewalttätiger Mensch. Aber wir leben in einer gewalttätigen Welt. Dieses Land wurde auf Gewalt aufgebaut.“[2] Anlässlich des Films Stirb Langsam 4.0 meinte er in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, dass er ein politisch schwer einzuordnender Mensch sei, der differenziert denke.[3]
  • Willis' Großcousine ist die Ehefrau von Wilfried Gliem, Sänger der Wildecker Herzbuben.

[Bearbeiten] Filmografie

Bruce Willis im Juni 2007 in London
Bruce Willis im Juni 2007 in London

[Bearbeiten] Diskographie

  • 1986: Respect yourself (Single)
  • 1987: Under the boardwalk (Single)
  • 1989: If It Don't Kill You, It Just Makes You Stronger (Album)
  • 1990: Turn It Up (a Little Louder) (Single)
  • 1990: The Return of Bruno (Album) (Re-Release 2006)
  • 1997: Master Series (Album)
  • 1999: Millennium Edition (Album)
  • 2001: Universal Masters Collection (Album)
  • 2005: Ultimate Collection (Album)

[Bearbeiten] Hörbücher

  • 2008: Nach Hause schwimmen

[Bearbeiten] Deutsche Synchronstimmen

Ronald Nitschke lieh ihm in Das Model und der Schnüffler, Der Tod steht ihr gut, Blind Date und Four Rooms seine Stimme. In fast allen anderen Filmen wird er von Manfred Lehmann synchronisiert. In Stirb langsam 3 bekam er ausnahmsweise die Stimme von Thomas Danneberg, da Lehmann zu diesem Zeitpunkt mit Dreharbeiten beschäftigt war.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. vgl. Johnson, Wesley: Hollywood's Top Earners. Press Association Newsfile, 23. Juli 2008, 4:38 PM BST
  2. NETZEITUNG PEOPLE: Bruce Willis «hasst Regierungen»
  3. Bruce Willis in „Stirb langsam 4.0“ „Das Internet ist ein Ort der Jagd“ – Kultur – sueddeutsche.de

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Bruce Willis – Bilder, Videos und Audiodateien
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