Schwedische Streitkräfte

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Flagge SchwedensFlagge Schwedens Schwedische Streitkräfte
Försvarsmakten
Wappen der schwedischen Streitkräfte
Führung
Oberbefehlshaber: Sverker Göranson
Verteidigungsminister: Peter Hultqvist
Sitz des Hauptquartiers: Stockholm
Militärische Stärke
Aktive Soldaten: 33.900 (2009)
Wehrpflicht: ausgesetzt 2010
Wehrtaugliche Bevölkerung: ca. 4 Millionen (Männer und Frauen, Alter 16-49; 2010).[1]
Wehrtauglichkeitsalter: 18[1]
Anteil am Bruttoinlandsprodukt: 1,5 %[1]
Geschichte

Die Schwedischen Streitkräfte (schwedisch Försvarsmakten) bestehen aus den vier Teilstreitkräften

Organisation[Bearbeiten]

Einsatz in Afghanistan

Die schwedische Armee ist als Verwaltungsbehörde organisiert. Als solche untersteht sie direkt der schwedischen Regierung und nicht, wie in vielen anderen Staaten, dem Verteidigungsminister. Den Oberbefehl sowohl in Friedens- als auch in Kriegszeiten führt der Behördenleiter, ein Viersternegeneral mit dem Titel överbefälhavaren (ÖB, deutsch Oberbefehlshaber). Diese Stellung nimmt seit 15. März 2009 General Sverker Göranson ein. Damit ist der König – für eine europäische Monarchie ungewöhnlich – seit 1975 nicht mehr Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Trotz dieser Änderung gilt der Monarch noch immer offiziell als deren höchster Offizier und trägt zu offiziellen Anlässen Generals- bzw. Admiralsuniform.

Durch das Ende des Kalten Krieges wurde die Wehrpflicht für Männer 2010 ausgesetzt. 1975 wurden noch 45.000 Wehrpflichtige eingezogen, 2003 waren es nur noch 15.000. In Krisenzeiten kann die Regierung die allgemeine Wehrpflicht, aus Gründen der Gleichstellung nun auch für Frauen, per Beschluss wieder einführen.[2][3][4] Zu Auslandseinsätzen wurden nur freiwillig länger dienende Soldaten herangezogen.

Die Schwedische Heimwehr umfasst 2012 22.000 Soldaten (42.000 im Jahr 2001), die in 40 Infanterie-Bataillone gegliedert sind.[5]

Seit 1994 nimmt das Land an der Initiative Partnerschaft für den Frieden (Partnership for peace, PfP) teil.

In Folge der Ukraine-Krise 2014 kündigte die schwedische Regierung Reinfeld an, den Verteidigungsetat der schwedischen Streitkräfte bis 2024 erhöhen zu wollen, um damit zusätzliche Kampfflugzeuge und U-Boote anzuschaffen. Bereits das Budget für 2015 soll deutlich erhöht werden.[6]

Mannschaftszahlen und Ausrüstung[Bearbeiten]

Schwedische Soldaten der arktischen Einheiten

Mannschaftzahlen[Bearbeiten]

  • Heer: 19.100
  • Marine: 7.100
  • Luftwaffe: 7.700

2009 betrug der Frauenanteil in den Streitkräften 5 %.

Ausrüstung[Bearbeiten]

  • Armee: 120 Kampfpanzer Stridsvagn 122, 509 Schützenpanzer CV-90
  • Marine: 5 U-Boote, 11 Korvetten, 11 Minenabwehrschiffe, 13 Patrouillenboote
  • Luftwaffe: 121 Kampfflugzeuge Saab JAS-39 Gripen

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c [1]
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSchweden schafft die Wehrpflicht ab. Neue Zürcher Zeitung, 1. Juli 2010, abgerufen am 19. Januar 2012.
  3. Freiwillige Selbstverteidigung. Schweden schafft Wehrpflicht ab. auf n-tv.de 1. Juli 2010
  4. Schweden schafft die Wehrpflicht ab. Der Griff zur Pickelhaube ist künftig freiwillig. (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[2] [3] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung auf tagesschau.de 1. Juli 2010
  5. Brief des Leiters der Hemvärnet (schwed.)
  6. Schweden will Rüstungsetat erhöhen. In: Tagesschau, 22. April 2014, abgerufen am 22. April 2014: „Die schwedische Regierung kündigte mit Hinweis auf eine russische Bedrohung an, den Rüstungsetat bis 2024 steigern zu wollen, um mehr Kampfflugzeuge und U-Boote anzuschaffen.“