Carl von Hügel
Carl Alexander Anselm Freiherr von Hügel (* 25. April 1796 in Regensburg; † 2. Juni 1870 in Brüssel) war ein österreichischer Diplomat, Reisender, Naturforscher und Hortologe.
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[Bearbeiten] Leben
Carl von Hügel trat 1811 in die österreichische Armee ein, er nahm an den Napoleonischen Kriegen und an der Militärintervention im Königreich beider Sizilien 1820/21 teil. Im Jahr 1824 trat er als Major in den Ruhestand, kaufte sich in Wien-Hietzing ein Grundstück und erbaute sich die Villa Hügel.[1]
Als Reisender und Forscher beschäftigte sich Carl von Hügel von 1830 bis 1836 auf einer sechsjährigen Reise in Asien und Ozeanien mit dem Anlegen einer Pflanzensammlung sowie mit der Sammlung religionsgeschichtlich und ethnografisch bedeutender Objekte. Auf seinen Reisen kam Hügel in den Himalaya, nach Kaschmir und auch nach Australien.
Im Jahr 1848 ging er mit Metternich nach England, von 1849 bis 1859 war er Gesandter in Toskana, ab 1859 in Brüssel.
Carl von Hügels ethnografische Sammlung bildet seit 1928 einen wichtigen Bestandteil des Museums für Völkerkunde in Wien. Er ist Begründer der Österreichischen Gartenbaugesellschaft (ÖGG). Er war Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Auf seinen Reisen sammelt er auch Pflanzen, woran die Bezeichnungen Hügelie für die Blaudolde (Trachymene coerulea) erinnert[2] und Hügels Seideneibisch (Alyogyne huegelii) erinnern.
1894 wurde die ehemalige Hügelgasse in Wien-Hietzing (13. Bezirk) ihm zu Ehren benannt; nachdem diese 1902 in Braunschweiggasse umbenannt worden war, wurde 1903 die heutige Hügelgasse nach dem Naturforscher benannt.
[Bearbeiten] Werke
- Kaschmir und das Reich der Siek. Hallberger, Stuttgart 1840-1848. 4. Bände. Digitalisat
- Das Kabul-Becken und die Gebirge zwischen dem Hindu-Kosch und der Sutlej. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1851-1852. 2. Bände.
- Der Stille Ozean und die spanischen Besitzungen im Ostindischen Archipel. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1860. 1 Band.
[Bearbeiten] Literatur
- Constantin von Wurzbach: BLKÖ:Hügel, Karl Alexander Freiherr. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Band 9 (1863). Verlag L. C. Zamarski, Wien 1856–1891, S. 402–404 (auf Wikisource).
- Heinrich Wilhelm Reichardt: Hügel, Karl Alexander Freiherr von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 13, Duncker & Humblot, Leipzig 1881, S. 308.
- Hügel Carl Alexander Frh. von. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 3, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1965, S. 3.
- Helmut Dolezal: Hügel, Karl Alexander. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 9, Duncker & Humblot, Berlin 1972, S. 731 f.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Villa Hügel in Hietzing abgerufen am 26. März 2009
- ↑ http://www.planten.de/2002/03/
[Bearbeiten] Weblinks
-
Commons: Carl von Hügel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - Literatur von und über Carl von Hügel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Eintrag über Carl von Hügel in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online (auf AEIOU)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hügel, Carl von |
| ALTERNATIVNAMEN | Hügel, Carl Alexander Anselm Freiherr von |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Diplomat, Reisender, Naturforscher und Hortologe |
| GEBURTSDATUM | 25. April 1796 |
| GEBURTSORT | Regensburg |
| STERBEDATUM | 2. Juni 1870 |
| STERBEORT | Brüssel |
- Mann
- Geboren 1796
- Person (Regensburg)
- Freiherr
- Gestorben 1870
- Militärperson (Kaisertum Österreich)
- Diplomat (Kaisertum Österreich)
- Botschafter im Herzogtum Toskana
- Österreichischer Botschafter in Belgien
- Naturforscher
- Entdecker (19. Jahrhundert)
- Reiseliteratur
- Gärtner
- Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften