Carole Lombard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Carole Lombards Stern auf dem Hollywood Walk of Fame

Carole Lombard (* 6. Oktober 1908 als Jane Alice Peters in Fort Wayne, Indiana; † 16. Januar 1942 am Table Rock Mountain, Nevada, jeweils Vereinigte Staaten) war eine US-amerikanische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Als Carole Lombard acht Jahre alt war, ließen sich ihre Eltern scheiden. Sie zog mit ihren Geschwistern und der Mutter von Indiana in den Westen der Vereinigten Staaten, wo sie sich in der Nähe von Los Angeles niederließen. Bereits mit zwölf Jahren spielte Lombard erste Rollen beim Film. Ab 1930 stand sie bei Paramount Pictures unter Vertrag und verkörperte verschiedenste Rollen, von Damen der Gesellschaft über Prostituierte und College-Studentinnen bis hin zu Ehebrecherinnen, ohne jedoch den ganz großen Durchbruch zu schaffen. Ihr Talent für Komödien wurde erst 1934 entdeckt, als sie bei Columbia Pictures in Napoleon vom Broadway, der Verfilmung eines Broadwayhits, neben John Barrymore auftrat. Ihr Studio setzte sie danach erfolgreich in diesem Genre ein. Durch Kinoerfolge wie Liebe im Handumdrehen und Eine Prinzessin für Amerika wurde sie zu einem populären Star der damals beliebten Screwball-Komödien. 1936 erhielt sie ihre einzige Oscar-Nominierung für ihre Rolle in dem Film Mein Mann Godfrey. Im Jahr darauf drehte sie für David O. Selznick an der Seite von Fredric March die Komödie Denen ist nichts heilig und war mit einem Jahreseinkommen von über 450.000 US-Dollar der höchstbezahlte weibliche Filmstar.

Von 1931 bis 1933 war sie mit William Powell verheiratet. 1938 nahm sie den Bahai-Glauben an.[1]

Ab 1939 versuchte Lombard in anspruchsvollere Rollen zu wechseln und übernahm so, an der Seite von Cary Grant und ihrer guten Freundin Kay Francis, die Hauptrolle in dem romantischen Melodrama Nur dem Namen nach. Im selben Jahr heiratete sie den Schauspieler Clark Gable, mit dem sie einige Jahre zuvor bereits den Film No Man of Her Own gedreht hatte.

Mit dem Regisseur Alfred Hitchcock und seiner Frau Alma verband die Schauspielerin eine jahrelange Freundschaft. Auf Hitchcocks sarkastische Bemerkung hin, Schauspieler seien eigentlich wie Vieh, arrangierte sie an einem Drehtag zum Spielfilm Mr. und Mrs. Smith drei leibhaftige Kühe mit Namensschildern am Set, welche die drei Hauptdarsteller verkörpern sollten.

1942, im Alter von nur 33 Jahren, starb die Schauspielerin bei einem Flugzeugabsturz (siehe Trans-World-Airlines-Flug 3). Ihr letzter Film, Sein oder Nichtsein unter der Regie von Ernst Lubitsch, wurde posthum in den Verleih gebracht.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carole Lombard – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Bahá'í World 1940-1944 p.635. Bahá'í Publishing Trust, Wilmette