Chodecz

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Chodecz
Wappen von Chodecz
Chodecz (Polen)
Chodecz
Chodecz
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Landkreis: Włocławek
Fläche: 1,31 km²
Geographische Lage: 52° 24′ N, 19° 2′ O52.40527777777819.028333333333Koordinaten: 52° 24′ 19″ N, 19° 1′ 42″ O
Einwohner: 1892
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 87-860
Telefonvorwahl: (+48) 54
Kfz-Kennzeichen: CWL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: KowalPrzedecz
Nächster int. Flughafen: Łódź
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 20 Schulzenämter
Fläche: 121,00 km²
Einwohner: 6213
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0418063
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Kazimierz Sawiński
Adresse: ul. Kaliska 2
87-860 Chodecz
Webpräsenz: www.chodecz.pl

Chodecz (deutsch 1939–1945 Godetz) ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Kujawien-Pommern.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Chodecz liegt im Süden des Powiats Włocławski. Die Gemeinde grenzt an die Wojewodschaften Großpolen und Łódź.

Etwa 30 Kilometer nördlich der Stadt liegt Włocławek, 80 Kilometer südlich liegt Łódź.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Chodecz stammt aus dem Jahr 1325 als Chodcza. Eine weitere Erwähnung 1418 nannte den Ort Chotech. Das Stadtrecht nach Kulmer Recht erhielt der Ort am 2. November 1442 von Wladyslaw III. verliehen. Schon 1520 wurde die Stadt unter ihrem heutigen Namen Chodecz urkundlich erwähnt.

Sigismund III. Wasa erneuerte 1592 das Stadtrecht nach Magdeburger Recht. Damit einher ging das Recht der Stadt vier Jahrmärkte pro Jahr abzuhalten und Handwerkszünfte einrichten zu dürfen.

Während des Zweiten Nordischen Krieges fiel die Stadt Plünderungen und Brandschatzungen zum Opfer.

Bei der Zweiten Teilung Polens kam Chodecz 1793 an Preußen. Mit der Bildung des Herzogtums Warschau wurde die Stadt Teil desselben und 1815 Teil Kongreßpolens. 1812 verlor Chodecz sein Stadtrecht, erhielt dieses aber etwa zehn Jahre später am 2. April 1822 wieder. 1867 verlor die Stadt erneut ihr Stadtrecht.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Stadt Teil des wiederentstandenen Polens und erhielt 1921 wiederum das Stadtrecht verliehen.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt 1939 von der Wehrmacht besetzt und später umbenannt in Godetz, Landkreis Leslau im Reichsgau Wartheland. Am 19. Januar 1945 marschierte die Rote Armee in Chodecz ein und übergab die Ortschaft an Polen. Chodecz wurde Sitz einer Gromada und ab 1973 einer Gemeinde.

Durch eine Verwaltungsreform in Polen wurde die Stadt 1975 Teil der neu gebildeten Wojewodschaft Włocławek. Seit einer erneuten Reform ist Chodecz Teil der Wojewodschaft Kujawien-Pommern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

In der Stadt gibt ein Stadion sowie den Sportverein Zgoda (deutsch Eintracht)

Gemeinde[Bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde umfasst neben der Stadt Chodecz 20 Schulzenämter und insgesamt 52 Ortschaften. Dies sind im Einzelnen[2]:

polnischer Name deutscher Name
(1943–1945)
Einwohner polnischer Name deutscher Name
(1943–1945)
Einwohner
Bogołomia Bogendorf 50 Nowiny Derweiler 51
Bogołomia Kolonia 14 Ogorzelewo Treudorf 11
Brzyszewo Birken 471 Pieleszki Kirschen 111
Cetty Zetten 133 Piotrowo Senden 30
Chodeczek Godeck 58 Podgórze Zametschek 6
Florkowizna Florkau 20 Prosno Hirsen 49
Gawin Gawin 42 Przysypka Schulen 54
Huta Chodecka Hütten 64 Psary Treuendick 134
Huta Towarzystwo 10 Pyszkowo Fehding 182
Ignalin Pappelhof 153 Ruda Lubieniecka Rutal, Wiesental 121
Kołatki Schalldorf 23 Sadok Dreihöfen 18
Kromszewice Krommsee 247 Sławęcin Schwanhof 20
Kubłowo Eimern 68 Sobiczewy Soben 175
Kubłowo Mały 47 Strzygi Lindenhof 195
Łakno Lakno 76 Strzygi Kolonia 52
Łania Lahnen 114 Strzyżki Scheren 65
Łanięta Trutzberg 131 Szczecin Schätzen 110
Lubieniec Liebrode 81 Trzeszczon Sandhöfen 78
Micielno Mielau 16 Uklejnica Seeberg 33
Mielinek Hochfeld 60 Witoldowo Wittelsdorf 34
Mielno Mahlhof 55 Wola Adamowa Wola Adamowa 188
Mstowo Flachfelde 91 Zalesie Zalen 121
Mstowo Majątek 58 Zbijewo Spichau 152
Niesiołów Nesiolna 33 Zieleniewo Zielau 71
Niwki Kunzen 45

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Vor allem die Landwirtschaft ist für die Gemeinde Chodecz von Bedeutung. Etwa 9.660 Hektar, was einem Anteil von fast 80 Prozent am Gemeindegebiet entspricht, sind landwirtschaftliche Nutzflächen. Zu den größeren landwirtschaftlichen Unternehmen auf dem Gebiet der Gemeinde zählt die Ośrodek Hodowli Zwierząt Zarodowych Sp. z o.o., die sich auf die Zucht von Nutztieren, vor allem Schweine und Kühe, konzentriert.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Chodecz führt die Wojewodschaftsstraße (droga wojewódzka) 269. Diese mündet im Nordosten nach etwa 20 Kilometern in die Europastraße 75 in Kowal. In der anderen Richtung verläuft sie zuerst nach Süd-Westen, biegt dann aber nach Westen ab und mündet, nach etwa 22 Kilometern, in der Wojewodschaftsstraße 270 bei Izbica Kujawsaka.

Der internationale Władysław-Reymont-Flughafen Łódź befindet sich etwa 80 Kilometer südlich der Stadt Chodecz.

Bildung[Bearbeiten]

In der Stadt gibt es den Schulkomplex Władysław Reymont (Zespół Szkół Wł. St. Reymonta) sowie eine Bibliothek.

Verweise[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 6. Dezember 2014.
  2. Website der Gemeinde, Stand 1. Juni 2004, in Klammern jeweils die Einwohnerzahlen