Christoph Friedrich Hellwag

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Christoph Friedrich Hellwag (* 6. März 1754; † 16. Oktober 1835 in Eutin) war ein deutscher Arzt. Außerdem gilt er als der erste, der Vokale in einem Vokaldreieck darstellte.

Leben[Bearbeiten]

1774 schloss er sein Theologiestudium als Magister ab. Ein anschließendes Medizinstudium beendete er 1781 mit der Promotion. 1782 wurde er Leibarzt von Friederike von Württemberg und zog nach ihrer Eheschließung mit Friedrich Ludwig mit ihr nach Oldenburg (in Oldenburg) und wurde auch Leibarzt des Herzogs. 1788 wurde er Hofrat in Eutin, das zu dieser Zeit zu Oldenburg gehörte. Er wurde 1799 oder 1800 zum Stadt- und Landphysikus in Eutin ernannt.

Hellwags wichtigstes Verdienst war die Einführung der Pockenimpfung im Jahr 1801 zuerst in Eutin und dann im oldenburgischen Fürstentum Lübeck. Diese Pockenimpfung wurde einige Jahre später zur Impfpflicht. Dabei griff er auf Versuche des englischen Arztes Edward Jenner mit Impfungen gegen Kuhpocken zurück. Impfungen gegen Blattern folgten.

1808 wurde auf seine Initiative die erste öffentliche Badeanstalt eröffnet. Hellwag war auch Erfinder des Storchenschnabels, mit dem Zeichnungen vergrößert oder verkleinert kopiert werden konnten.

Von 1790 bis zu seinem Tod lebte er in der Riemannstraße 2 in Eutin, das Gebäude ist als sogenanntes "Hellwag-Haus" erhalten.

Literatur[Bearbeiten]