Claire Denis

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Claire Denis bei der Vorstellung ihres Films White Material auf den 66. Filmfestspielen von Venedig 2009

Claire Denis (* 21. April 1948 in Paris) ist eine französische Filmregisseurin und Drehbuchautorin sowie Professorin an der La fémis in Paris.

Leben[Bearbeiten]

Denis wuchs als Tochter eines französischen Kolonialbeamten zum Teil in Afrika in Kamerun, Burkina Faso und Djibuti auf. 1972 schloss sie das Institut des hautes études cinématographiques (IDHEC) mit einem Diplom ab. In der Folgezeit war Denis unter anderem Assistentin bei Wim Wenders, bevor sie im Jahr 1988 ihren ersten eigenen Film drehte.

Nénette et Boni wurde 1996 mit dem Goldenen Leoparden prämiert. Ihr Film Beau Travail (Der Fremdenlegionär) wurde 1999 in Montréal mit dem Louve d'or und beim Genfer Festival Tout écran mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. In beiden Filmen wird die männliche Hauptrolle von Grégoire Colin verkörpert, der einer von Denis' Lieblingsdarstellern ist.

2009 erhielt Denis für ihren Film White Material eine Einladung in den Wettbewerb der 66. Filmfestspiele von Venedig. 2011 wurde sie mit dem Berliner Kunstpreis der Akademie der Künste ausgezeichnet.[1]

Filmografie[Bearbeiten]

Regie (Langfilme)[Bearbeiten]

  • 1988: Chocolat – Verbotene Sehnsucht (Chocolat)
  • 1989: Man No Run (Dokumentarfilm)
  • 1990: Cinéma, de notre temps: Jacques Rivette - Le veilleur (Dokumentarfilm)
  • 1990: Scheiß auf den Tod (S’en fout la mort)
  • 1994: Ich kann nicht schlafen (J’ai pas sommeil)
  • 1994: US Go Home (Fernsehfilm, Teil der Reihe Tous les garçons et les filles de leur âge)
  • 1996: Nénette et Boni
  • 1999: Der Fremdenlegionär (Beau Travail)
  • 2001: Trouble Every Day
  • 2002: Vendredi soir
  • 2004: Der Feind in meinem Herzen (L’Intrus)
  • 2005: Mathilde Monnier: Ein Leben für den Tanz (Vers Mathilde) (Dokumentarfilm)
  • 2008: 35 Rum (35 rhums)
  • 2009: White Material
  • 2013: Les Salauds – Dreckskerle (Les Salauds)[2]

Regie (Kurzfilme)[Bearbeiten]

  • 1991: Keep It for Yourself
  • 1991: Pour Ushari Ahmed Mahmoud, Soudan – Episode in Amnesty International – Schreiben gegen das Vergessen (Contre l'oubli)
  • 1993: La Robe à cerceau – Teil der Fernsehreihe Monologues
  • 1994: Boom-Boom
  • 1995: Nice, Very Nice – Episode in A propos de Nice – Wie es weiterging (A propos de Nice, la suite)
  • 2002: Vers Nancy – Episode in Ten Minutes Older: The Cello
  • 2011: To the Devil

Drehbuch[Bearbeiten]

  • 1999: El Medina – Die Stadt (El Medina) – Regie: Yousry Nasrallah

Claire Denis hat außerdem zu sämtlichen ihrer Langspielfilme und zu den Kurzfilmen Keep It for Yourself, La robe à cerceau und Vers Nancy das Drehbuch geschrieben.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Großer Kunstpreis Berlin an Claire Denis bei derstandard.at, 26. Januar 2011 (aufgerufen am 27. Januar 2011)
  2. Aus der Dunkelheit hervorgezerrt. Kinostart „Les salauds – Dreckskerle“, Rezension von Andreas Busche in der taz vom 26. Dezember 2013, abgerufen 31. Dezember 2013